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„Kein weiteres Hilfspaket“

Philipp Achammer

Trotz der niedrigen Corona-Beihilfen von Land und Staat schließt LR Philipp Achammer ein weiteres Landeshilfspaket aus Geldmangel aus.

Tageszeitung: Herr Landesrat, wann werden die Kriterien für die Corona-Hilfsmaßnahmen des Landes genehmigt?

Philipp Achammer: Die Landesregierung wird am Dienstag die Kriterien für die Zuschüsse für Kleinbetriebe bis 10.000 Euro genehmigen. Für die Fixkostenzuschüsse hingegen sind wir in der Ausarbeitung.

Ab wann kann angesucht werden? Und vor allem: Ab wann wird ausgezahlt?

Bei den Zuschüssen für Kleinbetriebe wird man nach geringfügigen Adaptierungen der informatischen Plattform spätestens Mitte April ansuchen können. Danach kann sicherlich innerhalb von vier Wochen ausgezahlt werden. Bei den Fixkostenzuschüssen bis 100.000 Euro rechnen wir mit der Genehmigung der Kriterien Ende April. Parallel bereiten wir die für diese Beitragsschiene notwendige neue informatische Plattform vor.

Also Ansuchen für die Fixkostenzuschüsse voraussichtlich im Mai und Auszahlung im Juni oder Juli?

Genau – so wird es in etwa sein. Ich weiß, dass es Kritik gibt, wonach es zu langsam gehe, aber ich möchte realistische Termine nennen, die wirklich eingehalten werden können. Bei den Fixkostenzuschüssen ist wichtig zu sagen: Weil die Betriebe das Geld dringend brauchen, sind wir mit den Lokalbanken an einem guten Punkt, um eine Vorfinanzierung zu ermöglichen – also das Geld vorab auszuzahlen. Ich rechne damit, dass die Vereinbarung in Kürze abgeschlossen werden kann. Die Lokalbanken haben ihre Bereitschaft zur Vorfinanzierung signalisiert, sobald die Kriterien für die Beiträge feststehen und entsprechend kalkuliert werden kann.

Das staatliche Hilfsdekret wird als Tropfen auf dem heißen Stein bezeichnet. Ein Betrieb erhält je nach Größe nur zwischen 1,7 und fünf Prozent des Umsatzverlustes vom Vorjahr. Hätten Sie sich mehr erwartet?

Ich hätte mir schon mehr erwartet, denn man hat immer von 32 Milliarden Euro geredet. Weil in diesem Paket aber viele verschiedene Bereiche enthalten sind, kommen den Betrieben nur in etwa elf Milliarden Euro zugute. Einerseits ist natürlich die Enttäuschung groß, andererseits ist zu hoffen, dass – wie vom Ministerpräsident angekündigt – noch ein zweites Hilfsdekret folgt und die geringfügigen Summen aufgestockt werden. Ich möchte aber keinen Optimismus verbreiten, weil ich gesehen habe, dass die Erwartungshaltung viel größer ist als das, mit dem man effektiv rechnen kann. Man erwartet sich im Gegenzug vom Land Südtirol, dass wir auf dasselbe Niveau wie Österreich oder Deutschland kommen und den Staat ersetzen können. Dieser Erwartungshaltung kann man in keiner Weise gerecht werden. Es war schon keine einfache Aufgabe, die 500 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Wobei unser Hilfspaket jetzt aus einer anderen Perspektive erscheint, wenn man sieht, was vom Staat effektiv kommt. Wenn man sich vorstellt, dass die Betriebe nur die staatliche Hilfe kriegen würden, wäre das wirklich eine dramatische Situation. Ich hoffe schon, dass das nicht das Ende der Fahnenstange ist, sondern Italien noch weitere Unterstützungen für Betriebe vorsieht – wissend, dass Italien begrenzte finanzielle Möglichkeiten hat.

