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„Lassen uns nicht einschüchtern“

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Der Verkehrssprecher der Tiroler Volkspartei sagt: Man lasse sich auch im neuen Jahr nicht von der italienischen Frächterlobby einschüchtern.

Mit Verärgerung reagiert der Verkehrssprecher der Tiroler Volkspartei, Florian Riedl, auf die neuesten italienischen Angriffe auf das Nachtfahrverbot:

„Dass Transitlobbyist Paolo Uggé Österreich aufgrund der Tiroler Anti-Transitmaßnahmen den EU-Austritt nahelegt, ist die Spitze des Eisberges und entbehrt jeder sachlichen Grundlage. Unter dem Deckmantel der Coronakrise soll die EU weichgeklopft und die Tiroler Maßnahmen zur Eindämmung des Transits am bestem komplett vom Tisch gefegt werden.

Seit Jahren fordern wir eine Kostengleichheit zwischen Straße und Schiene, den Ausbau der Eisenbahn, die Umsetzung von Verladestellen, eine gerechte Korridormaut und vieles mehr.

Stattdessen steigen Jahr für Jahr die LKW- Zahlen. Durch Tirol rollt ein unnötiger Umwegtransit, nur weil der Brenner durch die niedrigen Mauten in Deutschland und Italien so billig ist.

Es kann nicht sein, dass die Tirolerinnen und Tiroler, die seit Jahrzehnten unter dem Transitverkehr zu leiden haben, dafür nun erneut den gesundheitspolitischen Preis bezahlen sollen.“

Die seit 01.01.2021 in Kraft getretenen Verschärfungen des Nachtfahrverbotes kamen weder überraschend noch sind sie eine Ungleichbehandlung der italienischen Frächter, die sich zum wiederholten Male als große Opfer darstellen. Sie hätten sich seit Jahren auf diesen Schritt vorbereiten können“, kritisiert der Landtagsabgeordnete.

Es gehe nicht an, dass Tirol nun für diese Versäumnisse büßen solle. Denn trotz Krise sei von einer Reduzierung des Schwerverkehrs auf unseren Straßen wenig zu spüren. „Nach massiven Steigerungen der LKW-Fahrten über den Brenner in den letzten Jahren, hatte das Krisenjahr 2020 nur einen minimalen Rückgang zur Folge. Nach der Wirtschaftskrise 2009 fuhren 1,6 Mio. LKW über den Brenner, heute sind es über 2,3 Mio.  Das sind mehr LKW-Fahrten, als  auf den Schweizerischen und Französischen Alpenübergänge zusammen.  Solange sich hier keine Trendwende abzeichnet, kann und wird Tirol nicht von seiner harten Anti-Transitlinie abweichen“, so Riedl abschließend.

 

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Kommentare (2)

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  • hallihallo

    ich weiß nicht , was die eisacktaler und wipptaler zu den protesten der handelskammer und der südtiroler frächter sagen.
    aber eigentlich müßten die die österreicher und nordtiroler doch unterstützen.
    in meinen augen haben die nordtiroler recht. einzig daß sie das krisenjahr 2009 mit 1.6 millionen lkw-fahrten nennen ist nicht ganz gerecht. denn schließlich waren schon 2007 fast 2 millionen fahrten verzeichnet worden und dann ist die steigerung nicht mehr ganz so hoch.

  • olle3xgscheid

    A bissl weniger subventinieren den gonzen Frächterapparat donn würde sich was ändern!!! 40 Jahre Stillstand , leider….

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