Du befindest dich hier: Home » Kultur » Der Zweihundertfünfzigste

Der Zweihundertfünfzigste

Der Geiger Thomas Schrott hat Brixner Wurzeln und lebt heute ein vielseitiges musikalisches Leben zwischen Mailand und Luzern

Vor 13 Monaten hatten die Initiatoren der Südtirol Filarmonica  – Cornelia Goller, Isabel Goller, Michael Pichler und Zeno Kerschbaumer – gerade mal 24 E-Mail-Adressen von befreundeten Südtiroler Profi-MusikerInnen in der Hand. Jetzt ist dem Aufruf die 250. Anmeldung eingegangen.

Der Geiger Thomas Schrott hat Brixner Wurzeln und lebt heute ein vielseitig musikalisches Leben zwischen Mailand und Luzern. Seit 1995 ist er festes Mitglied des renommierten Schweizer Kammerorchesters „Festival Strings Lucerne”, mit dem er mehrmals auch als Solist aufgetreten ist. Schrott war außerdem über ein Jahrzehnt Konzertmeister des Mailänder Ensembles für neue Musik „Sentieri Selvaggi”, mit dem er eine ganze Reihe von CDs mit Werken italienischer und amerikanischer Komponisten aufgenommen hat. Seine Konzerttätigkeit, sowohl als Solist als auch als Konzertmeister, brachten ihn nach Nord- und Südamerika, Japan, Indien, Südafrika, Bahrain, Mauritius, Usbekistan, Spanien, Serbien, Kroatien, Montenegro, Türkei, Russland und Kuba.

Thomas Schrott freut sich: „Südtirol ist für mich eine Traumheimat. In meiner Tätigkeit als Geiger bin ich hauptsächlich in Luzern und Mailand tätig, da aber ein Großteil meiner Verwandtschaft in Völs, Brixen und Waidbruck lebt, zieht es mich immer wieder dorthin. Ich bin froh, dass die Agentin der “Lucerne Festival Strings” mich auf die Südtirol Filarmonica aufmerksam gemacht hat und ich so meinen Wurzeln auch musikalisch näherkommen kann. Ich freue mich auf die zukünftigen Auftritte, bei denen ich auch als aktiver Part in diesem Orchester mitwirken kann!“

Wie Thomas Schrott haben auch die anderen 249 Südtiroler MusikerInnen ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und gehen diesem innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen nach. Der Wirkungskreis der MusikerInnen erstreckt sich vornehmlich in Mitteleuropa, das historische Zentrum klassischer Musik, aber auch in Ländern wie Malaysia, USA, Australien und China.

Einige MusikerInnen spielen in weltberühmten Orchestern wie dem Orchestra del Teatro alla Scala di Milano, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Wiener Philharmonikern und dem New York Philharmonic Orchestra.

Die künstlerische Koordinatorin der Südtirol Filarmonica Isabel Goller: „Seit Anfang Januar letzten Jahres vergeht keine Woche ohne neue Anmeldungen.

Isabel Goller, die künstlerische Koordinatorin der Südtirol Filarmonica, hierzu: „Seit Anfang Januar letzten Jahres vergeht keine Woche ohne neue Anmeldungen. Ich bin mir sicher, dass noch einige Südtiroler Profi-MusikerInnen hinzukommen werden. Die Begeisterung für das Projekt-Orchester Südtirol Filarmonica ist riesig: endlich bekommen diese international tätigen und anerkannten Südtiroler MusikerInnen eine Bühne in ihrer Heimat. Gemeinsam werden sie vor ihren Familien, Verwandten, Freunden und Landsleuten auftreten und sie mit ihrem Können begeistern. Zudem freuen sich die MusikerInnen auf das gegenseitige Kennenlernen.”

Isabel Goller weiter: “Die MusikerInnen stammen praktisch aus jedem Tal und aus jedem Ort Südtirols; auch sind alle 4 Sprachgruppen vertreten. Damit steht fest: Südtirol kann stolz auf die erfolgreiche, internationale Tätigkeit seiner ProfimusikerInnen sein.”

Die Orchesterbesetzung

30 Frauen und 34 Männer bilden die Orchesterstärke von 40 Streichern, 18 Bläsern, 4 Schlagzeugern, 1 Harfe und 1 Klavier. Die Jüngste in der Runde ist die 18-jährige Giulia Dainese aus Eppan. Mit 16 Jahren ging Giulia nach England, wo sie sich in Manchester an der Chetham’s School of Music weiterbildete und dort maturierte. Aktuell absolviert sie am Konservatorium Bozen das Bachelorstudium Violine. Der Erfahrenste ist der 64-jährige Hansjörg Profanter aus Villnöss, der seit 1979 als Solo-Posaunist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks das Publikum begeistert.

Die 64 Mitglieder der Südtirol Filarmonica und Dirigent Michael Pichler werden am Montag, 3.5.2021, in Toblach eintreffen und gemeinsam an vier Probetagen das Programm erarbeiten. An den Wochenendtagen 7. bis 9. Mai finden dann die drei Konzerte in Toblach, Bozen und Meran statt, ehe die MusikerInnen wieder an ihre Wirkungsstätten zurückkehren.

Die Debüt-Konzertreihe findet am Freitag 7. Mai 2021 im „Gustav-Mahler-Saal“ in Toblach, am Samstag 8. Mai 2021 im „Auditorium“ in Bozen und am Sonntag 9. Mai 2021 im „Kursaal“ in Meran statt. Auf dem Programm stehen:  Johann Rufinatscha – Ouvertüre in c-moll, gor Stravinsky – „Der Feuervogel“ Suite 1919 und Antonín Dvorák – Sinfonie Nr. 9 e-moll „Aus der neuen Welt” op. 95. Der Dirigent, Michael Pichler, ist begeistert: „Es könnte nicht passender sein! Die Südtirol Filarmonica wird ihr Debüt mit einer Ouvertüre des Südtiroler Komponisten Johann Rufinatscha eröffnen.”

Info: www.suedtirol-filarmonica.it

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen