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Die Chrisammesse

Im Dom von Brixen feierte Bischof Ivo Muser am Donnerstag mit Priestern und Diakonen aus der ganzen Diözese die Chrisammesse. Dabei wurden die heiligen Öle geweiht, die in den Pfarreien zur Spendung der Sakramente der Taufe, Firmung, Priesterweihe und Krankensalbung verwendet werden.

Die Chrisammesse wird in der Diözese Bozen-Brixen in der Regel immer im Brixner Dom am Gründonnerstag gefeiert. Eine Ausnahme musste im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie gemacht werden: Da in der Zeit um Ostern während des ersten Lockdowns keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden konnten, wurde die Chrisammesse zu einem späteren Zeitpunkt, am 30. Mai 2020, nachgeholt.

Bei der Chrisammesse wird die Verbundenheit der Priester mit dem Bischof, der Priester untereinander und mit dem ganzen Volk Gottes zum Ausdruck gebracht. Während des Gottesdienstes werden die heiligen Öle geweiht, die in den Pfarreien zur Spendung der Sakramente der Taufe, Firmung, Priesterweihe und Krankensalbung verwendet werden.

Die heurige Chrisammesse fand unter Einhaltung aller Corona-Maßnahmen und mit deutlich weniger Priestern als im Normalfall statt.

22 Priester aus der Diözese verstorben

„Erneuern wir heute dankbar, versöhnt und mit Freude unsere Weihe und damit unseren sakramentalen Auftrag in der Nachfolge des gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Aufrichtig verbunden sind wir in dieser Stunde vor allem auch allen kranken und gebrechlichen Mitbrüdern. Seit der letzten Chrisammesse im Mai 2020 sind 22 Diözesan- und Ordenspriester gestorben. Wir vertrauen darauf, dass sie für immer hineingenommen sind in jenes Osterlicht, das nicht mehr verlöscht“, so Bischof Muser in seiner Homilie.

Bischof Muser erinnerte die Priester und Diakone daran, dass „wir im Zeichen der heiligen Öle versammelt sind, um mit Zuversicht unser ‚Ja‘ zu Christus zu bekräftigen. Wir sind bereit, so schwach und zerbrechlich wir auch sein mögen, die Ärmel hochzukrempeln, wo immer die Kirche uns zur Arbeit auffordert. Wir wollen fleißige und treue Diener sein, ohne uns unentbehrlich zu fühlen.“

Am kommenden 9. Oktober werden zehn Jahre vergangen sein, seit Ivo Muser zum Bischof der Diözese geweiht worden ist. „Viel, sehr viel hat sich in diesen Jahren verändert. Das Gesicht unserer Diözese ist dabei ein anderes zu werden. Vor allem die innere Beziehung vieler Menschen zum Glauben und zur Kirche ist einem großen Wandel unterzogen. Wir werden uns von manchem verabschieden müssen, was uns vertraut, wertvoll und vielleicht auch zu selbstverständlich war“, sagte Bischof Muser. Aber „wenn es uns um Christus geht, dann haben wir eine gute Zukunft vor uns, trotz aller Baustellen, die es in der Diözese, in der Kirche und nicht zuletzt in der Gesellschaft gibt.“

Am heutigen Gründonnerstag, 1. April 2021, feiert der Bischof um 18 Uhr in der Pfarrei St. Jakob bei Bozen dieAbendmahlfeier, die geprägt ist vom Gedächtnis an das Letzte Abendmahl Jesu und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie. Bei dieser Feier entfällt heuer wegen der geltenden Corona-Bestimmungen die Fußwaschung.

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