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Soziale Innovation

unibz building

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Freien Uni Bozen stellt neue Beobachtungsstelle für soziale Innovation vor.

OISIS (Observatory on Social Innovation and Social Entrepreneurship in South Tyrol) wurde mit Unterstützung desLandesamts für die Entwicklung des Genossenschaftswesens der Autonomen Provinz Bozen eingerichtet. Die Beobachtungsstelle wird die Aufgabe haben, die Welt der sozialen Innovation in Südtirol zu untersuchen mit dem Ziel, einen unternehmerischen Ansatz bei der Lösung sozialer Probleme und nachhaltiger Entwicklungsziele zu entwickeln. Vorgestellt wird OISIS online am Mittwoch, 24. Februar 2021.

Welche Formen des sozialen Unternehmertums gibt es derzeit bereits in Südtirol und welche Innovationen benötigt es in diesem Bereich? Prof. Alessandro Narduzzo, Valeria Cavotta und ihr Forschungsteam an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften haben dank der finanziellen Unterstützung und der Zusammenarbeit mit dem Amtfür die Entwicklung des Genossenschaftswesens das Projekt OISIS, das Observatorium für soziale Innovation und soziales Unternehmertum, initiiert.

OISIS (E-Mail, Webseite und Facebook) kann als natürliche Weiterentwicklung des Social Impact Lab betrachtet werden, einem Coaching- und Begleitprogramm für (angehende) Sozialunternehmer*innen, die in einer ersten Phase rund 30 Projekten eingebracht hatten. Gefördert wird OISIS vom Interreg Italien-Österreich Projekt SIAA, um drängenden sozialen Herausforderungen der Alpen-Adria-Region aus einer unternehmerische Logik zu begegnen. Dabei verfolgt OISIS zwei Ziele: einerseits eine Analyse sozialer Innovationsökosysteme und ihrer nachhaltigen Entwicklungsziele, andererseits die Implementierung eines unternehmerischen Ansatzes bei Gründung wie Entwicklung von Sozialunternehmen.

Mehrere Initiativen begleiten die ehrgeizigen Ziele, darunter ein Schulungsangebot (Kurse und Workshops), das im Rahmen des Studium Generale der unibz in Zusammenarbeit mit den vier in der Region Südtirol tätigen Genossenschaftszentren (Coopbund, Raiffeisenverband, Cooperdolomiti, AGCI) angeboten wird. Der erste dieser Kurse richtet sich an bestehende Genossenschaften und Sozialunternehmen und bietet eine Bewertung des Geschäftsmodells, der Dienstleistungen und Produkte an. Weitere von OISIS entwickelte Themen sind die Anwendung des Open-Innovation-Modells bei sozialen Innovationen sowie die Idee, das Wachstum sozialer Unternehmen als Lernpfad zu begreifen, um die Wirkung der vorgeschlagenen Innovationen zu erhöhen.

„Genossenschaften sind seit jeher ein wesentlicher Teil der Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur in Südtirol. Sie sind eine Verbindung aus sozialer Verantwortung und Wirtschaftlichkeit. Darum ist es wichtig, dass besonders im Rahmen des Genossenschaftswesens die Innovation angekurbelt wird. In diesem Moment der allgemeinen Verunsicherung wollen wir Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und den sozialen Unternehmen Instrumente geben, sich für neue Herausforderungen zu rüsten. Das Projekt OISIS liefert hierzu einen wesentlichen Beitrag“, so der zuständige Landesrat Thomas Widmann.

Wie Prof. Narduzzo betont, „ist Südtirol eine Region, in der das Ehrenamt, die Vereine und die Zusammenarbeit äußerst aktiv sind; mit unserem Vorschlag wenden wir uns an diese Welt des Genossenschaftswesens und auch an unsere Studierenden, um eine auf dem Unternehmertum basierte Handlungsperspektive zu eröffnen, die bereits bei der Entwicklung innovativer Lösungen der Logik einer wirtschaftlichen Rationalität entsprechen. Der Weg ist oftmals schwierig, da nur ein kleiner Teil neu gegründeter Unternehmen auch überlebt. Andererseits erfordert die Radikalität der Problemstellung einen Perspektivenwechsel – eine Herausforderung, die wir annehmen möchten.“

Prof. Alessandro Narduzzo und Valeria Cavotta, Dozentin für Social Entrepreneurship im Masterstudiengang Entrepreneurship und Innovation an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, stellen die Aktivitäten des OISIS Observatory im Rahmen einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 24. Februar von 15.30 bis 17 Uhr vor. Die Direktorin des Amtes für die Entwicklung des Genossenschaftswesens, Manuela Paulmichl, wird die Ausgangsituation und die Zielsetzung erläutern. Einleitende Grußworte sprechen Prof. Ulrike Tappeiner, Präsidentin der Freien Universität Bozen, und der zuständige Landesrat Thomas Widmann.

Interessierte Teilnehmer*innen können sich unter diesem Link anmelden: http://bit.ly/OISIS_Kickoff

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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