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„Aus der Mottenkiste geholt“

Fridays For Future Southtyrol fordert: Der Recovery Found müsse dazu dienen eine resiliente und klimaneutrale Gesellschaft aufzubauen.
An diesem Investitonspaket entscheide sich, ob wir die Pariser Klimaziele erreichen werden.
In einer Aussendung schreibt Frydays For Future Southtyrol:
„Mit der Klimakrise rollt eine Krise auf die Menschheit zu, die, wenn wir nicht handeln, alle auch noch so schlimmen Folgen der Coronakrise in den Schatten stellen wird. Von der Klimakrise kennen wir aber – im Unterschied zur Coronakrise, welche uns unerwartet getroffen hat – die Ursachen, die möglichen Folgen und die Lösungen. Wir wissen auch, dass die Lösungen enorme Chancen für unsere Gesellschaft als ganzes bieten. Jetzt haben wir die einmalige Möglichkeit, den Weg hin zu einer resistenten Gesellschaft einzuschlagen.
Der Recovery Fund werde, als größtes Investitionsprogramm der EU, in dieser Hinsicht entscheidend sein. „Wir nehmen jetzt viel Geld in die Hand, Geld das wir uns von den kommenden Generationen borgen.“
Weiter heißt es in der Stellungnahme:
Wo investieren wir dieses Geld? In Richtung Vergangenheit und fossilem Kapitalismus oder in Richtung Zukunft und mit dem Ziel 2035 in einem klimaneutralen Südtirol zu leben?
Wir dürfen auf keinen Fall, wie in der Vergangenheit, den Fehler begehen, jeglichen Weg um die Wirtschaft wieder anzukurbeln gutzuheißen, ohne auf die sozialen und ökologischen Aspekte zu schauen. Sonst stehen wir in ein paar Jahren mit einem kaputten Planeten und einer kaputten Wirtschaft da.” So Zeno Oberkofler, Aktivist der Fridays For Future Bewegung.
Südtirol kann und muss in diese Richtung seinen Beitrag leisten. In erster Linie, in dem sich die Landesregierung in der Regionenkonferenz und im Römischen Parlament für diese Themen stark macht. In zweiter Linie, in den man auf lokaler Ebene versucht mit dem Geld vom Recovery Fund Projekte zu finanzieren, die eine ökologische und soziale Transformation einleiten können.
Man kann im Plan, den die Landesregierung für Südtirol vorgestellt hat, durchaus positive Ansätze erkennen. Leider hat es diesbezüglich fast überhaupt keine Gesellschaftliche Debatte gegeben, von Partizipation und Einbindung der Bevölkerung ganz zu schweigen, was wir durchaus kritisch sehen.
Es wurden hauptsächlich alte Projekte aus der Mottenkiste geholt, anstatt vorher einen Gesellschaftlichen Wandel anzudenken und dann dementsprechend Investitionen zu tätigen.
In wie fern ist dieses Investitionspaket ausreichend um die Klimaneutralität im Jahr 2035 in Südtirol zu erreichen? Der Versuch ist da, dass es reicht ist fraglich. Wir fordern mehr Mut: weniger Geld in Wasserspeicherbecken für Kunstschnee oder Marketing, mehr Geld für die Energiewende und für den erhalt der Biodiversität.“
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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