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29 Millionen Reingewinn

Die Sparkasse hat am Dienstag die vorläufigen Ergebnisse genehmigt: Der Reingewinn steigt auf 30,3 Mio. Euro auf Gruppenebene und auf 29,0 Mio. Euro auf Bankebene. 

Der Verwaltungsrat der Südtiroler Sparkasse hat am Dienstag unter dem Vorsitz des Präsidenten Gerhard Brandstätter die vorläufigen Ergebnisse auf Bank- und Gruppenebene für das am 31. Dezember zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2020 genehmigt.

„Selbst in einem Jahr, das von den Auswirkungen der Gesundheitsnotstands wesentlich geprägt war, konnte die Sparkasse ihre Leistungsfähigkeit bestätigen und ausbauen sowie, mit der richtigen Ausgewogenheit hinsichtlich Risikobegrenzung, dem Territorium die notwendige Unterstützung zukommen lassen. Besonders hervorzuheben ist dabei der Zuwachs an Krediten von über 10%“, so heißt es in einer Aussendung.

Nachstehend die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • ✓  Ergebnis – Der erwirtschaftete Reingewinn der Gruppe steigt auf 30,30 Millionen (Mio.) Euro im Vergleich zu den 29,34 Mio. Euro im Vorjahr (+3,3%). Der Reingewinn der Bankbeläuft sich auf 28,96 Mio. Euro im Vergleich zu den 27,02 Mio. Euro Ende 2019 (+7,2%).
  • ✓  Risiken Kreditportfolio – Die Kennzahl betreffend die Problemkredite sinkt auf brutto 5,3% und entspricht einem Netto-Wert (abzüglich der Rückstellungen) von 1,8%. 2019 betrugen die zwei Werte 6,4% bzw. 2,3%.
  • ✓  Hoher Deckungsgrad für Problemkredite: 67,83% der Risiken abgesichert. Somit zählt die Sparkasse zu den besten Banken Italiens und verfügt über eine solide Basis, um mit Zuversicht in die Zukunft blicken zu können.
  • ✓  Solidität – Die Sparkasse konnte alle Vermögenskennzahlen im Vergleich zum Vorjahr weiter optimieren: Die harte Kernkapitalquote CET1 Ratio steigt auf 13,83% im Vergleich zu 13,04% im Jahr 2019. Dieser Wert liegt über den Durchschnittswert vergleichbarer Kreditinstitute. Dies ermöglicht es der Bank ihre Aktivitäten, dank einem Kapitalüberschuss von 6,38% im Vergleich zu den von der Aufsichtsbehörde festgelegten Mindest- Vermögenskennzahlen (SREP 2020), entsprechend auszubauen.
  • ✓  Effizienz – Die Kennzahl Cost Income Ratio, welche die Effizienz bewertet und das Verhältnis zwischen Betriebskosten und Erträgen der Gruppe ausdrückt, beträgt 64,75%und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr bedeutend verbessert (71,34%).Mit steigenden Einlagen und Ausleihungen wurden auch im Bankgeschäft ausgezeichnete Resultate erzielt:
  • ✓  Die direkten Einlagen, d.h. Einlagen auf Konten, Depots und Anleihen, wachsen auf 7,1 Milliarden (Mrd.) Euro (+10,5%). Die kontinuierlichen Zuwächse in den letzten Jahren bezeugen das Vertrauen der Kunden gegenüber der Sparkasse.
  • ✓  Das Vermittlungsgeschäft, d.h. die Anlagen in Investmentfonds, einer der wichtigsten Parameter einer Beraterbank, steigt auf die Rekordhöhe von 1,799 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 9,4% gegenüber 2019 und zeigt, dass die Kunden die hohe Dienstleistungsqualität in der Vermögensberatung wertschätzen.
  • ✓  Die Gesamtvolumina, die sich auf den Geschäftsbereich der Direktion Privat Banking beziehen, wo vermögensstarke Portfolios betreut werden, steigen auf rund 2 Mrd. Euro und führen zu einer Konsolidierung der Marktanteile in diesem für die Bank strategischen Segment.
  • ✓  Die Kredite gegenüber Kunden belaufen sich auf 6,48 Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 10,8% gegenüber 2019 entspricht, eine Bestätigung der wichtigen Unterstützung der Bank in den Territorien, in denen sie tätig ist, vor allem in dieser schwierigen Phase, die wir derzeit erleben.
  • ✓  Die Ausgabe von neuen Krediten an Private und Unternehmen beträgt 1.450 Mio. Euro; dies entspricht einer Zunahme von 26,8% gegenüber dem Vorjahr. Davon sind knapp 450 Mio. Euro COVID-Finanzierungen, die an Kunden gewährt wurden, denen günstigere Zinssätze infolge der Staatsgarantien eingeräumt werden konnten.

