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Der Mitfavorit

Mit Thibaut Pinot kehrt in diesem Jahr der Gewinner der Tour of the Alps 2018 in die Alpenregion zurück. Der Franzose ist heiß auf seinen zweiten Gesamtsieg.

Obwohl Pinot nicht aus einem der drei Gebiete der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino stammt, fühlt er sich bei der Tour of the Alps pudelwohl.

Gleich bei seinem Debüt im Jahr 2017 hinterließ der Franzose bei der vom GS Alto Garda veranstalteten Rundfahrt eine erste Duftmarke und fuhr als Zweiter der Gesamtwertung auf das Podest. Darüber hinaus krallte er sich bei der letzten Etappe, die in Trient endete, einen Etappensieg.

Ein Jahr später legte Pinot sogar noch eine Schippe drauf und eroberte den TotA-Gesamtsieg. Heute blickt der 30-Jährige stolz auf das Etappenrennen von 2018 zurück und bezeichnet den Triumph in Innsbruck als den „größten Erfolg bei einer Rundfahrt“ in seiner Karriere.

Nun, drei Jahr später, kehrt der Kletterspezialist vom 19. bis 23. April in die Alpenregion zurück und möchte dort nach einem verpatzten Saisonstart das nötige Selbstvertrauen im Hinblick auf den Giro d’Italia tanken.

Es ist immer schön, eine Rundfahrt zu bestreiten, die man in Vergangenheit schon einmal für sich entscheiden konnte“, erklärt Pinot, dem die Streckenführung und das Datum der Tour of the Alps besonders gefallen: „Die Etappen sind kurz, selektiv und voller interessanter Anstiege. Dieser Mix kommt mir sehr entgegen. Auch der Zeitpunkt der TotA könnte besser nicht sein: Unmittelbar vor dem Giro d’Italia dient sie nämlich als idealer Härtetest, um in Schwung zu kommen und die eigene Form zu überprüfen. Wer in den Euregio-Gebieten zu überzeugen weiß, geht mit breiter Brust in den Giro – das wird auch heuer nicht anders sein.

Für Pinot ist die Tour of the Alps alles andere als eine gewöhnliche Rundfahrt und mit keinem anderen Etappenrennen vergleichbar. Der Sieger der Lombardei-Rundfahrt 2018 nimmt die diesjährige Ausgabe der TotA, die am kommenden Montag in Brixen gestartet wird, mit einem klaren Plan in Angriff und geht von einer möglichen Vorentscheidung am vorletzten Tag aus: „Die vierte Etappe von Naturns nach Pieve di Bono könnte besonders wichtig in Sachen Gesamtwertung werden. Sie ist nicht nur die längste Etappe, sondern auch jene mit dem größten Höhenunterschied. Der Anstieg nach Boniprati, der kurz vor Schluss ansteht, dürfte auch der härteste der ganzen Woche sein. Ich rechne daher mit großen Zeitunterschieden im Ziel.“

Zu den Markenzeichen der Tour of the Alps gehören die relativ kurzen Etappen, die mit den vielen anspruchsvollen Anstiegen den Fahrern dennoch alles abverlangen. „Genau das mag ich an der Rundfahrt. Es ist nämlich wichtig, dass wir den Radsport-Fans eine Show bieten. Auch aus Sicht der Fahrer sind kurze Etappen mit vielen anspruchsvollen Stellen sehr interessant“, so Pinot.

Neben Pinot gibt es bei der TotA mit Romain Bardet (Team DSM) einen weiteren Franzosen, der zum engsten Favoritenkreis gezählt wird. Es verwundert daher wenig, dass dem grenzüberschreitenden Etappenrennen in Frankreich ein großer Platz in der medialen Berichterstattung zugesprochen wird: Mit Equipe 21, dem TV-Sender der wichtigsten französischen Sportzeitung, und Eurosport senden gleich zwei Sender täglich zwei Stunden Live-Bilder aus der Alpenregion nach Frankreich.

 

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