Auch ein weiteres staatliches Hilfsdekret wird den meisten Betrieben kaum reichen, vor allem auch, weil Südtirol von der Corona-Krise weit stärker getroffen wurde als Italien. Schließen Sie aus, dass die Landesregierung noch einmal die Möglichkeit haben wird, ein großes Hilfspaket aufzulegen?

Das schließe ich aus heutiger Sicht aus, weil wir bereits die 500 Millionen Euro als Forderungen gegenüber dem Staat in den Haushalt eingeschrieben haben. Ich wüsste in Zeiten geringer Steuereinnahmen nicht, woher wir erhebliche Mittel für ein weiteres Hilfspaket bekommen sollen. Wir haben mit 70 Millionen Euro noch einen geringen Spielraum gelassen. Sie stehen für Frühjahrshilfen zur Verfügung. Wir hätten auch die vollen 500 Millionen Euro ausschöpfen können, aber wir wollten einen Spielraum lassen für im Frühjahr besonders betroffene Bereiche. Zudem könnte es auch sein, dass die 380 Millionen Euro für die Betriebszuschüsse nicht voll ausgeschöpft werden.

Wer wird die 70 Millionen Euro an Reserven im aktuellen Landeshilfspaket konkret erhalten?

Im Wesentlichen werden zwei Dinge berücksichtigt. Zum einen gibt es besonders krisenbetroffene Sektoren. Schon im Vorjahr hatten wir eine spezifische Unterstützung für Sektoren mit null Einnahmen, darunter Reisebüros, Eventdienstleister und Mietwagenunternehmen. So eine Schiene ist etwa für Fitness- und Tanzstudios vorgesehen. Die Fitnessstudios sind seit Anfang Oktober geschlossen und haben keine Einnahmen. Zum anderen wollen wir mit den Reserven Sektoren unterstützen, die die Auswirkungen der Krise auch noch im April, Mai und Juni spüren. Die Bereiche Beherbergung und Gastronomie werden den Großteil der 380 Millionen Euro erhalten, weil sie am meisten betroffen sind, aber sie werden sicher auch noch einen Teil der 70 Millionen Euro erhalten, weil es dort nun einmal die prekärsten Situationen gibt.

Wird man im Sommer definieren, wo die Reservegelder effektiv hingehen?

Das wäre sicher ein guter Zeitpunkt. Die Priorität legen wir jetzt darauf, die 380 Millionen Euro so schnell wie möglich auszuzahlen. Danach wird man die Situation analysieren. Möglich ist auch eine Mittelaufstockung, falls das Geld nicht ausreicht, aber angesichts unserer Berechnungen gehe ich nicht davon aus.

Wegen der knappen Geldmittel in Italien und Südtirol im Vergleich zum Ausland ist es umso wichtiger, dass die Betriebe schnellstmöglich wieder arbeiten und Geld verdienen können. Wann und wie soll der komplette Neustart der Südtiroler Wirtschaft gelingen?

Ich bin davon überzeugt, dass wir durch die nächsten Monate noch durchtauchen müssen. Die Impfkampagne geht weiter, aber es wird noch einige Zeit brauchen, bis wir eine breite Durchimpfung erreichen. Ich hoffe, dass nebenbei bestimmte Faktoren wie die höheren Temperaturen für uns spielen. Und man muss mit neuen Testmöglichkeiten alles dafür tun, um das Infektionsgeschehen laufend zu kontrollieren und dadurch zu versuchen, nicht mehr schließen zu müssen. Also: massiv testen und auch Modelle wie den europäischen „Grünen Pass“ entwickeln, damit Geimpfte und Getestete bestimmte Dienstleistungen nutzen dürfen. Es braucht auch noch einmal einen breiten Schulterschluss mit der Bevölkerung. Aber ich bin überzeugt, dass viele bereit sind, etwas auf sich zu nehmen, um ein Stück Normalität zurückzuerlangen. Eines ist klar: Viele Betriebe werden – auch wenn sie öffnen – nicht zu 100 Prozent arbeiten. Aber sie brauchen zumindest Sauerstoff, um überhaupt über die Runden zu kommen. Es braucht massive Teststrategien, um die Situation zu überwachen und die verschiedenen Bereiche wirklich öffnen und offen halten zu können.

