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„Gelder müssen fließen“

Werner Gramm (Foto: hds)

Die Südtiroler Großhändler im Nichtlebensmittel-Sektor kämpfen wegen der Corona-Pandemie mit Umsatzverlusten von 40 bis 85 Prozent.

Südtiroler Großhändler im Nichtlebensmittel-Sektor kämpfen seit Monaten mit gravierenden Ausfällen.

„Aufgrund der wiederkehrenden Lockdowns im Tourismussektor verzeichnen diese Betriebe schwerwiegende Umsatzverluste“, schildert Werner Gramm, Vertreter des Großhandels im hds, die derzeitige Lage.

Der durchschnittliche Umsatzverlust im Zeitraum April 2020 bis März 2021 liegt zwischen 40 und 70 Prozent – in den vergangenen drei Monaten auch bis zu 85 Prozent.

Eine Delegation von Großhandelsunternehmern hat sich vor kurzem mit hds-Präsident Philipp Moser und Direktor Bernhard Hilpold in einer Videokonferenz ausgetauscht, um auf diese prekäre Situation aufmerksam zu machen.

Moser erläuterte die zwei vorgesehenen Beitragsschienen des Landes. „Bis aber die Gelder nicht auf dem Konto der Unternehmer sind, können wir nicht beruhigt sein. Die Gelder müssen jetzt schnell fließen“, so der hds-Präsident.

Für viele Südtirols Großhändler steht 2021 unter einem sehr großen Fragezeichen, und die große Befürchtung ist, dass dieses Jahr wirtschaftlich noch düsterer verlaufen wird im Vergleich zu 2020. „Was wir jetzt benötigen sind Planbarkeit und Klartext, wann ein Wirtschaften wieder möglich sein wird. Dazu helfen könnten eine überschaubare Strategie und Kampagne bei den Impfungen. Die vielen Verordnungen bei den Lockdowns und die ständigen Veränderungen bei den Maßnahmen sind wenig behilflich“ erklärt Gramm.

Eine weitere klare Forderung der Großhandelsbetriebe ist die Unterstützung von Investitionen. „Für viele Betriebe des Non-Food-Sektors ist es zielführender, Beiträge für Investitionen im Tourismus vorzusehen, so wie es in Österreich, aber auch im Trentino angeboten wird. Langfristig ist eine solche Maßnahme nachhaltiger. Es besteht nämlich die Gefahr, dass sonst neue Investitionen in den touristischen Betrieben für längere Zeit ausbleiben“, betonten die verschiedenen Teilnehmer an der Videokonferenz. Diese Möglichkeit der Förderung soll nun im Rahmen der weiteren Verhandlungen mit den Landesstellen vorgebracht werden.

 

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