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Weiter geht’s

Heiko Lekutat in „Überall wo wir sind“ von Veronika Kaserer

Was aus der Not entstand, erweist sich als Erfolg. Die online-Reihe des Filmclubs „non molliamo – weiter geht’s“ geht weiter.

von Renate Mumelter

Wenn nicht Unvorhergesehenes dazwischenkommt, wird zumindest der Filmclub seine Säle am 6. Mai öffnen, ein Lichtstreif am Kinohorizont. Maske und Negativtest sind keine großen Hürden. 

Bis es soweit ist, setzt der Filmclub seine online-Filmreihe mit dem 3. Paket fort. Nach Filmen aus der Filmschule ZeLIG und dem Werk von Valentina Pedicini, sind diesmal FilmemacherInnen aus Südtirol an der Reihe. #filmcreativesbz bringt fünf Filme und fünf Talks. Filmstart ist jeweils am Donnerstag. 

Es ist wohl kein Zufall, dass auch in dieser Reihe ehemalige ZeLIG-StudentInnen eine Rolle spielen. Südtirol hat sich durch die Schule filmischen Nachwuchs geschaffen, und der ist inzwischen angekommen. Veronika Kaserer ist eine von ihnen. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

2018 bekam sie für den Dokumentarfilm „Überall wo wir sind“ den Kompass-Perspektive-Preis auf der 68. Berlinale. 

Überall wo wir sind

ist ein Film, der von Krankheit und Sterben erzählt. Wer jetzt erschrocken abwinkt, sei beruhigt. Gerade in Zeiten wie diesen tut Kaserers Film gut. Er stellt, so unglaubwürdig das auch klingen mag, das Leben in den Mittelpunkt. Es geht um Heiko und seine Familie. Heiko ist jung und ist schwer an Krebs erkrankt. Während des Drehs ist unklar, was sein wird bis klar wird, Heiko wird sterben, und die Familie muss damit umgehen. Auch das ist möglich, weil der Tod zum Leben gehört. Genau das ist das Schöne an diesem feinfühligen Film. 

Im Talk mit Brigitte Hofer erzählt Veronika Kaserer, warum sie sich mit diesem delikaten Thema auseinandersetzen wollte, und sie beschreibt die Dreharbeiten. Außerdem berichtet sie von ihren neuen Projekten, einem Roman und einem weitern Film.

#filmcreativesbz 

Die weiteren Filme: Ab Donnerstag (29.04) ist „Unda Radio“ zu sehen, in dessen Mittelpunkt eine der ersten Radiofabriken Italiens steht. Die Radiofabrik war in Toblach angesiedelt. Fabrikgründer war Max Glauber, der Vater von Hans Glauber (Ökoinstitut). Gedreht wurde „Unda Radio“ von den ZeLIG-AbsolventInnen Federico Campana, der als Filmmusiker auch schon zu Valentina Pedicini zu Wort gekommen ist und von Cornelia Schöpf, die nach wie vor in der Filmbranche arbeitet.

Lisa Glauber am Radio in „Unda Radio“

Es folgen „Das seltsame Haus“ von Karl Prossliner (ab 06.05.), „Testa o Croce“ ein Kurzfilm von Caterina Gabanella, der für den David di Donatello nominiert ist,  (ab 13.05.) und “Plindern” von Hannes Lang (ab 20.05.).

Jeder Film wird von einem Talk begleitet. Mehr über die einzelnen Filme nächste Woche. 

Südtirol testet

Wie sich die neue ZeLIG-Generation macht, zeigt eine Filmreihe, die ab sofort online steht. 

Als der erste südtirolweite Massentest in Südtirol im November 2020 durchgeführt wurde, waren die ZeLIG-Studierenden in 8 Teams mit dabei. Jedes Team hatte sich seinen eigenen Fokus ausgesucht und dokumentiert. Herausgekommen sind 8 kurze Dokumentarfilme, die uns in  Coronawelten führen, ins Mikrobiologische Landeslabor, wo die Tests in Kleinarbeit ausgewertet werden, zu den Teststationen, die sich organisatorisch gut aufstellen müssen, und zu Menschen von der Krankenschwester bis zu den Jugendlichen, die erzählen, wie sie mit der Pandemie umgehen.  

Zu finden sind die Filme unter: https://www.zeligfilm.it/it/produzioni/suedtirol-testet

#filmcreativesbz 1

„Überall wo wir sind“ DE 2018, 96 Min., Regie: Veronika Kaserer, Talk: Brigitte Hofer mit Veronika Kaserer

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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