Für die arbeitslosen Saisonangestellten hat das staatliche Hilfsdekret auch keine zufriedenstellende Lösung gebracht, da das Arbeitslosengeld an sich nicht verlängert wurde. Hoffen Sie auf das zweite staatliche Dekret oder wird man als Land noch einmal mit zusätzlichen Hilfsmaßnahmen aktiv?

Wir werden uns im Hinblick auf das nächste staatliche Dekret dahingehend einbringen. Wir waren alle überrascht, da die Verlängerung des Arbeitslosengeldes in den Entwürfen des Dekretes enthalten war. Warum sie gestrichen wurde, entzieht sich unserer Kenntnis. Es ist zwar eine Einmalzahlung von 2.400 Euro für saisonale Arbeitskräfte vorgesehen – das ist zumindest etwas –, aber wir setzen uns für eine Verlängerung des Arbeitslosengeldes ein. Denn die Betroffenen, die kein Arbeitslosengeld mehr erhalten, befinden sich in den prekärsten Situationen, die wir derzeit im Land haben. Viele werden jetzt zwar neben den 2.400 Euro auch die Covid-Soforthilfe des Landes erhalten, aber die Verlängerung des Arbeitslosengeldes ist dennoch dringend notwendig.

Interview: Heinrich Schwarz

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (40)

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    • n.g.

      Deine idealisierte Vorstellung vom Menschen bzw. der Wunsch, dass Menschen so sein sollten, gibt es nicht!
      Der Mensch ist dem Tier näher als deinem Ideal. Und was passiert im Tierreich? Das Recht des Stärkeren. Solidarität gibts da nicht!
      Verabschiede dich von dem Traum, er wird nie Realität!

    • batman

      Interview mit Martin von Malfèr Raiffeisen Landesbank im Tagblatt der Südtiroler (25.03.2021 Seite 19): Die Börsen boomen, die Zentralbanken pumpen riesige Geldmengen in die Märkte.

      Der Staat bankrott und der Ministerpräsident ist der Ex – Chef der EZB.

      „Wir haben kein Geld“

    • steve

      Stimmt nur sind die die Geld haben meist am längeren Hebel: sozusagen: wenn du die Steuern erhöst investier ich beim nächsten! Der Schweizer, Niederländer oder Engländer wartet schon..

  • batman

    Politiker schlaft weiter!

  • criticus

    Dafür werden die Politiker mit 8.500 Euro Nachzahlung und 500 Euro Lohnerhöhung das Hilfspaket bekommen!

  • sepp

    lachnummer nie nach gedacht das des das ende deiner politiker karierre isch die leute sein itz schun schlau ginu und lossen sich nimmer verarschen

  • n.g.

    Das Geld ist fertig. Was für eine Erkenntnis! Nützt nichts wenn Südtirol ne gute Kreditwürdigkeit hat aber das Geld wie in der Pandemie in Dinge steckt, stecken muss bei denen nichts mehr zurück fließt.
    Mal gucken wie lange dann uns Arni noch solche Verordnung schreibt wie ers bisher getan hat.

  • wm

    Sehr geehrter Herr Achamer. Ich habe selber einen Betrieb mit 4 Mitarbeitern wobei 1 durchschnittlich immer im Ausgleich ist. Mir geht es verhältnismäßig gut, kann arbeiten und werde hoffentlich sicher überleben auch mit weniger Arbeit.
    Auch sollte ich vom Land oder Staat was bekommen, die paar Euro machen mich nicht reicher oder ärmer. Nur eines stinkt mir gewaltig und ich hoffe das Ihr an euerm Geld erstickt, wieso müssen wir alle in Ausgleich gehen, weniger verdienen, verzichten auf Einnahmen, aber Ihr erhöht euch eure Diäten und rafft alles zusammen was nur geht. Das scheinheilige Getue soll euch zum Verhängnis werden und das zusammengeraffte Geld schlecht tun.
    Musstet Ihr auch eine Steuervorauszahlung von 100% machen?

