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Investoren gesucht

Fußgängerzone Schlanders

Schlanders ist mit 1.200 Betten und 170.000 Nächtigungen touristisch alles andere als überentwickelt. Nun sollen im Vinschger Bezirkshauptort weitere Hotels schließen.

von Karin Gamper

„Der Tourismus ist in Schlanders ein schwaches Pflänzchen“, sagt Bürgermeister Dieter Pinggera und rechnet vor: 1.800 Hotelbetten standen noch vor 10 Jahren zur Verfügung, 1.200 sind es heute. Die Nächtigungen betragen 170.000. „Niemand möchte einen overtourism, wie er in einigen anderen Südtiroler Gemeinden vorzufinden ist, aber ein wenig Aufschwung in diesem Bereich könnten wir als Hauptort durchaus gebrauchen“, betont der Bürgermeister, der die schwächelnde Tourismusbranche auch bei der letzten Gemeinderatssitzung aufs Tapet brachte.

Es gibt laut Pinggera mehrere Gründe für die stagnierenden Zahlen. „Schlanders ist in vielen Bereichen gut aufgestellt, wir haben Gewerbe und Handwerk, Dienstleistungsbetriebe, wir haben das Krankenhaus und ein Oberschulzentrum“, so Pinggera. Sektoren, in denen die Menschen immer ausreichend Arbeit gefunden haben. „Was bei all dieser positiven Entwicklung fehlt, ist der Tourismus, der auch den Handel und die Kaufleute unterstützen würde“, so Pinggera. Gerade letztere leiden unter den Folgen der Coronakrise.

Allerdings liegen in Schlanders derzeit keine neuen Hotelprojekte vor. Im Gegenteil: der Trend geht eher in die entgegengesetzte Richtung. Es heißt bereits seit längerem in der Marktgemeinde, dass bestehende Beherbergungsbetriebe über kurz oder lang geschlossen und für Wohnbauzwecke umgewidmet werden sollen.

Diese Gerüchte bereiten auch den Bürgermeister Sorge. Er sagt deshalb: „Wir unterstützen jede touristische Initiative, Investoren wären auf jeden Fall willkommen“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (17)

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  • brutus

    Die meisten Hotel- und Gastbetriebe werden von Familien geführt! Und wenn die Kinder nicht mehr wollen ist Feierabend.

    • schwarzesschaf

      Jepp und die Tourismusbranche wird immer schwieriger dank unserer 5 sterne Hoteltempel die mitlerweile die zimmerpreise auf 4 sterne niveau haben. Jaja und dann wird immer gepredigt qualität hat seinen preis

  • bernhart

    Dieses Problem hat nicht nur Schlanders, der ganze Obervinschgau ist betroffen, solange wir Politiker haben ,welche sich von den radikalen Grünen beeinflussen lassen und den Aufschwung verhindern werden noch weitere Betriebe schliessen müssen, was der Tourismus braucht wissen alle gemeinden am besten, nur mit schönen Worten kommen wir nicht weiter, es braucht Taten, Zusammenschlüsse der Liftanlangen , Förderungen zum Erhalt der Seitentäler und Almen, Landwirschaft sollte besser im Tourismus integriert werden Kulturelles kommt sowieso zu kurz,
    der Gast will auch etwas vom Leben im Tale mitbekommen. Der Westen des Landes wurde und wird schon seit vielen Jahren stifmütterlich behandelt, das sollte sich schnell ändern . Wo sind die ganzen Fachleute Tourismusexperten?? was ist in den letzten Jahren passiert,einzig das Vinschgeroberland um Burger und Zanzotti haben eine Aufschwung erfahren.

    • alsobi

      @bernhart, sie schreiben einen riesen großen Müll zusammen und erinnern mich an das Großmaul und Bauern das u.a. im Brunecker Gemeinderat sitzt, die Bauern zur Wolfsjagd aufwiegelt und nichts patritotische Parolen schmettert. Auf gehts Mando……….lach mich krank. Taten, Zusammenschlüsse der Lifte noch mehr die Bauern fördern! Wenn das alles ist………….dann NEIN DANKE!

    • george

      ‚bernhart‘, deine äußerst schlechte Information und deine eingefleischten Vorurteile lassen dich immer gleich schon über die „radikalen“ Grünen schimpfen und denen jegliche Schuld zuschieben. Dabei merkst du gar nicht, dass einige Grundlagen, die du hier aufzählst und etwas mehr Durchhaltigkeit und Ausgleich erbringen sollten, gerade von den Grünen immer schon vertreten wurden. Oder missverstehst du hier verschiedene Dinge ganz einfach bewusst oder unbewusst, weil dir vielleicht ein „Grüner“ irgendwann einmal auf die Zehen getreten ist?

