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Das Herzschlagfinale

Foto: Paolo Savio

Am Samstagabend ist der SSV Loacker Bozen Volksbank mit dem Auswärtsspiel gegen Santarelli Cingoli in die Rückrunde der Serie A Beretta gestartet.

Nach vier Meisterschafts-Niederlagen in Folge schafften es die Weiß-Roten wieder zu punkten. Auf eine schwache erste Halbzeit folgte dabei eine ordentliche zweite, bei der man gut und gerne auch als Sieger hervorgehen hätte können.

Auch in Cingoli hatte der SSV Loacker Bozen Volksbank Schwierigkeiten in der Anfangsphase, die die Hausherren aus den Marken eiskalt ausnützten und in der 11. Minute durch den Treffer von Mangoni erstmals mit 3 Toren in Front lagen (7:4). Dieser Zwischenstand, sowie der grandios aufgelegte Cingoli-Torhüter Gentilozzi verunsicherten die Weiß-Roten in den nächsten Minuten zusehends, woraufhin es in der in der 22. Minute gar 7:13 aus Sicht der Weiß-Roten stand. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit kamen die Talferstädter aber wieder etwas in Fahrt und kamen bis zur Halbzeitsirene auf zwei Längen heran (12:14).

Nach dem Seitenwechsel kam der SSV Loacker Bozen Volksbank in Fahrt. In der 35. Minute glich Sonnerer nach einem Konter zum 16:16 aus, eine Zeigerumdrehung später sorgte Spielertrainer Sporcic mit einem satten 9-Meter-Wurf erstmals für die Führung der Bozner (17:16). Ab diesem Moment kam ordentlich Feuer in die Partie. In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen ließ keine Mannschaft locker. Erst als der stark aufspielende Greganic in der 46. Minute mit dem 24:21 eine Drei-Tore-Führung für den SSV Bozen erstellte, wurde es wieder etwas deutlicher.

Herzschlagfinale mit jeder Menge Zündstoff

Doch Cingoli gab nicht nach. Tor um Tor schlichen sich die Hausherren wieder an die Weiß-Roten ran. Das hatten sie vor allem einem zu verdanken: Ivan Antic. Der Kroate war mit elfTreffern der herausragende Mann der Partie und kämpfte sein Team mit acht Toren in der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel. Er war es auch, der in der 53. Minute zum 25:25 ausglich und so ein hochspannendes Finish vorbereitete.

Der SSV Loacker Bozen Volksbank reagierte aber stark und erhöhte durch die Tore von Sonnerer (53.) und Sporcic (55.) wieder auf 27:25. Cingoli roch jedoch, dass gegen die Bozner an diesem Abend etwas drin sein könnte und schaffte in der 58. Minute wieder den Ausgleich (27:27). Dann wurde es hektisch: Weil die Zeitnehmung etwas zu früh die Schlusssirene ertönen ließ, wurden Cingoli noch einmal 6 Sekunden Spielzeit zugesprochen. In diesen Sekunden foulte Greganic Antic, sodass erneut heftig diskutiert wurde. Zum Schluss bekam Cingoli noch einen 9-Meter-Wurf zugesprochen, der Wurf von Antic blieb aber an den Händen der aufgebäumten Bozner Mauer hängen.

Die Stimmen zum Spiel:

Mario Sporcic (Spielertrainer SSV Loacker Bozen Volksbank): Heute haben wir das gezeigt, was ich schon länger von meiner Mannschaft sehen wollte: eine Reaktion. Cingoliist ein harter Gegner und hier Punkte zu holen alles andere als einfach. Auch wenn wir hätten gewinnen können, geht der Ausgleich meiner Meinung nach in Ordnung. Ich bin zufrieden und kann meinem Team nur ein Kompliment machen. Am Mittwoch erwartet uns mit Sassari ein sehr schwerer Gegner, der zu den Titelkandidaten gehört. Wir fahren aber mit offenem Visier und ohne Angst nach Sardinien.“

Hansi Dalvai (Co-Trainer SSV Loacker Bozen Volksbank): „Wir sind am Anfang nie richtig ins Spiel gekommen, haben uns sehr schwergetan. In der zweiten Halbzeit haben wir uns aber gefangen und Charakter gezeigt, was mich richtig freut. Wir haben phasenweise sehr gut gespielt und sind dann auch mal mit drei Toren vorne gewesen. Zum Schluss fehlte es an der Chancenverwertung, ansonsten hätten wir auch gewinnen können. Aber auch sie waren in der ersten Halbzeit mal fünf Tore vorne – der Ausgleich geht an sich in Ordnung.“

CingoliSSV Loacker Bozen Volksbank 27:27 (14:12)

Cingoli: Albanesi, Gentilozzi; Antic 11, Bincoletto, Chiaraberta, Ciattaglia, Cirilli, Ferretti, Garroni 2, Jaziri, Ladakis 6, Latini, Mangoni 3, Rotaro 2, Strappini 3, Tobaldi

SSV Loacker Bozen Volksbank: Hermones, Rottensteiner; Greganic 7, Kammerer 1, Marino 4, Paul Pircher, Rossignoli, Sonnerer 4, Sporcic 2, Turkovic 7, Udovicic 1, Venturi1, Walcher

Schiedsrichter: Corioni Matteo/Falvo Pierluigi

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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