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Der Tennis-Krimi

Jannik Sinner (Fit/Mark Metcalfe/Getty Images)

Jannik Sinner ist in der ersten Runde der Australian Open ausgeschieden. Der 19-jährige Sextner verlor am Montagnachmittag in Melbourne sein Auftaktmatch des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison gegen den Kanadier Denis Shapovalov, Nummer 11 der Setzliste und 12 der Welt, in fünf Sätzen mit 6:3, 3:6,2:6, 6:4, 4:6.

27 Stunden nach dem gewonnenen Endspiel beim ATP-250-Turnier in Melbourne gegen Stefano Travaglia, stand für Sinner heute bereits das Erstrunden-Match bei den Australian Open auf dem Programm. Sinner schlug heute zum sechsten Mal in seiner Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier auf. Im Vorjahr erreichte der „Azzurro“ in Melbourne die zweite Runde, scheiterte dann aber am Ungarn Marton Fucsovics. Heute bekam es Sinner zum Auftakt mit Denis Shapovalov zu tun. Der 21-jährige Kanadier liegt im ATP-Ranking momentan auf Platz 12, im September war er sogar schon die Nummer 10 der Welt.

Sinner, der seit heute auf Platz 32 im ATP-Computer aufscheint, merkte man die Müdigkeit der vergangenen Woche zu Beginn nicht an. Der Pusterer zog mit einem frühen Break auf 2:0 davon. Beim Stande von 4:1 hatte Sinner die nächste Breakchance, Shapovalov konnte sie aber abwehren und auf 2:4 verkürzen. Nach 39 Minuten Spielzeit verwandelte Sinner seinen ersten Satzball zum 6:3. Eine klasse Vorstellung des Südtirolers, der den Kanadier im ersten Satz zu keiner einzigen Breakchance kommen ließ.

Der zweite Spielabschnitt war hingegen sehr ausgeglichen. Beide Spieler zeigten ein bärenstarkes Tennis, Sinner ließ im Eröffnungsgame und beim 1:1 aber insgesamt vier Breakbälle ungenutzt. Besser machte es hingegen Shapovalov, der dem Sexnter im achten Game den Service zur 5:3-Führung abnahm. Auf eigenem Aufschlag macht der Kanadier den Sack zum 6:3 zu.

Sinner merkte man jetzt immer mehr die Müdigkeit an. Im dritten Satz ging Shapovalov – nach einem Doppelfehler von Sinner – mit 3:2 in Front. Der Kanadier nahm das Match in die Hand, holte das nächste Break zum 5:2 und servierte zum Satzgewinn aus.

Im vierten Satz zog Shapovalov mit einem Break gleich auf 2:1 davon. Das Match schien zu Gunsten des Kanadiers entschieden, ehe Sinner wie aus dem Nichts zurück ins Spiel fand. Der Sextner holte das Rebreak zum 3:3-Ausgleich, kurz darauf nahm er Shapovalov erneut den Aufschlag zum 6:4 ab. Somit war wieder alles offen.

Dieses hochspannende Match musste im fünften Satz entschieden werden, wo Shapovalov gleich auf 2:0 stellte. Der Weltranglisten-12. spielte ein fehlerfreies Tennis, während ein mittlerweile todmüder Sinner eine Breakchance zum 2:2 nicht nutzen konnte. Nach 3:55 Stunden Spielzeit fiel die Entscheidung: Nachdem Sinner zuerst einen Matchball abwehren musste und selbst einen Breakball zum 5:5 ausließ, machte Shapovalov den Sack zum 6:4-Endstand zu. Eine Wahnsinns-Partie mit zahlreichen Emotionen auf beiden Seiten.

Somit endet auch Sinners Erfolgsserie. Dank seiner zwei Turniersiege in Sofia und Melbourne hatte der Sextner zuletzt 10 Spiele en Suite für sich entschieden. Sinner zieht es jetzt zurück nach Europa, wo er in Montpellier (22. bis 28. Februar) und beim ATP-500-Turnier in Rotterdam (1. bis 7. März) zu sehen sein wird. Die darauffolgende Woche spielt der Pusterer Rotschopf in Marseille.

Morgen feiert Seppi sein Debüt

In der Nacht von Montag auf Dienstag feiert auch der Kalterer Tennisprofi Andreas Seppi sein Debüt in Melbourne. Der 36-jährige Überetscher, der momentan mit Hüftproblemen zu kämpfen hat, bekommt es im zweiten Match nach 1 Uhr MEZ mit Pablo Cuevas (ATP 72) aus Uruguay zu tun. Seppi, Nummer 108 der Welt, führt in den direkten Duellen gegen den Südamerikaner mit 2:1-Siegen.

 

 

 

 

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