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Ohne Auto

In Lana wird das elektrobetriebene Dienstfahrzeug von Bürgermeister Harald Stauder nach nur neun Jahren verschrottet. Die Süd-Tiroler Freiheit wundert sich.

Das amtliche Dienstauto von Lanas Bürgermeister Harald Stauder wurde verschrottet. Nach nur neun Jahren und infolge seiner Funktionsuntüchtigkeit aufgrund „diverser Defekte“, wie im entsprechenden Beschluss des Gemeindeausschusses vom 9. Dezember vergangenen Jahres nachzulesen ist.

Das elektrobetriebene Kleinfahrzeug des Typs Think City wurde von der Gemeinde 2011 angekauft. Dieser Fahrzeugtyp wurde vom norwegischen Unternehmen Think Global von 2007 bis 2011 hergestellt. Nun hat der bürgermeisterliche Think City den Geist aufgegeben, eine Firma wurde mit der Abmeldung vom Kraftfahrzeugregister beauftragt. Kostenpunkt inklusive MwSt.: 543 Euro. 

Die kurze Gebrauchsdauer des umweltfreundlichen fahrbaren Untersatzes hat die Süd-Tiroler Freiheit auf den Plan gerufen. Die drei Gemeinderäte Peter Gruber, Stefan Taber und Philipp Holzner möchten per Anfrage die genaueren Hintergründe der Verschrottungsaktion erfahren. Die Anfrage wird bei der kommenden Gemeinderatssitzung am 19. Jänner behandelt.

Ebenso wie eine weitere Anfrage den Bürgermeister betreffend thematisiert. Dieser hat sein Büro umgestaltet und hierfür neue Möbel angeschafft. Kostenpunkt: 10.000 Euro. Die drei Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit möchten nun wissen, welche Möbelstücke das sind und weshalb sie in Eppan und nicht bei den Büromöbel-Spezialisten der Marktgemeinde geordert wurden.

Eine dritte Anfrage der Süd-Tiroler Freiheit betrifft dagegen die Schäden an den Fotovoltaik-Platten der Lanarena, die durch das starke Unwetter im August 2020 entstanden sind.

Per Beschlussantrag möchten die Gemeinderäte schließlich noch die getrennte Wertstoffsammlung von Getränkekartons durchsetzen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (28)

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  • andreas

    Nur 9 Jahre?
    Der Laden ist vor 9 Jahren in Konkurs gegangen und ein Russe hat den Rest übernommen und dann die Produktion eingestellt. Da kann es mit Ersatzteilen schwierig werden.
    Eher würde ich Stauder einen Orden verleihen, wenn er mit der Mühle so lange rumgefahren ist, der ist ja noch kleiner als ein Smart.
    Und bei den Möbeln nehme ich mal an, dass er sie beim Planer gekauft hat, die sind nun mal günstig.

    Stauder ist einer der besten Bürgermeister in Südtirol.

    • gorgo

      Ich weiß nicht Recht. Büromöbel in Eppan bestellen. Eppan! Warum nicht gleich in Argentinien?
      Keine Ahnung, wie er sich da entlasten will.

      • andreas

        Laut Google Maps ist die Strecke Lana – Eppan ca. 23 km, Lana – Argentinien 4.625 km, irgendwie kann ich die Entscheidung für Eppan nachvollziehen. 😉
        Bei öffentlichen Ausschreibungen sich jetzt auch noch an den Gemeindegrenzen zu orientieren, finde ich etwas überzogen.
        Das würde, sofern es z.B. nur einen Laden in der Gemeinde gibt, welcher etwas vertreibt, die Preise wohl unnötig in die Höhe treiben.

        • gorgo

          Wobei der Laden womöglich auch noch dem Cousin gehört.
          Ehrlich gesagt, bei manchen Debatten frage ich mich, ob nicht zu lange zu lokal geheiratet wurde.

        • george

          Irgendwie könnte ich es sogar verstehen, wenn er ‚andreas‘ mit dem Klimbim beauftragt hätte, der ja ohnehin solches Getue, so wie die TZ auch, gerne an die große Glocke hängt.

          • gorgo

            Och.. ist doch interessant, welche Anfrage sich die Südtiroler Freiheit im Familienkreis ausdenkt.
            Da sie nie in diesem Büro sitzen werden, ist die Neugierde natürlich legitim.

