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Entschärfte Bombe

Fotos: Agentur für Bevölkerungsschutz/Maja Clara, Feuerwerker des Heeres

Die „Operation Zentrum ter“ wurde erfolgreich abgeschlossen: Die Fliegerbombe in Bozen wurde entschärft, alle Verbote wurden aufgehoben. 

+++ UPDATE 10.26 Uhr +++

Die Arbeiten zur Entschärfung einer Fliegerbombe in Bozen wurden soeben abgeschlossen. Alle Verbote wurden aufgehoben.

Die Bombe wird nun in die Caccia-Dominioni-Kaserne in Roverè della Luna (Aichholz) transportiert, wo sie entleert und die Sprengladung anschließend kontrolliert zur Explosion gebracht wird.

4.670 Personen haben am heutigen Sonntag die Sperrzone im Umkreis von fast 500 Metern vom Fundort bei der Baustelle am Bahnhofsplatz in Bozen verlassen.

DAS HABEN WIR BISHER BERICHTET:

Wenn am Sonntag die nächste Fliegerbombe in Bozen Bahnhofsparks entschärft wird, dann greifen viele Zahnräder ineinander. Eine Kerngruppe der Entscheidungsträger trifft sich am Sitz der Landesagentur für Bevölkerungsschutz an der Drususallee in Bozen, wo sie ab 6.30 Uhr über Videokonferenz mit allen Verantwortlichen der beteiligten Institutionen verbunden ist und so das Geschehen in der Baustelle am Bahnhofspark im Auge behält.

Bekanntlich war in den Nähe des Bozner Bahnhofsparks während Grabungsarbeiten am 23. Dezember zum wiederholten Mal eine US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zutage gekommen. Die Größe dieses neuerlich gefundenen Blindgängers entspricht jener des nicht explodierten Sprengkörpers, der am 27. September vergangenen Jahres reibungslos entschärft worden war. Die Sprengstoffexperten des zweiten Regiments der Sturmpioniere Trient haben um die Bombe mit einem Gewicht von 500 Pfund einen Schutzwall errichtet, durch den der Sicherheitsabstand auf 468 Meter verringert werden konnte. Da dies die dritte Entschärfung in Folge in der Bozner Innenstadt ist, heißt sie „Operation Zentrum ter“. 4.670 Personen müssen diesmal die Rote Zone verlassen.

Die Arbeiten am Fundort der Fliegerbombe beginnen um 9.30 Uhr und können voraussichtlich innerhalb 11 Uhr abgeschlossen werden. Der Kopfzünder wird ausgebaut und vor Ort vernichtet, die entschärfte Bombe wird voraussichtlich gegen 12 Uhr zur Caccia-Dominioni-Kaserne in Roverè della Luna (Aichholz) transportiert, wo sie entleert und die Sprengladung anschließend kontrolliert zur Explosion gebracht wird.

Bombenentschärfungen werden immer an Sonntagen vorgenommen, da kein Güterverkehr, sondern fast ausschließlich Freizeitverkehr unterwegs ist. Die Vorschriften des Militärs sehen außerdem vor, dass Entschärfungen bei Tageslicht erfolgen. Auch diesmal gilt es, die Coronavirus-Schutzbestimmungen einzuhalten.

Details finden sich auf der Website der Gemeinde Bozen.

Auskünfte erteilt die Landesverkehrsmeldezentrale

Auskünfte zu allen Fragen rund um die Bombenentschärfung sind am Tag der Bombenentschärfung – Sonntag (17. Jänner) – ab 7.30 Uhr bei der Landesverkehrsmeldezentrale der Agentur für Bevölkerungsschutz unter der Telefonnummer 0471/551155 erhältlich.

Beginn und Ende wird mit Sirenensignal kundgetan

Der Start der Entschärfungsarbeiten wird in Bozen gegen 9.30 Uhr mit der Auslösung des Zivilschutzalarms (eine Minute auf- und abschwellender Heulton ohne Pausen) und der Ausstrahlung einer Zivilschutzmeldung über die Hörfunksender angekündigt. Das Ende der Arbeiten wird gegen 11.00 Uhr mit der Auslösung des Signals der wöchentlichen Sirenenprobe (15 Sekunden langer Dauerton) und der Ausstrahlung einer Zivilschutzmeldung über die Hörfunksender mitgeteilt.

