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Die neue Regierung


Ministerpräsident Mario Draghi hat seine neue Regierung vorgestellt. Die FI-Politikerin Mariastella Gelmini wird Regionenministerin. DIE REAKTIONEN.

So sieht das neue Kabinett Draghi aus:

Luigi Di Maio (M5S) Außenministerium

Luciana Lamorgese Innenministerium

Marta Cartabia Justiz

Daniele Franco Wirtschaft

Lorenzo Guerini (Pd) Verteidigung

Giancarlo Giorgetti (Lega) Wirtschaftsentwicklung

Stefano Patuanelli (M5S) Landwirtschaft

Roberto Cingolani Ökologischer Wandel

Dario Franceschini (Pd) Kultur

Roberto Speranza (Leu) Gesundheit

Enrico Giovannini Infrastrukturen

Andrea Orlando (Pd) Arbeit

Patrizio Bianchi Bildung

Cristina Messa Universität

Federico D’Incà (M5S) Beziehungen mit dem Parlament

Vittorio Colao Technologische Entwicklung

Renato Brunetta (Forza Italia) Verwaltung

Maria Stella Gelmini (Forza Italia) Regionen

Mara Carfagna (Forza Italia) Süden

Elena Bonetti (Italia Viva) Gleichstellung

Erika Stefani (Lega) Menschen mit Behinderung

Fabiana Dadone (M5S) Jugend

Massimo Garavaglia (Lega) Tourismus

Die ersten Reaktionen liegen bereits vor:

In der Südtiroler 5-Sterne-Bewegung ist die Enttäuschung groß: „Hätten wir heute abgestimmt, würden 80 Prozent Nein sagen.“

SVP-Senatorin Julia Unterberger erklärt:

„Ich hab auf 50% Frauen gehofft, von den Linksparteien ist keine einzige Frau vertreten. Die Regierung ist viel politischer als gedacht und was Gelmini als Regionenministerin für eine Ausrichtung haben wird, bleibt abzuwarten. Von den Legavertretern sind zum Glück nur sehr gemäßigte Persönlichkeiten vertreten. Das könnte die Gewähr für das Funktionieren der neuen Regierung sein. Und ich hoffe, dass die Autorität von Draghi sich durchschlägt. Er sagt kein Wort zu viel, das ist sehr wohltuend im Vergleich zum barocken Redefluss der meisten italienischen Politiker. Im Grunde hat er ein großes Gleichgewicht zwischen den Parteien hergestellt. Und er hat gleichzeitig für Kontinuität mit Conte 2 gesorgt, 7 Minister wurden bestätigt. Außerdem hat Draghi in die Schlüsselpositionen seine Vertrauten gesetzt. Das neue Umweltministerium hätten vielleicht die 5 Stelle erhalten sollen. Ich hatte gehofft, dass Conte Außenminister und Di Maio Umweltminister wird. Zu Draghi hat ein Journalist gesagt: in bocca al lupo und er hat geantwortet: crepi il lupo. Das ist ja schon mal ein Signal an die Südtiroler.“

Sehr zufrieden mit der Auswahl ist die FI-Politikerin Michela Biancofiore.

Biancofiore versichert gegenüber TAGESZEITUNG ONLINE: „Gelmini ist eine überzeugte Föderalistin und Autonomistin.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (43)

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  • summer

    Dies ist der Abgesang auf die heiligen Kühe: nun werden die Reichen Federn lassen müssen, die bisher nichts durch Corona verloren haben: Pensionisten, öffentlich Bedienstete und Immobilien- und Kapitalbesitzer.
    Freue mich schon auf Andreas Maulereien: Hai voluta la bici ora pedala.

    • morgenstern

      @summer
      …, und ein „Abgesang“ ist zweifelsfrei der eines Besitzlosen.

    • george

      „summers“ Gesang ist weder „Abgesang“, noch sonst einer, sondern nur sinnlose Worthülsen, meist bespickt mich Arroganz, falschen Zuordnungen und Untergriffigkeiten, so wie es von „Tölpeln“ zu erwarten ist.

      • summer

        @george
        @yannis
        @fritz5
        @asterix
        Ich staune über die gelieferten Argumente. Alle gemeinsam pure Plärrer ohne ein einziges Argument zum Thema.
        Mimimimi

        • george

          ’summer‘, bestätigst hiermit genau das, was ich vorher über deine ‚Abgesangstheorie‘ vermerkt habe. Leeres Bla, Bla, passend auf ’summer‘ selber.

