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Die Verunsicherung

Foto: lpa/unsplash

Der Sanitätsbetrieb Südtirol setzt die Impfung mit dem Impfstoff AstraZeneca fort. Italien hat eine bestimmte Charge aus dem Verkehr gezogen.

Nach Mitteilungen über unerwünschte Ereignisse in zeitlichem Zusammenhang mit der Verabreichung von Dosen einer bestimmten Charge des Impfstoffs von AstraZeneca hat die italienische Arzneimittelagentur beschlossen, den Impfstoff mit der Chargen-Nummer ABV2856 nicht mehr zu verwenden.

Gleichzeitig unterstreicht die italienische Arzneimittelagentur, dass derzeit kein kausaler Zusammenhang zwischen der Verabreichung des Impfstoffs und den unerwünschten Ereignissen bekannt ist.

Die dem Südtiroler Sanitätsbetrieb aktuell zur Verfügung stehende Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca gehören nicht dieser Charge an. Deshalb setzt der Südtiroler Sanitätsbetrieb die Impfung wie geplant fort. Anfang Februar hatte der Sanitätsbetrieb 2.520 Dosen dieser Charge erhalten und verimpft; es liegen bis jetzt keine Informationen über schwere Impfreaktionen vor.

Auch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) stellt fest, dass es zur Zeit keinen Hinweis darauf gibt, dass Fälle von Gerinnungsstörungen in Dänemark und anderen Ländern durch die Impfung mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca ausgelöst wurden.

Dieses Statement war nötig geworden, nachdem Dänemark und andere Länder die Verimpfung des Impfstoffes von AstraZeneca nach entsprechenden Berichten vorerst ausgesetzt hatten.

Der Sicherheitsausschuss der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) wurde bereits aktiviert, prüft die Hinweise und untersucht die mit der Charge gemeldeten Fälle sowie alle anderen Fälle von thromboembolischen Ereignissen und andere Vorkommnisse im Zusammenhang mit Blutgerinnseln, die nach der Impfung gemeldet wurden.

Die bisher verfügbaren Informationen zeigen, dass die Anzahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Personen nicht höher ist als in der Allgemeinbevölkerung.

Bis zum 9. März 2021 wurden 22 Fälle von thromboembolischen Ereignissen unter den 3 Millionen Menschen gemeldet, die im Europäischen Wirtschaftsraum mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca geimpft worden waren.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • winter

    An alle, die hier unbedingt gleich Impfskeptisches bzw. Impfkritisches posten möchten: Bitte den TZ-Artikel zuvor zu Ende lesen, da heißt es: „Die bisher verfügbaren Informationen zeigen, dass die Anzahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Personen nicht höher ist als in der Allgemeinbevölkerung.“

  • sukram

    Ich bin sehr vorsichtig bei solchen Aussagen. Die Presse ist schnell mit den Schlagzeilen. Da jedoch viele von uns wenig Gefühl für Statistik haben, kommt es oft zu Fehlbeurteilungen und Panik. Wenn jedoch jemand auf seine geplante Impfdosis verzichtet, dann nehme ich sie gerne…

  • eierkopf

    In anbetracht, dass mehrere Länder in Europa diese Chargen zum Teil ausgesetzt haben, wird es sicher einen triftigen Grund dafür geben. Ich glaube nicht, dass dies nur Jux ist. Wie kann man sagen, dass die bisher verfügbaren Informationen zeigen, dass die Anzahl der thromboembolischen Ereignisse bei geimpften Personen nicht höher ist als in der Allgemeinbevölkerung und das nach eineinhalb Monaten. Und noch was zur EMA https://www.youtube.com/watch?v=ma3dgvu14oE

    • winter

      @ eierkopf: Ja, die Chargen müssen auf jeden Fall überprüft werden, da bin ich der gleichen Meinung. Das ist vertrauensbildend, man sollte schon auf Nummer sicher gehen!

      Wieso der Artikel das mit den Informationen so sagen kann? Es sind die Informationen, die zur Verfügung stehen, eben die Informationen, die zur Verfügung stehen: Wenn es also keine Unterschiede bei den thromboembolischen Ereignissen bei Geimpften bzw. nicht Geimpften gibt, dann gibt es keine Unterschiede. Daraus folgt einfach, dass es keine messbare Korrelation zwischen Impfung und thromboembolischen Ereignissen gibt. Mehr Gesichertes kann man dazu auch nicht sagen, abgesehen von Einzelfällen, deren Ursachen – bei aller Tragik – nicht so einfach zu klären sind.

      Dein Link über die EMA ist hingegen nicht wirklich vertrauenswürdig; einen Youtube-Kanal erstellen geht leicht, und Quellen habe ich darin keine gefunden.
      Der folgende Link zu Güterzügen auf der Brennerbahn hat übrigens ein paar tausend Aufrufe mehr als dein zitierter Kanal, aber auch deutlich weniger Likes. Vielleicht rufen Güterzüge auch weniger Emotionen hervor als andere Theorien: https://www.youtube.com/watch?v=8_goPmuTcqQ

  • tirolersepp

    Aufpassen, warum setzen Dänemark und Norwegen Astrazeneca aus, sind alles teppen oder was ???

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