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Neue Maßnahmen am Bau

Foto: lvh/Manuela Tessaro

Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände haben zusätzliche Corona-Sicherheitsmaßnahmen für Baustellen beschlossen.

Südtirols Bauwirtschaft reagiert auf die beschleunigte Ausbreitung des Coronavirus. Das Kollegium der Bauunternehmer, die Sektion Anlagenbau des Unternehmerverbandes, der CNA-SHV und der lvh haben gemeinsam mit den Gewerkschaften eine Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen und die Schaffung von zusätzlichen Sicherheitsangeboten vereinbart.

„Die Sicherheit und der Gesundheitsschutz von Unternehmen und Mitarbeitern auf Baustellen haben seit Ausbruch von Covid-19 höchste Priorität. Bereits im Frühjahr 2020 haben die Sozialpartner umfangreiche Sicherheitsprotokolle sowie Handlungsanweisungen ausgearbeitet, um geschütztes Arbeiten möglich zu machen. Die epidemiologische Situation hat sich jetzt nochmal verschärft. Entsprechend wurde auf diese Notwendigkeit reagiert“, heißt es in einer Aussendung des lvh.

Zu den beschlossenen zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen gehören die Möglichkeiten für Unternehmen, wöchentliche Tests durchzuführen, der Einsatz von mobilen Teststationen, Contact-Tracing innerhalb der Betriebe, die Verstärkung von Beratungs- und Sensibilisierungsoffensiven durch die Sicherheitsexperten der bilateralen Körperschaft sowie Sensibilisierungskampagnen von Verbänden und Gewerkschaften.

„Die Einhaltung der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen ist für die Gesundheit am Arbeitsplatz unerlässlich. Vor allem durch regelmäßiges Testen kann die Verbreitung des Virus sofort eingeschränkt werden und in diese Vorkehrung wollen und müssen wir nun investieren“, so der lvh.

Dass die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit auf Baustellen gering sei, zeige ein Beispiel eines Südtiroler Bauunternehmens. Dieses ließ kürzlich sämtliche eigene Mitarbeiter sowie alle Mitarbeiter anderer auf der Baustelle tätigen Unternehmen (insgesamt 250 Personen) testen und erhielt kein einziges positives Testergebnis. Dies liege der Tatsache zugrunde, dass auf Baustellen ein Großteil der Arbeiten im Bausektor im Freien und meistens in mehr als Drei-Meter-Abständen erfolge. Insofern sei die Ansteckungsgefahr sehr gering.

Großen Wert legen die Sozialpartner auf die Sensibilisierung zur Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften. Dazu sollen Kampagnen gestartet werden. Zudem ist auch der Einsatz von mobilen Test- und Sensibilisierungsstationen angedacht, die durch das Land fahren und Baustellen besuchen. Dort soll neben der Einhaltung der Vorschriften auch die Möglichkeit der freiwilligen Testung vor Ort angeboten werden.

„Arbeitgeber und Arbeitnehmer nehmen ihre Verantwortung sehr ernst und möchten ihren Beitrag für sicheres Arbeiten auch in Zukunft leisten. Es liegt im Sinne der Unternehmen, aber auch der Mitarbeiter, dass die wirtschaftlichen Tätigkeiten im Bausektor aufrechterhalten werden können“, heißt es in der Aussendung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • derweissehelge

    Lächerlich!
    Würde Vorschlagen neue Massnahmen für die Büros!
    2/3 der Beamten herausjagen, damit auch diese arbeiten müssen und nicht von den Arbeitern mitfinanziert werden!

  • zusagen

    Ja wird auch mal Zeit. Wie es den Anschein hatte waren diese bisher von der Maskenpflicht befreit!?
    Ein laxes Verhalten der Verbände und Unternehmen war großteils Tatsache, also höchste Zeit dass auch diese ernsthaft mithelfen die Epidemie einzudämmen

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