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„Rasche Lockerungen“

Die Handelskammer Bozen setzt sich dafür ein, dass angesichts sinkender Covid-19-Neuinfektionen sowie der relativ stabilen Situation bei den Krankenhausaufenthalten Lockerungen angedacht werden.

Die Südtiroler/innen sollten demnach wieder arbeiten dürfen, auch da das Infektionsgeschehen zu einem großen Teil im privaten Bereich stattfindet.

Die Corona-Neuinfektionen sind in Südtirol mittlerweile rückläufig und auch was die Zahl der Krankenhaus- sowie der Intensivpatient/innen betrifft, zeigt sich eine relative Stabilisierung. Selbst von Seiten der Wissenschaft wird dies bestätigt. Die Handelskammer Bozen setzt sich infolgedessen dafür ein, dass nun Lockerungen angedacht werden und die Wirtschaftstreibenden samt deren Beschäftigten wieder ihrer Arbeit nachgehen können.

Die Zahlen des Südtiroler Sanitätsbetriebs lassen bei genauer und vorsichtiger Betrachtung keinen Krankenhausnotstand erkennen, da sich die Anzahl der Patient/innen auf den Normalstationen verringert hat.

Dafür präsentiert sich die Situation der heimischen Wirtschaft verheerend: Von Oktober 2020 bis Februar 2021 verzeichnete Südtirols Wirtschaft einen Umsatzverlust von sage und schreibe 22,7 Millionen Euro pro Tag.

In Südtirol gibt es leider keine Erhebungen zum Infektionsumfeld, das heißt zu den Bereichen, wo sich die Menschen mit dem Virus anstecken. Betrachtet man jedoch die Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI), welche dieses in Deutschland seit Beginn der Corona-Epidemie untersucht, sticht ins Auge, dass es vor allem in den privaten Haushalten (30 Prozent) und in den Alten- und Pflegeheimen (31 Prozent) am meisten zuordenbare Fälle von Corona-Ausbrüchen gibt.

Noch deutlicher sind folgende Daten: Lediglich sechs Prozent der bundesdeutschen Fälle sind auf Ansteckungen am Arbeitsplatz zurückzuführen. In Gastbetrieben erfolgte sogar nur ein Prozent der Fälle.

„Geht man davon aus, dass sich die Situation in Südtirol ähnlich verhält wie in Deutschland, ist es nun höchst an der Zeit, dass die Südtiroler Unternehmer/innen und deren Mitarbeiter/innen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Für das Fortbestehen von vielen heimischen Betrieben, beispielsweise im Handel oder Tourismus, sind rasche Lockerungen überlebenswichtig“, so Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • wichtigmacher

    „Geht man davon aus, dass sich die Situation in Südtirol ähnlich verhält wie in Deutschland“ –
    Da hätten wir sicherlich nichts zu lachen, denn Deutschland ist gerade dabei in die dritte Welle hineinzuschlittern,
    Und ausgrechnet der, der im Frühjahr dem RKI den Marsch blasen weil Südtirol als Risikozone eingestuft wurde (incl. Reisewarnung) bezieht sich jetzt plötzlich auf obengenanntes Institut…….

  • schwarzesschaf

    Was wollt ihr lockern mit eine 250 schnitt im Gegenteil es wirf noch 2 wochen zu sein

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