    • goggile

      andreas, man liest heraus wie unfleissig sie die Tageszeitung gelesen haben in den letzten jahren. schreiben sie keinen blödsinn, sondern sinniges; sofern sie dazu vermögen!

    • markp.

      @andreas

      An was misst man, ob jemand einer der besten Bürgermeister ist? Gibt es da eine Tabelle mit Punktevergabe?

      Und die Fragen der STF sind doch legitim. Wenn sich einer der „besten“ Bürgermeister nichts vorzuwerfen hat, wird er es ja erklären können. So souverän er die Fragen zum Feuerwerk beantworte (und damit seit dem kein Thema mehr sind), wird er diese Fragen schon souverän beantworten können.

      Die Frage ist eher, ob diese Fragen der Opposition so wichtig sind, daß sie Thema in der TZ sind. 😉

      • andreas

        Dass er einer der Besten ist, ist meine persönliche Meinung, wobei auch Baumgartner aus Feldthurns gut ist. Und Caramaschi und Rösch sind am anderen Ende der Skala.
        Ich finde die 2 Fragen eher lächerlich, da 9 Jahre für den Kübel viel ist und Ausschreibungen nicht auf die Gemeinde beschränkt sind.

  • billy31

    Nach 9 Jahren sind die Batterien eines Elektroautos ohnehin am Ende und der Tausch würde ein paar 1000 Euro kosten. Wenn das Auto dann ohnehin mehrere Probleme hatte und die Ersatzteilbeschaffung schwierig ist, dann ist es halt so.

  • owl

    Lana muss ja eine ganz noble Gemeinde sein.

    Mir ist in Südtirol sonst kein Bürgermeister bekannt, der ein eigenes Dienstauto gestellt bekommt. Dabei gibt es jede Menge Gemeinden, wo die Dienstwege innerhalb der eigenen Gemeinde weitaus länger sind…

    Für die 10.000 Euro, die das Feuerwerk gekostet hat + Beiträge wäre sich wahrscheinlich eh ein E-Auto ausgegangen (wenn es nicht gerade ein Tesla sein muss).

    Zumindest hätte man sich dafür die Büromöbel leisten können.

    Eigentlich komisch für einen Bürgermeister, der sonst gerne Mao Zedong zitiert.
    Für mich persönlich käme er schon alleine deswegen als Bürgermeister nicht in frage.

  • tirolersepp

    Die Kosten- Nutzenrechnung eines Elektroautos ist grundsätzlich zu hinterfragen ???

    Wieso werden nicht mehr gekauft, wenns schon sooo Innovativ ist ????

  • anwalt

    Wenn sich jemand das Auto überhaupt Mal angesehen hat kann man sich nur wundern wie dieses überhaupt 9 Jahre überlebt hat – ein Wunder.
    Dem Bürgermeister kann man hier sicherlich nichts vorwerfen.

    https://sedl.at/Think_City

  • besserwisser

    unerhört! nach 9 jahren den alten gratten autauschen!

  • pat

    Dabei rentiert sich doch ein Elektroauto erst ab dem 8ten Nutzungsjahr da sich ab da generell die Mehrkosten der Anschaffung durch die geringeren Kosten des Treibstoffs ausgleichen.

    • andreas

      Google mal den Hersteller, du wirst erstaunt sein, dass er mit dem Kübel so lange rumfuhr.

    • yannis

      @pat
      Eine namhafte deutsche Autozeitschrift hat einen Vergleichstest über dieselbe Strecke mit einen E-Auto und einen Diesel abgefahren.
      Ergebnis war dass die Treibstoffkosten,wenn die E-Karre an öffentlichen Ladestationen geladen wird, zwischen den beiden Fahrzeugen nahezu identisch ausfielen.
      Wegen der langen Ladezeit der E-Karre war sie dann auch deutlich später am Ziel, Diesel haben halt eine viel größere Reichweite und tanken dauert in der Regel rund 5-10 Minuten.

  • fritz5

    Und in China ist gestern tatsächlich ein Rad umgefallen

  • pfendtpeter

    Für solchen Unfug wurde die Südtiroler Freiheit in den Gemeinderat gewählt? Schlimm schlimm!

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