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„Den Sauerstoff entziehen“

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Am Sonntag, den 21. März, wird der 26. nationale Tag des Gedenkens und des Einsatzes für die unschuldigen Opfer der Mafia begangen. In Bozen wird der Tag um 11 Uhr mit der Niederlegung von Blumen unter der Gedenktafel für die Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino am Gerichtsplatz (Borsellino Falcone Platz) begangen. 

 „Wir machen eine traumatische Zeit durch, die durch die Pandemie verursacht wurde, aber wir wollen trotzdem all der Frauen und Männer gedenken, die durch die organisierte Kriminalität getötet wurden. Es sind mehr als 1.000 Menschen, die ihren Einsatz gegen die Missbräuche und Verbrechen der Mafia mit ihrem Leben bezahlt haben. Viele dieser Morde bleiben bis heute ungesühnt, ein Umstand, der bezeugt, wie komplex und schwierig die Aufklärung von Mafia-Verbrechen ist“, erklärt Doriana Pavanello, Präsidentin des regionalen Unipolsai-Rats, einer Vereinigung, die für soziale Aktivitäten von CGIL, CISL und UIL, UNIPOLSAI, CNA, Confesercenti, Coopbund, Libera und Arci.
Auch die Partisanenvereinigung ANPI Südtirols nimmt an der Zeremonie teil.
Wie Licia Nicoli, Referentin von Libera für Südtirol, erklärt, ist der Tag des Gedenkens an die unschuldigen Opfer der Mafia auch eine Gelegenheit, daran zu erinnern, dass die Pandemie die Gefahr der Infiltration und Verbreitung krimineller Organisationen noch verstärkt. Mafias leben von Notlagen und sozialen Bedürfnissen und die riesigen Ressourcen, die für den wirtschaftlichen Aufschwung zur Verfügung stehen, sind ein sehr attraktiv für das organisierte Verbrechen, das immer auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern ist.
Laut Doriana Pavanello bedarf es gerade jetzt eines noch größeren Engagements, um eine Kultur der Legalität auf allen Ebenen zu verbreiten: in den öffentlichen Verwaltungen, in den Schulen, in der Zivilgesellschaft, denn der Kampf gegen das organisierte Verbrechen muss jeden betreffen und nicht nur die Polizei und die Justiz. „Der Kriminalität den sozialen und unternehmerischen Konsens zu entziehen, bedeutet, jeder Art von Mafia den Sauerstoff zu entziehen“, schließt die Präsidentin des regionalen Unipolsai-Rats.
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Kommentare (2)

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  • n.g.

    Was gedenkt man da?
    Der Unterschied zu früher ist nur der, dass due Kriminellen schlauer vorgehen und den Krieg nicht mehr auf die Straßen tragen. Sie wollen keine Aufmerksamkeit aber die Geschäfte gehen weiter weil der Staat es versäumt ihnen ihre Haupteinahmequelle, in Form von Drogen und dessen Legalisierung zu entziehen. Vin vernünftiger Steuer und Geldwäsche Überwachung usw. ganz zu schweigen
    Der Fisch stinkt in Italien vim Kopf her!

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