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„Gibt keinen Richtpreis“

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Die Nachfrage nach FFP2-Masken ist in den letzten Tagen enorm gestiegen. Doch die preislichen Unterschiede sind groß. Was man bei einem Kauf beachten muss. 

von Markus Rufin

FFP2-Masken werden in der Corona-Krise immer wichtiger. In Länder wie Österreich gibt es gar eine Pflicht, die Maske zu tragen, weil diese besser getragen werden kann und besser vor dem Coronavirus und insbesondere den ansteckenderen Mutationen schützt.

In Südtirol gibt es bis dato nur eine Empfehlung zum Tragen einer FFP2-Maske, aber viele nehmen diese Empfehlung des Landeshauptmannes ernst und haben sich daher bereits gleich mehrere FFP2-Masken gekauft.

Wer sich dazu entschieden hat, eine FFP2-Maske zu kaufen, dem dürfte aufgefallen sein, dass es große preisliche Unterschiede gibt. Allein in Bozen gibt es Masken bereits für einen Euro, aber auch für vier oder fünf Euro zu kaufen.

Das bestätigt auch Gunde Bauhofer, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Südtirol: „Für die FFP2-Masken gibt es in Italien leider weder einen Richtpreis noch einen Höchstpreis. Angebot und Nachfrage bestimmen also den Preis.“

Bei den chirurgischen Masken sei das noch anders gewesen. Damals legte die Regierung einen Höchstpreis von 50 Cent plus Mehrwertsteuer fest, der laut Bauhofer weitestgehend eingehalten wurde.

Am billigsten seien die FFP2-Masken meist im Internet zu kaufen, wo sie teilweise bereits um weniger als einen Euro eingekauft werden können. Dort gelte es aber aufzupassen, denn so Bauhofer: „Wir haben gerade bei Waren, die mit Corona zu tun haben, gesehen, dass es viele unlautere Anbieter gibt. Daher muss man auf die üblichen Kriterien achten.“

Das bedeutet, dass man insbesondere darauf achten muss, von wem man die Ware kauft. Wenn wichtige Angaben, wie Telefonnummer, Adresse oder Mehrwertsteuernummer fehlen, sei „grundsätzlich zur Vorsicht geraten“, sagt die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale.

Auch Kundenrezensionen können bei der Einschätzung eines Produktes helfen: „Ein oder zwei negative Rezensionen müssen nichts heißen, wenn aber zehn oder fünfzehn Personen dieselben Probleme bemängeln, muss man vorsichtig sein.“

Auf jeden Fall rät Bauhofer zur Kreditkartenzahlung, denn damit habe man die besten Chancen Geld rückzuerstatten, falls etwas schief gehen sollte.

Bei den FFP2-Masken handelt es sich genau so wie bei den chirurgischen Masken, die bis vor kurzem noch als ausreichend schützend betrachtet wurden, um Einwegmasken. Das heißt, eine Reinigung in der Waschmaschine ist nicht möglich.

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