Präsident Gerhard Brandstätter erklärt:

„2020 war ein Jahr, in dem mit COVID-19 ein für alle unerwartetes Ereignis eingetreten ist. Wir haben unser Möglichstes getan, um Familien und Unternehmen zu unterstützen. Insbesondere die Gewährung von Tilgungsaussetzungen hat es vielen Kunden ermöglicht, ihre Finanzmittel für vorrangige Bedürfnisse zu nutzen. Wir sind überzeugt, dass die Banken in der aktuellen Krise für jene die sich in Schwierigkeiten befinden, bei der Suche nach Lösungen eine wichtige Rolle spielen. Wir sind mit den Ergebnissen der Bank zufrieden; diese bestätigen, dass unsere Sparkasse ihre Aufgaben auch in dieser komplexen Situation, in der wir uns befinden, wahrnimmt. Dank dieser Resultate wird es möglich sein, nach entsprechender Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden, eine angemessene Dividendenausschüttung vorzuschlagen, die Wohlgefallen bei unseren Aktionären finden wird.“

Vize-Präsident Carlo Costa fügt hinzu:

„Wir sind stolz, dass unsere Bank ihre Leistungsfähigkeit und Solidität auch im COVID-Zeitalter bestätigen konnte und in den Territorien, in denen sie tätig ist, eine wichtige Referenz darstellt.“

Der Beauftragte Verwalter und Generaldirektor Nicola Calabrò erklärt:

„Wir arbeiten weiterhin mit großem Einsatz, allerdings unter anderen Voraussetzungen wie gewohnt. Die Bank hat die Herausforderungen des Gesundheitsnotstandes gemeistert und dabei die Kontinuität ihrer Geschäftstätigkeit gewährleistet. Trotz des widrigen Umfeldes wurden die gesetzten Ziele erreicht; alle wichtigen Kennzahlen konnten verbessert werden. Das Kreditwachstum von über 10% ist vielleicht der wichtigste Faktor, denn es bestätigt unsere Entschlossenheit, die lokale Wirtschaft in einer schwierigen Phase zu unterstützen. Eine weitere Stärke besteht im kontinuierlichen Rückgang der Risiken. Dies ermöglicht uns, selbst in einer ungewissen Zeit, wie wir sie derzeit durchleben, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.“

Vermögensübersicht der Gruppe:

  • ✓  Die direkten Einlagen belaufen sich auf 7,096 Mrd. Euro und sind damit etwa gleich hoch wie im Vorjahr (7,106 Mrd. Euro); abzüglich der Marktoperationen MTS Repo ist ein Zuwachs von 10,5% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.
  • ✓  Das Vermittlungsgeschäft erreicht 1.799 Mio. Euro mit einem Zuwachs von 9,4% gegenüber dem Vorjahr (1.645 Mio. Euro).
  • ✓  Das Versicherungsgeschäft erhöht sich auf 1.082 Mio. Euro mit einer Steigerung von 5,9% zum Vorjahr (1.023 Mio. Euro).
  • ✓  Die Ausleihungen an Kunden belaufen sich auf 6,475 Mrd. Euro mit einer Erhöhung von 10,8% gegenüber dem Vorjahr (5,845 Mrd. Euro).
  • ✓  Die Problemkredite belaufen sich auf 340 Mio. Euro gegenüber den 372 Mio. Euro Ende 2019 und reduzieren sich somit um 8,5%.
  • ✓  Die Bilanzsumme erhöht sich auf 10,2 Mrd. Euro mit einem Zuwachs von 6,5% gegenüber Ende 2019.Gewinn- und Verlustrechnung der Gruppe:
  • ✓  Der Zinsertrag beläuft sich auf 139,4 Mio. Euro (+8,6%).
  • ✓  Der Provisionsertrag beträgt 83,1 Mio. Euro (+1,2%) und erreicht somit einen neuen Höchststand.
  • ✓  Die Betriebskosten belaufen sich auf 158,2 Mio. Euro. Abzüglich der Rückstellungen für Risiken und Verbindlichkeiten beträgt der Zuwachs 2,5% zurückzuführen auf Investitionen und neue Projekte für das Wachstum.
  • ✓  Der Bruttogewinn aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 46,2 Mio. Euro (+2,2%).
  • ✓  Der Reingewinn beträgt 30,3 Mio. Euro (+3,3%).
Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • homoerektus

