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„Wir testen“

Foto: lpa

Am Montag startet in mehreren Gemeinden die Aktion “Wir testen“. In ganz Südtirol werden nun laufend Teststationen aufgebaut, wo kostenlos Nasenflügeltests angeboten werden.

Das Infektionsgeschehen in Südtirol ist zurzeit dank der sinkenden Zahlen an Neuinfektionen weitgehend unter Kontrolle. Jetzt heißt es am Ball bleiben. Deshalb konzentrieren sich das Land Südtirol und der Sanitätsbetrieb neben der Einhaltung der Anti-Corona-Regeln „MaskeAbstand und Hygiene“auf flächendeckende Corona-Tests.

Stetige Tests helfen, den Anstieg von Infektionen zu verhindern

Häufiges Testen ist bekanntlich eines der wichtigsten Hilfsmittel, um zu verhindern, dass die Zahlen wieder ansteigen – oder im besten Fall, um dazu beizutragen, dass sie weiter sinken. Ziel ist es, mindestens zweimal pro Woche möglichst viele Menschen zu testen. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, das Virus unbewusst weiterzugeben, um ein Vielfaches. Denn gerade während der ersten Tage der Infektion treten laut Fachleuten noch keine Symptome auf – obwohl die Betroffenen hochansteckend sind.

Basierend auf dieser wissenschaftlichen Erkenntnis bietet das Land den Menschen in Südtirol nun die Möglichkeit, sich freiwillig, schnell und einfach auf das Coronavirus testen zu lassen und das möglichst nahe am eigenen Wohnort.

Ab 19. April sind die ersten Teststationen aktiv

Am Montag startet nach den ersten Proben mit dem Test-Zelt am Silvius-Magnago-Platz in Bozen somit die Aktion „Wir testen. Gemeinsam gegen Corona“. Nach und nach werden, je nach Beteiligung der Gemeinden, in ganz Südtirol Teststationen geöffnet. Dort werden den Bürgerinnen und Bürgern kostenlos Tests angeboten.

Zum Einsatz kommen so genannte Nasenflügeltests, die sich bereits in den Schulen bewährt haben. Diese sind einfach zu handhaben und können von den Bürgerinnen und Bürgern unter Aufsicht von geschultem Personal selbst durchgeführt werden.

Gesundheitskarte, Ausweis, Handynummer und Mail-Adresse werden gebraucht

Zum Test mitzubringen sind die Gesundheitskarte und der Personalausweis. Möglichst schon mitbringen sollte man auch das Ablese-Datenblatt, das unter www.provinz.bz.it/coronatest heruntergeladen und bereits daheim ausgefüllt werden kann.

Es wird aber auch an den Teststationen bereitgestellt. Vor dem Test muss man eine Handynummer und eine E-Mail-Adresse angeben, an die später das Testergebnis geschickt wird.

Die verwendeten Tests haben Sensibilitäts- und Spezifitätseigenschaften von mehr als 90 beziehungsweise 97 Prozent und gelten als prädiagnostisch. Etwaige positive Ergebnisse werden deshalb anhand eines PCR-Tests verifiziert.

Der enge Personenkreis einer positiv getesteten Person wird erst dann unter vorbeugende Quarantäne gestellt, wenn das positive PCR-Test-Ergebnis vorliegt.

Gemeinsame Aktion gegen das Coronavirus

Foto: lpa

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann unterstreicht, dass das Testen von Beginn an eine grundlegende Säule in der Pandemiebekämpfung gewesen sei.

„Diese Strategie wurde sukzessive ausgebaut und den jeweiligen Gegebenheiten angepasst. Nun ist es unser Ziel, mit vielen neuen Teststationen wirklich jeder Bürgerin und jedem Bürger die Möglichkeit zu bieten, sich regelmäßig und kostenlos testen zu lassen. Ich hoffe, dass diese Chance auch gut genutzt wird. Alle, die mitmachen, bringen uns ein Stück weiter.“

Landeshauptmann Arno Kompatscher betont: „Wir investieren Ressourcen und Energie in eine umfassende, flächendeckende Testaktion, um den Menschen und auch den Betrieben in Südtirol mehr Sicherheit zu bieten. Zusammen mit den Corona-Impfungen, die mit voller Kapazität weitergehen, wird es uns dieser Einsatz ermöglichen, weitere wichtige Schritte nach vorn zu machen, um die derzeit geltenden restriktiven Maßnahmen zu lockern.“

„Der Bevölkerungsschutz“, sagt der zuständige Landesrat Arnold Schuler, „beteiligt sich mit Überzeugung an der Aktion ´Wir testen. Gemeinsam gegen Corona`. Ich bin der Meinung, dass dieses Projekt in Kombination mit dem Fortschreiten der Impfungen dazu beitragen kann, dass wir so schnell wie möglich wieder zur Normalität zurückkehren können.“

„Wir testen. Gemeinsam gegen Corona“ ist eine gemeinsame Aktion des Südtiroler Sanitätsbetriebes und des Landes Südtirol mit tatkräftiger Unterstützung des Bevölkerungsschutzes, der Freiwilligen Feuerwehren, des Weißen Kreuzes und des Roten Kreuzes, des Alpini-Generalkommandos sowie des Bergrettungsdiensts im AVS, der Berg- und Höhlenrettung CNSAS und des Südtiroler Gemeindeverbandes.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • cicero

    Die Aussage im Artikel bleibt eine Behauptung. Es gibt breit angelegte Studien die KEINE Ansteckung ohne Symptome beweisen. In keinem Fall konnte eine solche nachgewiesen werden. Das wird wohl ein Märchen aus dem Mittelalter sein. (Man weiß nicht wo es herkommt , es wird die Hexe sein). Denn ohne Symptome ist die Viruslast zu gering um weitergegeben zu werden.
    Der PCR Test kann nicht unterscheiden ob lebendes also vermehrungsfähiges oder totes also inaktives Virusmaterial vorhanden ist. Möchte nicht wisse wie viele Menschen samt Angehörige schuldlos in die Quarantäne müssen. Aber ist ja eh schon egal man hat schon genug Leuten die Arbeit genommen da kommt es auf ein paar mehr auch nicht mehr darauf an.

  • tirolersepp

    So jetzt können wir selbst was tun, nicht immer nur schimpfen und granteln !!!

  • sigo70

    Bis jetzt sind in der Schule von ca. 97000 Tests, nichtmal 100 positiv. Also die Wahrscheinlichkeit negativ zu sein liegt bei 99,9%
    Kann mir da bitte jemand den Sinn erklären. Oder eine Kosten Nutzen Rechnung aufstellen? Die totale Geldverschwendung. Außer man hat vielleicht andere Ziele???

  • emma

    aber wers richtig macht, ist 1n Genuss fùr frauen

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