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Brunner ist Gesamtsieger

Fabian Brunner (Fotos: Miriam Jennewein)

Im Jaufental wurde am Sonntag das Finale im FIL Juniorenweltcup im Rennrodeln auf Naturbahn ausgetragen. Im Einsitzer kürte sich Lokalmatador Fabian Brunner zum Gesamtweltcupsieger.

Fabian Brunner hat den FIL Juniorenweltcup 2020/2021 dominiert, mit vier Siegen in vier Rennen in Winterleiten (AUT/Doppelweltcup), Umhausen (AUT) und Jaufental (ITA). Beim Finale in Jaufental fuhr Brunner in beiden Läufen Bestzeit, mit einer Gesamtzeit von 1.46,79 Minuten gewann der 17-Jährige klar vor Aleksei Khabibulin aus Russland (+1,62 Sekunden) und Sebastian Feldhammer aus Österreich (+1,67). Sowohl für Khabibulin als auch für Feldhammer ist es das erste Podium in diesem Winter.

Mit dem Maximum von 400 Punkten sicherte sich Brunner erstmals den Sieg im Gesamtweltcup, vor seinen Teamkollegen Daniel Gruber (300) und Hannes Unterholzner (255).

„Was soll ich sagen, das ist ganz klar meine beste Saison. Vier Weltcups – vier Siege, das ist schon sehr cool. Beim Auftakt in Winterleiten – auf meiner Lieblingsbahn – lief es schon super, da habe ich erstmals gedacht, das könnte eine super Saison werden. Dass es mit dem ersten Gesamtsieg geklappt hat, ist einfach perfekt“, sagt der Italiener, der seinen Erfolgslauf auch bei den 36. Junioren Europameisterschaften am Montag fortsetzen will.

Erster Saisonsieg für Ruetz

Im Einsitzer Damen musste sich die große Dominatorin Lisa Walch (GER) erstmals in dieser Saison geschlagen geben. Im Finale sicherte sich Riccarda Ruetz (AUT) in 1.50,49 Minuten ihren ersten Saisonsieg, vor Lisa Walch (+0,18 Sekunden) und Katherina Hofer (ITA/+2,50). Mit drei Saisonsiegen verteidigte Walch mit 385 Punkten eindrucksvoll den Gesamtweltcup, vor Ruetz (340) und Sarah Schiller (GER/285).

„Das waren zwei gute Läufe, als Favoritin für die EM am Montag sehe ich mich jedoch nicht“, stapelte Ruetz nach dem Rennen tief. „Der Gesamtsieg ist wichtig für mich. Die EM ist meine letzte Chance auf diesen Titel bei den Junioren. Mein Ziel ist eine Medaille“, sagte Walch.

Gruber Genetti/Unterholzner gewinnen Finale und Gesamtweltcup

Im Doppelsitzer schnappten sich Anton Gruber Genetti/Hannes Unterholzner (ITA) ihren dritten Saisonsieg. In einer Zeit von 57,75 Sekunden waren sie um 0,65 Sekunden schneller als die Slowenen Bine Mekina/Blaz Mekina. Dritte wurden Vladimir Levichev/Vlacheslav Kudriavtsev (+0,79) aus Russland, mit einem Rückstand von 0,01 Sekunden folgen Maximilian Pichler/Dominik Peter Maier (AUT) auf Rang vier.

Mit 385 Punkten gewannen Gruber Genetti/Unterholzner (ITA) den Gesamtweltcup, Mekina/Mekina (SLO) schnappten sich mit Platz zwei im Finale und 310 Punkten auch den zweiten Rang in der Gesamtwertung, vor Pichler/Maier (AUT) mit 305 Punkten.

„Das war ein sehr schwieriges Rennen für uns, ich bin im Einsitzer gestürzt und habe eine Schnittverletzung an der Hand. Trotzdem wollte ich im Doppel starten. Die Freude über den Tagessieg und den Sieg im Gesamtweltcup ist umso größer“, gab Anton Gruber Genetti nach dem Rennen zu Protokoll. „Bei der EM wollen wir wieder unser Bestes geben und um die Medaillen mitfahren. Die Goldmedaille wäre schon super“, ergänzte Hannes Unterholzner.

Eine überaus positive Bilanz der abgelaufenen Saison im Juniorenweltcup zieht Peter Knauseder, der Vizepräsident des Internationalen Rennrodelverbandes FIL. „Wir hatten in allen vier Juniorenweltcups keinen einzigen Coronafall. Für uns ist der Nachwuchsbereich ein sehr wichtiger Punkt, wir sind einige der wenigen Sportarten, die einen Juniorenweltcup durchziehen konnten“, unterstreicht Knauseder.

Am Montag, 1. Februar 2021, stehen auf der „Tonnerboden“-Bahn in Jaufental die 36. FIL Junioren Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn auf dem Programm.

Das Programm
9.30 Uhr: 1. Wertungslauf Junioren Herren
anschließend: 1. Wertungslauf Junioren Damen
11 Uhr: Finale Junioren Herren mit anschließender Siegerehrung
12 Uhr: Finale Junioren Damen mit anschließender Siegerehrung
13 Uhr: Wertungslauf Doppel mit anschließender Siegerehrung

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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