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Der Holz-Tisch

Die Initiative Pro-Ramus: Der Südtiroler Forst- und Holzsektor stellt die Weichen für die Erfolgsstrategie der kommenden Jahre.

Vor fünf Jahren haben die Südtiroler Wirtschaftsverbände in der „Holzcharta“ festgelegt, welche Schritte man bis 2020 setzen möchte, um die Wertschöpfung im Forst- und Holzsektor weiter anzukurbeln.

Gleichzeitig wurde die Initiative ProRamus gegründet, welche die Player der Holzbranche miteinander vernetzt und von IDM Südtirol koordiniert wird. Um gemeinsam den weiteren Weg des Sektors zu definieren, lud IDM vor Kurzem Unternehmer, Freiberufler, Vertreter der Landesämter und der Wirtschaftsverbände, die sich alle mit dem Thema Holz beschäftigen, zu einem Online-Treffen.

Dabei tauschte man sich über relevante Themen aus und sprach über mögliche strategische Ziele der kommenden Jahre. Mit dabei war auch Forstwirtschaftslandesrat Arnold Schuler.

Rohstoff, Baustoff, Werkstoff und Energieträger: Holz ist eine sehr vielfältige natürliche Ressource, die auch wirtschaftlich sehr interessant ist.

Mit 25.000 Beschäftigten, vor allem im ländlichen Raum, ist der Forst- und Holzsektor ein wichtiger Wirtschaftsbereich für Südtirol, der vom Unternehmer über den Dienstleister und Forscher bis hin zu den Landesbeamten des Forst-und-Holz-Sektors eine ganze Branche beschäftigt. Zudem handelt es sich um einen besonders nachhaltigen, weil nachwachsenden Rohstoff, dessen Einsatz in der Energiegewinnung sowie bei Bau und Sanierung von Gebäuden besonders klimafreundlich ist. Gerade in der Bauwirtschaft bieten sich hier künftig immer mehr umweltschonende Möglichkeiten.

„Die Holzbranche in Südtirol hat ein Wertschöpfungspotenzial von 1,5 Milliarden Euro und ein enorm hohes Entwicklungspotenzial“, sagt Landesrat Arnold Schuler. „Deshalb ist es wichtig, alle Kräfte zu bündeln, innovative Ideen zu entwickeln und den Sektor noch weiter nach vorne zu bringen. Das Sturmtief Vaia hat Ende Oktober 2018 eine Fläche von rund 6000 Hektar getroffen. Auch im November 2019 – ein Jahr nach Vaia – sind Südtirols Wälder von einem weiteren Unwetter getroffen worden. Im November 2020 schließlich kam es erneut zu einem Schadensereignis mit Schneedruckschäden in einem Ausmaß von ungefähr 500.000 Vorratsfestmetern Holz.“ An der innovativen Vermarktung und Verarbeitung dieser Holzmenge arbeite ProRamus bereits mit Erfolg. „Diese Arbeit müsse auch künftig weitergeführt und noch verstärkt werden“, so Landesrat Schuler.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative ProRamus vom Landesverband der Handwerker (lvh.apa), dem Südtiroler Bauernbund (SBB), dem Südtiroler Energieverband (SEV), dem Unternehmerverband Südtirol (UVS), der Abteilung Forstwirtschaft des Landes und von IDM. Große Ziele, die sich ProRamus bei seiner Gründung gesetzt hatte, waren unter anderen die Vernetzung der Forst- und Holzwirtschaft, um Synergien zu schaffen, die Sensibilisierung und Imageverbesserung für den Rohstoff Holz, sowie die Beratung und Begleitung der Unternehmen, die in dieser Branche tätig sind und innovative Produkte auf dem Markt lancieren wollen. So wollte man den Stellenwert und die Wertschöpfung dieses Wirtschaftssektors in Südtirol steigern.

„Die Betriebe des Sektors ‚Forst & Holz‘ verfügen über eine sehr hohe Kompetenz in der Verarbeitung und Veredelung von Holz. Mit ihren innovativen Produkten, Techniken und ihrem langjährigen Know-how sind sie für Kunden in und außerhalb Europas sehr interessant“, sagt Vera Leonardelli, Abteilungsdirektorin Business Development von IDM.

Damit die wertvolle Ressource Holz mehr Aufmerksamkeit bekomme, brauche es einen starken gemeinsamen Auftritt des gesamten Sektors. IDM gehe das an, indem Unternehmen vernetzt und damit die Grundlage für erfolgreiche Kooperationen und für eine gute Zusammenarbeit geschaffen werden. „Durch die Initiative ProRamus ist das in diesem Bereich gut gelungen. Die Branche tauscht sich an diesem ‚Holz-Tisch‘ regelmäßig aus und hat gemeinsame Maßnahmen auf den Weg gebracht. Nun ist es wichtig, die erfolgreiche Initiative weiterzuführen und gemeinsam die Zukunft der Branche zu gestalten. “Nur so könne man die Wettbewerbsfähigkeit des Südtiroler Forst- und Holzsektors auch künftig garantieren.

 

 

 

 

 

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