  • vinsch

    @wm Bravo, dem ist nichts zuzufügen!!! Perfekt argumentiert!!!

  • luis2

    Ich habe noch nie gehört bei Erhöhung der Gehälter “ Politiker“, es reicht nicht.
    Sein Argument „natürlich“ wir verdienen es uns.
    Auf der anderen Seite wirft man das Geld hinaus für Schlauchtücher, Masken, Corona-Hunde, Test für die Katz und für allerlei Glemp, was in Millionen geht.
    Zum Schämen.

  • heinz

    Der Südtiroler Sonderweg ist krachend gescheitert!

    • n.g.

      Nun ja, heinz. Der gesamte Weg in der Pandemie ist gescheitert. Das lag nicht an den Menschen, das lag an der Politik und Leuten wie dir, die es so wollten!
      Du bist mitschuldig an den vielen zerstörten Existenzen!

  • heinz

    Auch du bist das, @n.g.
    Würde es nämlich nach deinem Gusto laufen, gäbe es deutlich mehr Infektionen und damit mehr Tote.
    Für die wärst dann du mitverantwortlich.
    Es gibt keinen leichten, verlustfreien Weg aus der Krise, man kann es wenden, wie man will.

    • yannis

      @heinz,
      bei der Suche nach dem Schuldigen bist Du immer Spitze, bzw heuchelst dasselbe wie Achammer &Co.

      • heinz

        @yannis
        Das Virus möchte sich vermehren und von Mensch zu Mensch überspringen. Daher gilt es, Verhaltensmuster zu ändern, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. Das heißt Abstand zu anderen Menschen halten, Hygienemaßnahmen, Masken, Tests und letztendlich sich impfen lassen.
        Wer sich nicht an diese Regeln hält, trägt dazu bei, dass Infektionsketten NICHT unterbrochen werden, so einfach ist das.

    • n.g.

      Es läuft aber nicht nach mir sondern nach deinem Gusto. Hast du selbst gesagt. Also, wer ist nun verantwortlich, du oder ich?
      Nur weil du die Auswirkungen deiner gepriesenen Maßnahmen nicht unmittelbar mitbekommt, du selbst auch keine Probleme damit hast, sind sie dennoch da. Du schließt nur die Augen davor weils dir gefällt den edlen Retter zu geben.

  • lois

    Einer der Hauptschuldigen dieser Misere ist ganz klar das Büokratiemonstrum EU, war es doch genau die EU welche unter Regierung Monti dafür sorgte, dass die Verfassung dahingehend abgeändert wurde, dass Regionen und damit auch Südtirol de facto keine Schulden für Hilfszahlungen aufnehmen können… und das obwohl das Land Südtirol faktisch so gut wie keine Schulden hat… wann bitte wenn nicht jetzt solle man Schulden machen???
    Damit hängen wir jetzt am unsäglichen Tropf der römischen Regierung, von der man eh nichts zu erwarten hat…
    Die EU hat kläglich versagt und ist absolut nicht imstande zeitnahe konkrete Antworten in einer Krise wie dieser zu liefern… nicht mal die Impflieferungen wurden anständig organisiert… Katastrophe pur!

    • yannis

      @lois,
      so sieht es aus !
      Und wie man es jetzt sieht, alle die die Briten ob ihres Austritts aus diesen unsäglichen Monstrum gegeißelt haben, ging es um gaaaanz was anderes und nicht um den Brexit an sich.
      Übrigens, der Brexit ist zwar in England vom Wähler beschlossen worden, aber die Initiative dazu wurde in Berlin und Brüssel produziert

    • drago

      Sorry, aber wer ist die EU bzw. wer hat das EU-Parlament gewählt sowie die Regierungschefs? Die Bürkraten sind in vielen Ländern gleich wie jene der EU; sie lösen kein Problem, halten sich für systemrelevant und haben durchgesetzt, dass praktisch sie EU und Länder regieren.

