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Die Wohnungs-Touristen

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Weil die italienische Regierung erlaubt hat, die Region zum Aufsuchen der Zweitwohnung zu verlassen, befürchtet das Land nun einen Ansturm aus dem Süden.

Das neue Dekret von Ministerpräsident Giuseppe Conte sieht vor, dass die ItalienerInnen ihre Region verlassen können, um die Zweitwohnung zu erreichen. Diese Ausnahme bei den Reisebeschränkungen gilt für alle Regionen, unabhängig davon, ob sie in der gelben, orangen oder roten Zone eingestuft sind.

Das heißt: Ein Lombarde, der eine Zweitwohnung in Südtirol hat, kann theoretisch von der roten in die orange Region reisen, in der (derzeit) weniger Corona-Beschränkungen gelten. In der Landesregierung ist man sich der Risiken dieser Bestimmung bewusst.

„Wir haben das Thema in der Regionenkonferenz besprochen“, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Man habe die Regierung in Rom gebeten, die Regelung zu den Zweitwohnungen noch einmal zu bewerten, da sie aufgrund der unterschiedlichen Klassifizierungen zu Schwierigkeiten führen könnte. „Wir wollen keine Anreize schaffen, dass Menschen die eigene Region wechseln“, so Kompatscher. Zudem erschwere es die Kontrolle durch die Sicherheitskräfte. (mat)

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Kommentare (6)

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  • andreas

    Wenn es erlaubt ist, was wollen die Sicherheitskräfte kontollieren?

    Unser Problem sind nicht die von auswärts, sondern wir selbst und profilierungssüchtige Politiker wie Achammer, welche entgegen jeder Logik und dem Vorgehen anderer Länder die Schulen unbedingt offen halten wollen.

    Absolute Hotspots sind Seniorenheime, Krankenhäuser, Schulen, Kindergarten, usw.
    So langsam nervt es, dass weder Sanität, noch die Landesregierung die Dinge beim Namen nennen und nur pauschales Blah, Blah daherreden.

    In einer Woche wurden in deutschen Kindergärten und Schulen, wozu eigentlich die Unterscheidung von deutsch und italienisch, 214 Fälle gemeldet.
    Diese stecken die Famlie an und schon sind wir bei den hohen Zahlen. Dass ein Schüler laut diesem Rt Wert nur einen ansteckt ist unwahrscheinlich, da Familien nun mal keinen Abstand einhalten können.

    Z.B. ein Widmann, welcher als Verantwortlicher der Sanität eigentlich schon längst hätte einsehen müssen, dass er den Landen nicht in Griff hat, kommt daher und will den Leuten erklären, was sie zu tun haben….

    Wir haben/hatten teilweise fast die höchsten Infizierten- und Todeszahlen weltweit, da wir es nicht auf die Reihe bekommen haben, die Risikopersonen frühzeitig zu schützen.

    Diese ganzen bauernschlauen Typen, welche wie z.B. in Meran meinen es ist klug, im Geheimen Partys zu veranstalten, sollte ohne Diskussion sofort die Lizenz für 1-2 Monate entzogen werden.

    • george

      ‚andreas‘, du pickst ganz einfach einzelne Kategorien von Personenkreisen und Raumbereichen heraus und machst es dir leicht Beschuldigungen auszusprechen. Dass ein unkorrektes Verhalten durch viele Personenkreise, Typen und Charaktere von Personen durchläuft und der Ansteckungsgrad in der Bevölkerung nicht nur von den „Seniorenheime, Krankenhäuser, Schulen, Kindergarten, usw.“ herrührt, sondern weitaus vernetzter und komplexer ist und auch deshalb eine äußerst strenge Hygiene auf jedweder Ebene einzuhalten sei, ist längst schon bekannt. Deine Aussagen sind oft mehr verwirrend als aufhellend, weil auch häufig recht gegensätzlich und gar nicht dem Einhalt des Geschehens fördernd.

  • silberfuxx

    …….es ist wie immer: Für WOHLHABENDE werden Ausnahmen gemacht……..der kleine Mann muß es ausbaden….

  • waldi

    Jetzt bleibt alle mal locker, denn es ist ein Skandal, dass das Leben so heruntergefahren wird. Schützt endlich mal die Alten und gut ist. Mein Gott, lieber alle in die Armut treiben…

  • dagobert

    Wenn die Auswärtigen kommen und sich an die Regeln halten ist ja ok. Schlechter als die Einheimischen die man täglich ohne Mundschutz in den Bars sieht wirds wohl eh nicht werden.

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