    Super Kompliment, hoffentlich bekomme ich 10 € Cents für meine verlorene tausende € a Aktien die ich mit guten und vollem Vertrauen von der ersten Bank Südtirols gekauft habe. Ach noch was bitte unterbreitet mir einen exklusiven Angebot für einen weiteren Kauf von Aktien. Ihr wisst ja, ein Esel bleibt immer ein Esel. Danke vielmals

  • exodus

    @homoerektus Machen Sie sich keine falschen Hoffnungen, das verlorene Geld müssen Sie abschreiben und vergessen. Sie werden bestimmt gemerkt haben: Die Sparkassenaktien sind von 12,50€ auf 8,50 weiter abgestürzt. Was aber besonders auffällt, um die 0,2% „Kapitalsteuer“ an den Staat zu bezahlen, wird der Aktienwert über 9€ hergenommen. Also der Italiener würde sagen:
    BECCO E BASTONATO, leider sind davon über 2600 Aktionäre betroffen, die nichts ausrichten können, traurig!!!

  • diplomat

    Das zeigt mal wieder welch verlogenes und dreckiges Pack die Banken sind – nicht nur in unserem Land. Mit der Corona-Krise haben sie noch satte Gewinne eingefahren, denn die Tilgungsaussetzung für die Hoteliere usw. haben sie sich ordentlich bezahlen lassen – mehr als in normalen Zeit. Wenn die Sparkasse schon der heimischen Wirtschaft hätte helfen wollen, dass hätten die Tilgungsverlängerung zum halben Zins oder noch weniger erfolgen sollen.
    Also soll Hr. Brandstätter nur still sein anstatt dem Leser Honig in den Mund zu schmieren.
    Noch vor einigen Jahren als die gesamte Misswirtschaft aufkam, kam er dahergekrochen und hätte damals schon den Hut nehmen sollen. Aktionäre wie homoerektus können ein Lied davon singen.

  • exodus

    @doplomat Ja die Banken, alle, sind gute Schauspieler: Wenn die Sonne scheint geben sie dir einen Regenschirm, wenn es regnet wird er dir genommen, oder ist es anders?

  • esmeralda

    auch mir wurden vor Jahren mehrmals von meiner Sparkassenfiliale solche Aktien angeboten, ich bin immer noch froh, dass ich damals dankend abgelehnt habe

    • gestiefelterkater

      Eine Aktienverweigerin also, sie sind doch bestimmt nicht so naiv zu glauben, dass die ehrenwerten Gelverleiher nicht trotzdem an ihr Erspartes ran kommen, Pandemie machts möglich!

  • batman

    UND WER NICHT IMSTANDE IST MEHR ZURÜCKZUZAHLEN ALS ER GELIEHEN HAT WIRD ENTEIGNET

  • batman

    Wir sind überzeugt, dass die Banken in der aktuellen Krise für jene die sich in Schwierigkeiten befinden, bei der Suche nach Lösungen eine wichtige Rolle spielen.

  • prof

    Wie war eigentlich die Reihenfolge wie dir das Geld gestohlen wird ??

    1. Von den Einbrechern
    2. Von den Banken
    3. Jetzt schreibe ich nichts mehr sonst gibt es eine Anzeige.

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