      • yannis

        Die „von der Leier“ Ursel hat niemand gewählt, sie wurde von der DE-Diktatorin und den arroganten Franzlakken installiert.
        Die EU ist längst zum *Recycling-Hof“ für abgehalfterte National Politiker verkommen.

  • hallihallo

    was sollen wir da noch sagen:
    staat und land verbieten uns das arbeiten, aber der staat unterstützt uns mit 2% der ausfalls ( welchen prozentsatz ihres einkommens erhalten die in lohnausgleich gestelleten des handwerks und industrie??).
    außerdem bekommen im süden die leute den „reddito di cittadinanza“. wieso bekommen den nicht die leute, die bisher im tourimus gearbeitet haben? die sie ja auch italienische bürger und haben kein einkommen.
    bezüglich der unterstützungsmaßnahmen der betriebe hat der staat vielleicht sogar recht, den in normalen zeiten bekommt das land 90% der steuereinnahmen und somit sollte vielleicht das land jetzt auf für diese ausgaben aufkommen, wenn es sonst immer kassiert.
    frag mich aber schon auch , wie das land in zukunft den beamtenapparat finanzieren will, wenn keine steuern mehr von der an die wand gefahrenen wirtschaft kommen.
    auch unsere banken haben ja alle riesige reservefonds in den bilanzen. ja wenn man diesen fonds nicht in der pandemie braucht, für wann bitte ist dann dieser reservefond??

  • hallihallo

    und bitte herr achammer, wie soll ein betrieb wissen , für was er ansuchen soll, wenn sie es bis heute nicht geschafft haben, die kriterien für die fixkosten festzulegen? was haben sie die letzten monate mit ihren beamten gemacht?? waren ja alle operativ oder haben zumindest alle das gehalt kassiert.
    aber ja , die pandemie betrifft euch ja nicht.

  • yannis

    @checker,
    Deine Worte meine Gedanken !

  • lillli80

    etwa ein jahr ist vergangen. die politik hat gefühlte 1000 maßnahmen getroffen, von maske bis hygiene und AHA und was weiß der geier was, und wir sind immer noch am gleichen punkt. geholfen hat das alles nicht. die gesellschaft ist gespalten wie nie zuvor. den betrieben wird das arbeiten verboten aber ausgleichzahlungen gibt so gut wie keine. ein wenig kleingeld für die politiker ist noch über, damit sie weitermachen können mit dem blabla der letzten monate. und da wundert sich noch einer, dass die menschen zornig sind?

  • drago

    Achammer: „wir werden uns einbringen“. Das sagt alles!

  • franz1

    In Südtirol wird kein Betrieb im Regen stehen!
    So die Worte der SVP, doch dieses Pack erhöht sich die Gelder und obendrein noch Nachzahlungen auf die sie „nicht verzichten“ können!!!
    Was macht die Opposition?
    Von der SVP ist man derlei Angewohnheiten bereits gewohnt…..
    Wann wacht Südtirols „Wahlschaf“ endlich auf?

  • checker

    Ich gehe davon aus, dass dieses Mal die Wahlschafe wirklich aufwachen. Die nächsten Wahlen stehen 2023 an, vermutlich wird uns die Pandemie noch eine Weile beschäftigen, damit kann die SVP dann nicht mehr auf die Vergesslichkeit setzen. Die Auswirkungen diesmal sind zu gross, es trifft breite Bevölkerungsschichten und immer mehr „fedelissimi“ zerreissen ihre Parteikartln. Ich würde sogar weiter gehen und die Bevölkerung aufrufen sich an der Schaffung einer neuen Sammelpartei zu beteiligen und hier sozusagen einen Neustart für das Südtiroler System zu machen. Alles andere macht keinen Sinn. Also, für alle politisch Ambitionierten: Jetzt ist der Moment gekommen sich einzubringen.