      • bernhart

        Falls Ihr 2 Herrn es noch verstanden habs, die Grünen haben bei uns im Vinschgau viel verhindert, sie haben der Wirtschaft und denTourismustreibenden immer nur Steine in den Weg gelegt.

        • silverdarkline

          Na warum wohl? Aus Spass an der Freud? Oder doch eher um den nimmersatten Landschaftszerstörern und bauwütigen einen Riegel vorzuschieben?

        • george

          Welche „Grünen“? Waren sie im Vinschgau oben etwa an der Regierung? Du verwechselst hier wohl einiges. Was haben sie verhindert, etwa dass du auf Kosten anderer die Umwelt ausbeutest oder dass du die Umwelt verschandelst oder verseuchst? Was heißt bei dir „verhindert“? Etwa, dass du bestimmte geschützte Landschaftsbereiche nicht nach deinem Gutdünken platt machen durftest? Oder was meinst du oder willst du konkret aussagen?

  • hallihallo

    ja mit dem tourismus ist es halt wie überall in der wirtschaft: oder es geht aufwärts oder es geht abwärts.
    und wenn man mal als urlaubsdestination unattraktiv ist, geht es meistens sehr schnell bergab. jeder der von overtourism spricht , sollte mal im nächsten sommer einen ausflug auf die mendel machen. da kann er sehen wie es nach unten enden kann. und solche situationen gibt es in den apenin zuhauf.
    das soll nicht heißen , daß wir alles zulassen müssen, aber einige neue infrastrukturen braucht es halt auch in zukunft.

  • yannis

    Das größte Problem hierbei war und ist der Glaube an ein EWIGES Wachstum.
    z.B. ging und geht es auch den Portugiesen an der sog. Algarve, mehr Hotelruinen und überflüssige touristische „Betonpark’s“ sind anderswo kaum zu finden.

  • bernhart

    Yannis, sie können den Vinschgau nicht mit Portugal vergleichen.
    Für den Tourismus braucht es Visionen ,leider waren und sind viele selbsternannte Fachleute am Werk, die nur auf den eigenen Vorteil schauen. Ich war immer der Meinung, dass die nennen wir sie mal Kurtaxe für die Verbesserung der Infrastrukturen hergenommen wird, ich habe in den letzten Jahren keine Verbesserung in dieser Richtung gesehen. Es bringt nicht ein Gebiet einen neuen Namen zugeben , viel Geld bereitstellen und nichts passiert,

  • tirolersepp

    Braucht es überhaupt noch mehr Hotels in Schlanders ???
    Ab Schlanders Richtung Reschenpass sicherlich !

  • meintag

    Schlanders? Ach ja hat eine Fussgängerzone ohne nennenswerte Geschäftsidee. Kleidergeschäfte die es auch Anderswo gibt. Bars und Cafes welche in der warmen Jahreszeit besucht werden (könnten), aber wer bezahlt schon den doppelten Preis weil auch für das Parken abgecasht wird welches in den Nachbargemeinden Gratis ist.
    Der Chef des HGV Pinzger ist Schlanderser aber als Politiker genauso gescheidert wie als Hotelier in seinem geerbten Gästehaus in der Fraktion Vetzan. Er hat lieber bei Innsbruck in ein 5****** Hotel investiert um seinem Sohn ein Weiterkommen zu ermöglichen.
    Ja Schlanders ist der Hauptort des Vinschgaus hat aber in den letzten Jahrzehnten für den jungen Gast kein Mehr als Urlaubsdestinisation geschaffen weil Einige Wenige das Sagen haben und Alles abwürgen was nicht in ihr kleines Weltbild passt.

  • andreas

    Es gibt weit schönere Orte, wie z.B. Jenesien, wo auch nicht wirklich jemand Lust hat, großartig in Hotelprojekte zu investieren.
    Der Vinschgau bietet nun mal in dieser gegend weniger als andere Destinationen und nach Naturns, wo einige gute Hotels stehen, ist es auch nicht weit.

    Wenn die Leute im Ort trotzdem gut zurecht kommen, wozu also Hotels?

  • bernhart

    Schlanders ist ein schönes Dorf , gepflegt und sauber, die Fußgängerzone ist eine Bereicherung,
    Schlanders ist anders ,im Sommer finden schöne Feste stat und es erfreuen sich Gäste und einheimische. Schlanders ist einen Besuch wert.

  • andi182

    bernhart schönen Urlaub in Schlanders!!!

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