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Aufgeschobene Fahrverbote

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Das Land will coronabedingt einen neuen Plan zur Reduzierung der NO2-Belastung ausarbeiten. Das Fahrverbot für Euro-4-Diesel in Bozen wird mindestens auf das kommende Jahr verschoben.

von Thomas Vikoler

Die Gemeinde Bozen drängte in der Vergangenheit wiederholt auf verschärfte Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität. Inzwischen ist sie es, die auf eine längerfristige Verschiebung der 2018 vom Land beschlossenen Diesel-Verbote drängt.

„Wir können es den Menschen nicht zumuten, dass sie sich angesichts der Krise neue Autos anschaffen müssen“, sagt Bozens Vizebürgermeister Luis Walcher. Er, und auch andere Gemeindeverwalter aus dem Raum Bozen, haben zuletzt beim Land entsprechend interveniert.

Zur Erinnerung: Das im Juni 2019 in Kraft getretene Fahrverbot in der Landeshauptstadt wurde im März 2020, mit Beginn der Corona-Pandemie, ausgesetzt. Am ersten Jänner dieses Jahres hätte das im Rahmen des Programms zur Beschränkung der Stickstoffdioxyd-Emissionen für die Jahre 2018-2023 ein zeitweises Fahrverbot für Euro-4-Diesel in Kraft treten sollen. Wiederum wegen des Corona-Notstandes wurde es – wie das Euro-3-Fahrverbot – vorerst bis Juni aufgeschoben.

„Es wird sicher nicht nach diesem Termin in Kraft treten, ein weiterer Aufschub ist notwendig“, sagt Umwelt-Landesrat Giuliano Vettorato. Dieser sei auch dadurch gerechtfertigt, dass die NO2-Belastung wegen des zweiten Lockdowns zuletzt zurückgegangen ist.

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