  • iluap

    Hier mein Vorschlag, da ja anscheinend kein Geld mehr da ist, und das stimmt auch zun großteil!
    Die so oft gepriesene Solidarität und der Aufruf zum Zusammenhalt von Seiten der Politik wird von vielen als gut empfunden, aber NUR SOLANGE ES NICHT DIE EIGENE BRIEFTASCHE BETRIFFT. Solange die Politik immer nur die selben zur Operbereitschaft, zur Zwangsschließung der Betriebe, Einnahmebussen und zum Verbot zur Arbeit zu gehen zwingt, ist es für alle anderen einfacher die Maßnahmen zu akzeptieren. Wenn man bedenkt wie viele Angestellte und Firmen von der Politik gezwungen wurden ihre Arbeit nieder zulegen oder ihren Betrieb zu schließen, und somit unverschuldet viele in finanzielle Nöten geraten sind! Zusätzlich wenn man bedenkt dass all jene die glücklicherweise keine finanziellen Einbußen hatten, seit einem Jahr sogar mehr auf dem Konto haben als vor 12 Monaten, denn diese konnten das Geld weniger ausgeben weil großteils alles geschlossen war!
    Wie wäre es denn dann, wenn diese für die nächsten 12 Monate jeder der bis jetzt glücklicherweise Arbeiten durfte (egal ob private- oder öffentliche Angestellte, und auch die Firmen(die keine finanziellen Einbußen hatten) von deren Lohn zwischen 1% und nach oben hin offen gestaffelt .(zum Beispiel je 1.000,00 € Lohn 1% bei 1.100,00€ Lohn 1,1% und so weiter in ein Solidaritätsfond eingezahlt werden würde? Ich glaube das könnten alle Problemlos schaffen und man hätte in 12 Monaten etliche Millionen zur Verfügung um denen zu helfen denen es wirklich schlecht geht.

  • morpheus1

    Kuan weiteres Hilfspaket.

    i glab bis iats isches lei a Witz gwesen (bin gsponnt wos olls bei den Fixkostenbeitrog drbei isch)
    Wia konn man so wos sogen wenn man nu nit woas wenn der deitsche Gost kimmt. kimmt er in Juni Juli oder erst in August?
    Wos passiert denn wenn die Betriebe bis selm nimmer schoffen, ob wenn isches nimmer gleich wenn Existenzen zerstört werden ? ob 10 100 oder 500 Betriebe.

    i konn lei so sogen hon aktuell von lond 7500 Euro kriagt 2 mol 600 Euro … iats soll mir jemand erklären wenn i decht Rente und kronkenkasse usw inzohln muas und in a Familienbetrieb kriagen mir kuan Ausgleich oder Orbatslose oder Sozial … wo isch kolfn wenn i iats so long kuan einkommen hon kolfn mit den Geld wenn i nia gorbatet hat hat i in der zeit mear in der hond …

    mit so a wirtschoftspolitik konn man lei untergian…. I wear in mein betrieb sicher in zukunft nimmer viel investieren weil i genau woas sollat so wos wieder kemmen bin i wieder aluan.

    und so mochns sicher viele mir tian donn lei die gonzn hondwerksfirman load.

    es isch olm a mitanonder gwesen sell on i persönlich olm gsechn zwischen hondwerk Tourismus und Bauern.

    mit selche Politiker geat in zukunft ondersch und sell hoben sui zu verontworten, weil Sie kuane sicherheit ausstrohln und kuan mir helfen ench oder mir tian olls drfiar dass es ench holbegs geat sondern .. lei a schaugs wia viel es kriags …. mir kennen nit mear …. .schaugs dei oun …. woasch dr Stoot …. olm lei ausreden

    Politiker sein do das sich die Menschen sicher fühl das man merkt man weart nit aluan glossn

    Aktuell isches nimmer meine Politik (und do geats sicher nit welche Entscheidungen man trifft ) sondern Welche Aussogen man trifft ob man bei die Leit isch oder wenn man von Oben herrobt schaugt ob man lösungen suacht oder nit .. i glab echt das es nimmer wissts welche Ängste viele Leit hoben ..

    hon olm gsogt o die Politik hots aktuell echt nit uanfoch hot schwahre entscheidungen zu treffen ober iats denk i mir das Uaner der wos so red das die Leit a sicheres Gefühl kriagen viel wichtiger war als a Politik dei so a Auftreten hot wia es .

    bin echt gsponnt ob es nu leit gibt dei mir recht geben.

