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„Ein großes Problem“

Foto: LPA/ 123RF

Mit Jahresende ist die Sonderelternzeit für Eltern, deren Kinder in Quarantäne müssen, ausgelaufen – sehr zum Ärger vieler Familien. 

von Lisi Lang

Das Corona-Virus hat unseren Alltag nach wie vor fest im Griff: Tagtäglich werden in Südtirol hunderte Neuinfektionen gemeldet und auch die Kindergärten und Schulen bleiben von diesem Corona-Alltag nicht verschont. Aber während sich dieser Alltag in den letzten Wochen nicht sonderlich verändert hat – im Gegenteil, in den letzten Wochen war die Zahl der Neuinfektionen an Schulen und Kindergärten steigend – ist eine wichtige Unterstützungsmaßnahme für Eltern mit Jahresende ausgelaufen. Und noch gibt es keinen Ersatz.

Die Rede ist von der außerordentlichen Elternzeit für Eltern von Kindern unter 14 Jahren, die in amtlich verordnete Quarantäne überstellt wurden, beispielsweise weil es in der Klasse einen Infektionsfall gab. Diese Möglichkeit des Sonderurlaubs ist nämlich mit 31.12.2020 ausgelaufen. „Wenn mein Kind in amtlich verordnete Quarantäne muss, weil es im Kindergarten einen Corona-Fall gab, dann muss ich jetzt meinen Jahresurlaub anzapfen, weil ich nicht ins smart working wechseln kann“, sagt eine empörter Mutter.

Der Ärger bei den Eltern ist deswegen groß. „Wir sind jetzt erst im Jänner, aber wenn das so weitergeht, dann haben einige Eltern im Februar oder März irgendwann den Urlaub aufgebraucht – das kann es auch nicht sein“, kritisiert Josefa Brugger, Präsidentin der Südtiroler Plattform für Alleinerziehende. Die Perspektiven seien beängstigend. „Viele Betroffene geraten in eine Zwickmühle, denn sie haben hier nicht mal die Wahl zwischen Job und Kinder“, so Josefa Brugger. 

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Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • kirke

    Während RKI und WHO verzweifelt zurückrudern und die Tests als ohne Aussagekraft und den Lokdown als sinnlos bezeichnen, kämpft man hierzulande immer noch hysterisch gegen Nichts, in der Hoffnung auf den Endsieg.
    Übrig bleibt eine zerstörte Wirtschaft, psychisch kranke Kinder und bittere Armut wie wir sie nie gekannt haben.
    99,97 Prozent der Menschen lassen sich von etwas Angst machen das sie niemals töten wird….
    Diese Lebenseinstellung ist eine Krankheit!

  • keinpolitiker

    Das mit der Armut sehe ich etwas anders.

    Die Kluft zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander.

    Es gibt immer noch genügend Menschen in unserem kleinen Südtirol, bei denen Geld keine Rolle spielt. Wenn man bedenkt, dass ca. 50 Wellnesshotels in Südtirol geöffnet haben und in letzter Zeit diese nur mit Südtiroler belegt worden sind. Also ich denke Geld ist noch genüge vorhanden, das Problem ist nur, es ist nicht gerecht verteilt.

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