Bus- und Bahnverkehr unterbrochen

Aufgrund des allgemeinen Fahrverbots wird auch der gesamte Bus- und Bahnverkehr unterbrochen und – sofern es  keine Verzögerungen gibt – ab 11.30 Uhr schrittweise wieder aufgenommen. Der Bozner Busbahnhof ist bis 11.30 Uhr außer Betrieb, die Fahrkartenschalter im Infopoint bleiben ganztägig geschlossen, wie die Südtiroler Transportstrukturen AG STA informiert:

Eisenbahn

Während der Bombenentschärfung am Sonntagvormittag bleibt der Bahnverkehr in den Abschnitten Bozen – Waidbruck, Bozen – Branzoll und Bozen – Sigmundskron unterbrochen, aufgrund des Fahrverbots in der Roten Zone gibt es keine Schienenersatzdienste. Die letzten Regionalzüge, die vormittags regulär vom Bahnhof Bozen abfahren sind der Zug nach Verona mit Abfahrt um 7.36 Uhr, der Zug nach Meran um 8.01 Uhr und der Zug nach Brenner um 8.02 Uhr. Letzte Ankunft eines Zuges am Bahnhof Bozen ist um 8.35 Uhr.

Wenn es keine Verzögerungen gibt, starten die ersten Züge mittags wieder um 12.01 Uhr nach Meran, um 12.02 Uhr nach Brenner und um 12.31 Uhr nach Verona.

Stadtbusse der SASA

Während der Entschärfungsarbeiten ist die gesamte Rote Zone und somit auch der Bereich des Bozner Bahnhofs nicht befahrbar. Einige Buslinien der SASA zirkulieren auf verkürzten Strecken, für einige Buslinien gibt es veränderte Routen. Nach 9 Uhr fahren die Linien 3, 5, 8, 8A, 110 und 201 nicht mehr bis zu den Endhaltestellen, sondern nur bis Siegesplatz oder Freiheitsstraße. Die Linien 10A, 10B und 14 werden umgeleitet.

Um 9.05 Uhr gibt es eine letzte Sonderfahrt vom Bahnhof zur Stadthalle, wo sich die Bewohner der Roten Zone während der Entschärfungsarbeiten aufhalten können. Der Bus hält an folgenden Haltestellen: Bahnhof Ost A, Waltherplatz, Dominikanerplatz, Sparkassenstraße.

Regionalbusse

Die Regionalbusse verkehren am Sonntagvormittag ebenfalls auf verkürzten Routen mit folgenden Endhaltestellen:

Linie 120 fährt bis / ab Schießstandplatz, die Linie 131 fährt bis / ab Hadrianplatz, die Linien 132 und 204 bis zur Freiheitsstraße bzw. bis zur Haltestelle Longonstraße. Die Buslinien 150 und 156 aus Sarntal und Jenesien wenden und starten am Siegesplatz, die Linien 165, 180, 181, 182 und 350 wenden bei der Talstation der Rittner Seilbahn. Die Buslinien 170 und 185 fahren in Richtung Bozen nur bis/ ab Blumau. Die Regionalbusse, die gegen Mittag unterwegs sind, warten gegebenenfalls das Ende der Entschärfungsarbeiten ab und fahren dann Richtung Bozen Bahnhof / Busbahnhof weiter.

Die Rittner Seilbahn und die Kohlerer Seilbahn fahren regulär.

Alle Details zu den einzelnen Linien auf der Webseite und App www.suedtirolmobil.info unter „Aktuelle Meldungen“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • freddozero

    So eine riesengroße, unwürdige Schlamperei und Desorganisation bei der Zuteilung der In Quarantäne befindlichen Personen an die Wartezentren. Telefonisch wurde man aufgefordert, sich in die Gobetti-Straße 8 einzufinden. Dort angekommen, wurde man weitergeleitet und hingeschickt zum Nikoletti-Platz. Von dort doch wieder zurück in die Gobetti-Straße. Eine wahre Schikane … zum Schämen ! ! !
    Dass positiv- und negativ-Getestete räumlich getrennt unterzubringen sind, dürfte wohl schon vorher logisch gewesen sein, aber nein, das wurde den Organisatoren erst heute klar!
    SCHÄMT EUCH !!!

  • freddozero

    Außerdem mussten nicht wenige den weiten Weg von einem Zentrum zum anderen Zu Fuß zurücklegen. Einfach unverschämt und kaum zu glauben. Wer ist eigentlich dafür verantwortlich … Jedenfalls jemand durch und durch Unfähiges!

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