    • yannis

      >>>>>>>>Wia konn man so wos sogen wenn man nu nit woas wenn der deitsche Gost kimmt. kimmt er in Juni Juli oder erst in August?

      Der kimmt dieses Jahr, wenn überhaupt erst in Oktober und wenn nach der Bundestags Wahl (September) die Links/Grüne „Verbotspartei“ die Macht ergreift, dann kann sich die Touri-Brance jetzt schon dick anziehen.

  • keinpolitiker

    @morpheus1

    du hosch vollkommen Recht mit deiner Aussoge.

    I hon a an kloan Familienbetrieb, wo mein Frau und i seid ibo 20 Johr olm schaugn dass mir die Steuern dozoul, dass insra Ongstelltn ihrn Gehalt bikemm, dass die Hondwerker van Dorf a a Orbat hobm und investiert hobmo a, sodass man die Schuldn zurugzoul muss.

    Also groaß viel af do Kante onn man in an sellan Betrieb net hobm.

    Itz sein 13 Monate glei amo umma und mir hobm giderft 3 1/2 Monate orbatn. Seit 10 Oktober isch zui und ob sebm hobmse ins als vosprochn.

    Am 16. Jänner hot genau der Achammer groß verkündet, dass schnelle Hilfen kemm und dass niemand in Stich gilot werd.

    Itz hobmo Ende März, Aussicht af a Geld vielleicht in Mai (wenn überhaupt) und nocha gitraut sich der no zu sogn, dass weitere Hilfen net kemm und niemand woaß wi es mit di Beherbergungsbetriebe weiter geht.

    I konn la sougn, di Politiker sein für mi a rotes Tuch, i hoff wirklich dass des eintretet, dass wenn irgendwende die Bars und Restaurants auf gean und sella Leit eini gien well, dass do Bar oder Restaurantbesitzer sie olle hochkant rauswirft.

  • goldie

    Für die Leit kuan Geld, ober sich selber die Gelder erhöhen und Nochzohlungen mochen.
    Mi tat lei wundern, wos ihnen versprochen worden isch, dass man a sou skrupellos werd.
    Ober is Karma wert zuaschlogen.
    I sog lei: mir sein mehr….

  • sepp

    lachhammer träum weiter ihre politische karriereisch bei dienächsten wahlen sowieo und no tui ohne usbildung no kimsch drauf wie sich mit 1000euro lebt

  • na12

    Fürs Nichtstun waren diese Hilfsgelder eh schon was. Gastronomie wie sie jetzt läuft ist kein Zukunftsmodell. Südtirol hat Nichts anderes zu bieten als Äpfel, Wein und Tourismus. Leute lasst euch umschulen. Das wird in den nächsten Jahren nicht besser. Südtirol muss sich neu erfinden.

  • george

    Nur jammern, allen anderen die Schuld geben, aber nichts dazu beitragen wollen, dass die Verbreitung des Virus unterbrochen wird. Da ist euer Weg, eure Entscheidung und somit auch eure virulente Art des Denkens und Handelns hier, ihr Schreiberlinge. Nur die Verantwortung dafür tragen wollt ihr nie, aber immer fordern, fordern und nochmals fordern. Fordert euch selber und hält Disziplin, nur das wird das Virus einschränken und uns wieder einen besseren Weg öffnen. Ihr selber habt es in der Hand diesem Winzling Virus mit der notwendigen Konsequenz entgegen zu treten, jeder für sich, aber das wollt ihr ja nicht wahrhaben in euren starrsinnigen Sturköpfen.

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