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„Die moralisch Fortschrittliche“

Landeshauptmann Arno Kompatscher würdigt die verstorbene Lidia Menapace: „Ihr Einsatz gegen Ungerechtigkeit war vorbildlich.“

Sie hat die Polit- und Kulturgeschichte in den vergangenen 70 Jahren in Italien und in Südtirol geprägt:

Lidia Menapace hat im Zweiten Weltkrieg als Partisanin gekämpft, 1964 ist sie als erste Frau – neben Waltraud Gebert Deeg – für die Democrazia Cristiana in den Südtiroler Landtag eingezogen. Sie wurde zu einem Bezugspunkt für die italienische Feminismus-Bewegung. Von 2006 bis 2008 war sie für die Rifondazione Comunista im Senat tätig.

Nun ist Lidia Menapace im Alter von 96 Jahren im Bozner Krankenhaus verstorben.

Wie Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstreicht, „verlieren wir mit Lidia Menapace ein Stück Geschichte, eine Zeitzeugin und Kämpferin gegen die Ungerechtigkeit und für den kulturellen und moralischen Fortschritt unserer Gesellschaft.“

Diesen Einsatz habe sie nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl in Südtirol als auch auf nationaler Ebene in der Politik fortgeführt, und zwar auf ihre energische und kämpferische Art und Weise, so Kompatscher.

Mit 18 Jahren war Lidia Menapace in der Zeit der „Resistenza“, dem Widerstand gegen den italinienischen Faschismus, als Verbindungsfrau der Partisanen mit dem Namen „Unterleutnant Bruna“ im Einsatz. In den 1950er Jahren zog die aus Novara stammende Menapace nach Bozen. 1964 wurde sie für die Democrazia Cristiana in den Südtiroler Landtag gewählt.

Sie wurde Landesrätin für soziale Fürsorge und Gesundheit. Nach ihrem Austreten aus der Democrazia Cristiana 1972 war sie unter den Gründern der Tageszeitung „Il Manifesto“. Ein Leben lang kämpfte Menapace für den Frieden und für Frauenrechte.

Von 2006 bis 2008 saß sie für Rifondazione Comunista im Senat.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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