          • summer

            @george
            Der wievielte Kommentar von dir ohne jedwedes Argument allein bei diesem Artikel ist das?
            Na dass es dir nicht langsam zu blöd wird, solchen Topfen hier zu schreiben, du Plärrer.
            Mimimimi

    • issy

      @summer
      Nein, der Mittelstand wird Federn lassen müssen, wer sonst?

      Bei den Geringverdienern ist nix mehr zu holen und ein Goldmann Sachs Mann wird garantiert nicht die internationalen Konzerne angehen, auch weil er weiß, dass das vergeudete Energie wäre.

    • bilanz

      @summer: Schön wär es wenn du Recht hättest… aber ich befürchte da Gegenteil – der Bankentechnokrat Draghi, dem stets die Banken mehr am Herz lagen als die Steuerzahler wird wohl seinen Stil weitermachen… da bluteten wieder die Kleinen…

      • summer

        @bilanz
        Ich denke, dass zwei Aspekte gegen deine Theorie sprechen, was dann ja aber auch in deinem Interesse liegen dürfte:
        1. Die Bankenrettung war 2009 notwendig, um den Euro insgesamt zu retten. Klar ging es auf Kosten aller BürgerInnen, aber daraus hat selbst Draghi gelernt.
        2. Seine jetzige Position ist nicht mehr die EZB, sondern Ministerpräsident in Italien, und da weiß er, dass er bei den Kleinen nichts mehr holen kann, und wo die Knete tatsächlich ist.
        Denn mit Italien konnte er als EZB Präsident nur deshalb so nachsichtig sein im Aufkaufen der Staatstitel, weil das Land reicher ist als Deutschland: von den Spareinlagen bis zu den Eigenhausanteilen: beides um ein Vielfaches höher als in D.

      • summer

        @issy
        Dieses Mal wirst du dich täuschen, denn meinst du wirklich, dass Draghi nicht weiß, dass vom kleinen Arbeiter inzwischen nichts zu holen ist?

        • issy

          @summer
          ? , wo habe ich das behauptet, dass das Draghi nicht wüsste?

          Ich vermute nur, dass ers von den Reichen, wie Sie es behaupten auch nicht holen wird und reich bedeutet für mich ab 10 Millionen aufwärts.

          Kaum jemand behauptet wie Sie, dass Beamte und Pensionisten zu den Reichen zählen. Diese Gruppen zählen normalerweise zum Mittelstand.
          Die Reichen, wissen wie sie ihr Vermögen vor dem Fiskus verstecken können, also wirds den Mittelstand treffen, denn gegen das Großkapital/internationale Konzerne die kaum Steuern zahlen wird gerade Draghi eben nicht vorgehen.

          • summer

            @issy
            Allein schon die Linie ziehend, dass jemand erst ab 10 Millionen reich sei, zeigt schon recht gut, dass Sie von Arbeitern und Reichen keine Ahnung haben. Ein normaler Arbeiter ohne irgendwelche Hinterziehungen oder Erbschaften wird in seinem grsamten beruflichen Leben nur knapp an der Grenze von einer Millionen kratzen, und da hat er noch nicht 45 Jahre sein täglich Brot finanziert, denn die italienischen Löhne kennt man reichlich. Dass Sie also mit einer solchen Größenangabe Null Ahnung von Arbeitern haben, ist auch klar, denn kein Arbeiter hat 10 Berufsleben. Traurig traurig, hier Zitate von x-beliebigen Denken bringen und gescheit reden, aber nachweislich weit weit weg vom realen Leben.

          • issy

            @summer
            mag sein, dass die Latte mit 10 Millionen zu hoch gegriffen ist, 1 Million ist für Südtirol aber definitiv zu nieder, wäre mir nie eingefallen, dass z.B. unsere Dorfgasthäuser Treffpunkt reicher Leute wären.
            Pensionisten und Beamte als Reiche zu bezeichnen kann man zwar machen, man redet dann aber mit solch schrägen Definitionen aneinander vorbei.
            Arbeiter, die immer wieder schauen müssen wie sie die nächste Zahnarztrechnung derzahlen würde ich in Südtirol auch nicht mehr zum Mittelstand zählen, sondern zu den Armutsgefährdeten.

