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Der Kampfsieg

Foto: HCB/Vanna

Findlay erlöst den HCB Südtirol  in der Verlängerung – Bratislava mit 2:1 auf die Heimreise geschickt.

Wie bereits in Spiel 1 vom letzten Freitag tat sich der HCB Südtirol Alperia auch in der heutigen Begegnung gegen hartnäckige iClinic Bratislava Capitals sehr schwer mit dem einzigen Unterschied, dass diesmal die Weißroten am Ende die Nase vorne hatten.

Nach einem passablen ersten Drittel mit einem Klassetor von Mike Halmo, fanden die Foxes in der Folge kein Mittel, zu einem weiteren Torerfolg zu kommen. Gründe dafür gab es mehrere: sechs durchwachsene Powerplay, schlechtes Zweikampfverhalten und (zu) viele Fehlpässe. Erst in der Verlängerung zündeten die Hausherren den Turbo und gewannen schlussendlich durch einen Energieanfall von Findlay Spiel 3 und führen nun in der Serie mit 2:1.

Das Match. Coach Greg Ireland konnte heute wieder auf Stürmer Deluca zurückgreifen, weiter out die beiden Verteidiger Di Perna und Stollery. Das Spiel war noch nicht angepfiffen, da stichelten sich Frank und Ahl gegenseitig an der Mittellinie, der Bozner holte sich 2+2 Strafminuten ab.

Trotzdem begannen die Foxes stark, zuerst wurde ein Treffer von Gazley wegen Torhüterbehinderung nach Videobeweis aberkannt, dann erzielte Mike Halmo ein Klassetor: er startete aus dem eigenen Drittel heraus einen unwiderstehlichen Alleingang, ließ einen  Verteidiger aussteigen und beförderte die Scheibe aus dem hohen Slot passgenau in die Kreuzecke. Chapeau! Bozen hatte in der Folge das Spiel meistens unter Kontrolle (Schussverhältnis 11:3), neutralisierte ohne Probleme drei Powerplay der Gäste, auch wenn die Verteidigung nicht immer sattelfest war. Möglichkeiten das Ergebnis in die Höhe zu schrauben hatten Findlay, Bardaro, Miceli, Catenacci und Bernard, der slowakische Goalie ließ jedoch keinen zweiten Treffer zu.

Die Weißroten nahmen im mittleren Abschnitt den Schwung aus dem ersten nicht mit  und so kamen die Capitals immer besser ins Spiel. Zu Beginn brachte Frigo bei einer Einzelaktion die Scheibe nicht an Coreau vorbei, auch Bardaro setzte den Puck nach einem weiteren Konter am Gehäuse der Gäste vorbei. Bozen hatte zusätzlich zwei Powerplay zur Verfügung und riskierte beide Male ein Tor zu kassieren, St. Irving hielt in beiden Fällen seinen Kasten sauber, wurde aber beim Ausgleich der Slowaken von seinen Vorderleuten in Stich gelassen: den ersten Versuch konnte er noch mit dem Schlittschuh abwehren, kein Bozner brachte die Scheibe unter Kontrolle und Kostsitsyn versenkte das Ding mit einer Direktabnahme. Kurz vor der zweiten Pause rettete der Bozner Goalie abermals bei einem Volleyschuss aus nächster Nähe von Hudec.

Die Foxes fanden auch im letzten Abschnitt kein Rezept gegen die Göäste, hatten zwar mehr Scheibenbesitz aber kaum zwingende Tormöglichkeiten. Auch drei weitere Überzahlsituationen blieben ungenutzt, lediglich bei einem abgelenkten Weitschuss von Robertson waren die Gäste im Glück, als die Scheibe an die Torstange kullerte. Fünf Minuten vor Ende verhinderte Irving mit einem weiteren Save gegen den allein vor ihm aufgetauchten Buc die Kapitulation seines Teams, für Bozen versuchte kurz darauf abermals Halmo mit einer Einzelaktion zu Erfolg zu kommen, blieb aber am Torhüter hängen.

So ging es die Verlängerung, wo die Foxes von Beginn an für gehörig Dampf sorgten: nach Distanzschüssen von Youds und Plastino und einer vergebenen Großchance von Halmo, die Coreau mit einer Glanztat zunichte machte, setzte Findlay mit einem Sololauf dem Spuk ein Ende.

Diesmal haben beide Teams einen Tag mehr für die Regeneration zur Verfügung und treffen sich am Freitag, 19. März, zu Spiel 4 in der Ondrej Nepela Arena von Bratislava (20,30 Uhr).

HCB Südtirol Alperia – iClinic Bratislava Capitals 2:1 OT (1:0 – 0:1 – 0:0 – 1:0)

Die Tore: 02:52 SH1 Mike Halmo (1:0) – 27:21 Sergej Kostsitsyn (1:1) – 64:50 OT Brett Findlay (2:1)

Schiedsrichter: Ofner/Piragic – Bärnthaler/Pardatscher
Zuschauer: hinter verschlossenen Türen

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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