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„Messen sind sicher“

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Die Diözese hat für die Karwoche Maßnahmen ergriffen, um Ansteckungen in den Kirchen vorzubeugen. Dennoch gibt es nun wieder vermehrt Kritik, weil die Kirchen zu Ostern geöffnet bleiben.

von Markus Rufin

Seit dem 7. Mai haben die Kirchen in Südtirol und im restlichen Italien geöffnet. Regelmäßig finden dort Messen statt, egal ob eine Region nun weiße, gelbe oder rote Zone ist. Die Schließung der Kirchen stand nie zur Diskussion, selbst dann nicht, wenn sowohl Restaurants als auch Geschäfte geschlossen wurden.

Eigentlich ist das bereits zur Gewohnheit geworden, doch nun steht die Karwoche bevor. Traditionell strömen zu den wichtigsten Messen des Jahres viele Menschen in die Kirchen. Daher flammt die Diskussion darüber, ob die Kirche geöffnet bleiben darf, zumindest in der Gesellschaft wieder neu auf. Viele fordern, dass wenn auch die Restaurants geschlossen werden müssen, auch die Messen in der Karwoche nicht stattfinden dürfen.

Der Generalvikar Eugen Runggaldier habe zwar in letzter Zeit weniger solcher Stimmen vernommen, bestätigt, dass es diese Forderung von Seiten einiger Personen gibt. Doch er versichert, dass die Maßnahmen, die in den Kirchen gelten, Infektionen verhindern: „Mir ist nicht bekannt, dass es in der Kirche zu einer Ansteckung gekommen ist. Im Rahmen von kirchlichen Feiern ist, das zwar passiert, aber das war immer nach der Messe.“

Seit Mai letzten Jahres haben sich die Maßnahmen in den Kirchen nicht verändert: Gläubige müssen immer Mund- und Nasenschutz tragen, die Hände müssen beim Betreten der Kirche desinfiziert werden, es muss ein Mindestabstand von einem Meter in den Bänken und von eineinhalb Meter in den Gängen eingehalten werden und dementsprechend darf auch nur eine gewisse Anzahl an Personen in die Kirche. „Ein Ordnungsdienst kontrolliert, dass diese Anzahl nicht überschritten wird“, erklärt Runggaldier. Außerdem werden die Kirchenbänke regelmäßig desinfiziert und die Kirche selbst gelüftet.

Lesen Sie den gesamten Artikel in der Samstags-Ausgabe der Tageszeitung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (19)

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  • fcpichler

    Also, der Markt ,wo die Menschen so gut wie keinen Abstand halten .. die Kirche, die Geschäfte Schönheissaloons ,Friseure …usw alles offen?
    Bars , Restaurants geschlossen ???
    Zuerst wurden in öffentlichen Betrieben Vorsichtsmassnahmen verlangt die von den Betreibern FINANZIERT und natürlich eingehalten und respektiert wurden .. jetzt fast alles offen ausser die Gastronomie? Macht das Virus Unterschiede? Hat da jemand von den Verantwortlichen was gegen die Gastronomie?
    Angestellte im Gastgewerbe ca .18.000 Menschen ohne Arbeit .. Gehts noch?

  • drhonz

    Im Rahmen von kirchlichen Feiern sind Ansteckungen passiert, „aber immer nach der Messe…“
    Wie geil ist das dennn!? Unsere Priester erklären uns die Wirklichkeit… Ist halt eben ihr Job uns zu sagen was wir glauben sollen…

  • n.g.

    Ich bin ja kein Freund der Kirche aber in dem Fall ist die Ansteckung gering und sollte erlaubt sein.
    Gutes Beispiel dafür ist, Bruneck, Krankenhaus, Impfzentrum…. Zuerst bekommsz du die Nadel gesetzt, 2 Minuten Dauer, dann musst du 15 Minten warten und weil sie es irgendwie nicht hin bekommen die Bescheinigungen innerhalb dieser 15 Minuten auszuteilen sitzen dann 50 Leute in einem 10 mal 10 Meter grossem Raum wie die Sardinien eingepfercht, 1 Meter Abstand…. viele Begleiter der alten Leutchen stehen noch rum…. Das kanns nicht sein! Wenn man sich Covid holen will dann wahrscheinlich da! Da ist die Kirche dagegen ein REINRAUM!

  • andreas

    Sollte er heuer aufstehen und sehen was Draghi und der LH alles verboten haben, denke ich sowieso, dass er sich wieder hinlegt und die Ostermesse sich damit erledigt hat.

  • keinpolitiker

    Herr Runggaldier, sie können schon Recht haben mit Ihrer Meinung, aber es ist schon ingendwie interessant, dass in einigen Kirchen bis 200 Leute rein dürfen und Restaurants, wo alle Sicherheitsbestimmungen vollbracht worden sind, müssen geschlossen bleiben.

    Ist die Lobby Kirche wirklich so mächtig???
    Oder lassen sich unsere Politiker von der Kirche so einlullen???

    Alles was die Kirche an Maßnahmen gegen das Virus ergriffen hat, haben die Gastronomen auch gemacht und noch einiges mehr, dürfen aber trotzdem nicht öffnen.

    • 2xnachgedacht

      betn mit an meter abstand nebmanond und hintranond mit maske auf, isch holt decht awia ondrs als ban essn mit an metr abstand u ohne maske…u sich gegnübrsitzn u ban redn u lochn- unspudrn…

  • bernhart

    Die Kirche muss offen bleiben.
    Der Vatikan hat Finanzielle Problem, es kommen keine Besucher oder Pilger ,es kommen keine Spenden und am Endes des Liedes Geld regiert die Welt.
    So ist es auch bei uns, die ist gewohnt immer die Hand aufzuhalten.
    Würde alle Kirchen schließen wie die Gasthäuser.

  • batman

    Der HEILand der Erlöser der Befreier der HEILsbringer samt den HEILigen können nachhause gehen denn die Gläubigen sitzen mit Masken in der Kirche und erwarten das HEIL von der Spritze

  • andi182

    Vorbild Kirche.
    Alle anderen bleiben dafür länger zu.
    Beten kann man auch Zuhause .

  • rainerzufall

    Aber na klar, die Kirche ist ja soo sicher. Geschlossener Raum, keine Frischluft und meist ältere, daher anfälligere, Leute. Aber Sport im Freien in einer Mannschaft ist ja hochgefährlich. Merkt ihr eigentlich noch was?

  • franz66

    Als „sicher“ gelten: Messen und im allgemeinen die Kirchen, die Cafeterias in Krankenhäusern und Restaurants welche Landesbedienstete bewirten.
    *LOL*

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