          • summer

            @issy
            Belegen Sie, wo ich Pensionisten als reich bezeichne. Ansonsten bleibt es eine leere Unterstellung.
            Nun sagen Sie mir worin es falsch ist dass jemand, der 1500€ Pension oder Gehalt während der ganzen Pandemie regelmäßig bekommen hat, während der Arbeiter mit demselben Gehalt in Lohnausgleich musste und vielleicht 800€ monatlich bekommen hat. Dabei haben diese Leute alle ein Eigentum zum Wohnen und somit niemand Anrecht auf eine Unterstützung vom Land während der Pandemie.
            Nun, ist das sozial gerecht, wenn die einen 0 Cent durch die Pandemie verloren haben und die anderen Tausende €?
            Die genannten hier sind alle nicht reich, aber sozial gerecht abgefedert ist die Pandemie hier nicht.
            Und wer schreit nach Lockdown (Pensionisten und öffentlich Bedienstete) und wer muss verzweifelt zum Coronaleugner (im Lohnausgleich) werden? Wobei ich Corona-Leugnung und Corona-Verharmlosung entschieden ablehne
            Damit ist alles gesagt, wo Draghi die Knete holen wird. Da werden noch einige staunen, aber das ist gut so.

    • laltrascuola

      @ summer Pensionisten und oeffentlich Angestellte kann man doch nicht mit Immobilien- und Kapitalbesitzer gleichsetzen oder sls ‚reich‘ bezeichnen..

      • summer

        Wer spricht denn da von reich?
        Sie sind von der Corona-Pandemie finanziell unberührt geblieben, sodass sich hier eine sehr berechtigte Frage auftun wird, wo der soziale Ausgleich zwischen den Pandemiegeschädigten und den -ungeschädigten bleibt, denn die genannten lachen sich grad ordentlich ins Fäustchen.

  • eierkopf

    @asterix
    Genau deiner Meinung

  • issy

    Ja sicher Frau Unterberger, wir sollten uns in dieser Krise weiterhin den Luxus von Quotenfrauen (denn Quotenregelungen bedeuten immanent, dass nicht die Fähigsten ans Ruder kommen) in der Regierung gönnen, das klappt ja grad mit Ursula von Leyen bestens^^

  • manfred

    Gelmini in Kombination mit Brunetta…kann für Südtirol kaum gut gehen…

  • batman

    UNTER DRAGHI WERDEN WIR ALLES VERLIEREN UND DIE REICHEN WERDEN NOCH REICHER WERDEN

    https://m.youtube.com/watch?v=iDJX08ghpwI

    • bilanz

      @batman: Das befürchte ich auch… Draghi haben die Probleme der Steuerzahler noch nie interessiert… und ein Draghi, der einen Di Maio als Außenminister duldet, der hat bei mir schon 90 % des Vertrauens verloren… außer er meint, das er mit diesem „Holblopp“ an dieser Stelle die Außenpolitik im Endeffekt selber macht???

  • hallihallo

    bei den linksparteien ist keine frau vertreten? bei rechts sind frauen vertreten , aber die falschen ? ja da hat die unterberger wohl falsch abgestimmt oder muß jetzt der gelmini schöne augen machen , statt ihrem conte. der kommt ja anscheinend bald über eine scheinwahl in der toskana zurück ins parlament. gestern per fußtritt durch die tür geflogen und heute heimlich durchs fenster geschlichen. aber das hatte ja auch monti gesagt: ich werde nie ein politiker sein und hat sich kurz darauf als senator auf lebenszeit wählen lassen und sitzt dort immer noch.

  • vinsch

    @hallihallo genau das ist das Ziel, Conte will ins Parlament über eine Scheinwahl, denn er will auf gar keinen Fall zurück in den Alltag ….
    Mit Gellmini wird es dank Unterberger hart, denn Unterberger ist undiplomatisch und hat es sich mit allen Parteien in Rom vertan

    • novo

      Kennen wir schon!
      Jede Wahl die nicht passt, war Betrug.
      Erkennen natürlich nur die Erleuchteten!

    • wollpertinger

      Die Unterberger war mit dem Conte ein Herz und eine Seele… Ihr kann man nicht vorwerfen, dass sie es sich mit allen vertan hat. Im Gegenteil: Sie war immer viel zu unterwürfig. Mit der Gelmini wird Diplomatie aber wenig helfen, das hat bei Rechtsextremisten noch nie etwas gebracht. Als Südtiroler sollte man das wissen. Da würde auch alles Schleimen der Unterbergerin nichts nützen.

  • heustadel

    dieser regierung gebe ich ein jahr

  • homoerektus

    Ich wette in 6 Monate kotz ganz Südtirol.

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