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Die neuen Natur-Wächter

Die Landesregierung hat die Mitglieder der neuen Kommission für Raum und Landschaft ernannt, die ab sofort im Einsatz ist.

Die Landesregierung hat am Dienstag auf Vorschlag von Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer die Mitglieder der neuen Landeskommission für Raum und Landschaft ernannt. Diese tritt – wenn auch nicht mit ein und denselben Aufgaben – an die Stelle der Landeskommission für Natur, Landschaft und Raumplanung (KNLR).

Die neue Landeskommission für Raum und Landschaft ist ab sofort im Einsatz und wurde paritätisch besetzt: Unter den acht Mitgliedern der Kommission und deren Ersatzmitgliedern sind Frauen und Männer gleichermaßen vertreten. „Es ist uns gelungen, die neue Fachkommission sowohl hinsichtlich der Expertise als auch in Bezug auf die Geschlechterzusammenstellung ausgewogen zu besetzen“, zeigt sich Landesrätin Hochgruber Kuenzer erfreut.

Die Mitglieder

Der Vorsitz geht an Virna Bussadori, Direktorin der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung. Weitere Mitglieder sind Carlotta Polo (Raumplanung), Peter Kasal (Landschaftsökologie), Günther Unterthiner (Forstwirtschaft), Werner Hintner (Landwirtschaftswissenschaften), Marianne Erlacher (vom Rat der Gemeinden vorgeschlagen), Giorgio Gottardi (Naturwissenschaften) und Stefanie Calabrò (Sozial- und Wirtschaftswissenschaften).

Auch die Ersatzmitglieder sind paritätisch besetzt: Stellvertretende Vorsitzende ist Giulia Ligazzolo (Landesamt für Natur, Bereich Ergebung, Planung und Monitoring), Sylvia Ganthaler (Raumplanung), Matthias Zingerle (Landschaftsökologie), Konrad Pfattner (Forstwirtschaft), Claudio Francesco Sordini(Landwirtschaftswissenschaften), Lucia Attinà (vom Rat der Gemeinden vorgeschlagen), Enrico Brutti (Naturwissenschaften) und Ruth Unterholzner (Sozial- und Wirtschaftswissenschaften).

Neue Fachkommission, neue Aufgaben

Gezollt ist der Wechsel von der Kommission für Natur, Landschaft und Raumplanung (KNLR) zur Landeskommission Raum und Landschaft (LKRL) dem neuen Gesetz für Raum und Landschaft, das seit 1. Juli 2020 in Kraft ist. Die alte KLNR musste noch ein weiteres halbes Jahr im Einsatz bleiben, da alle bis 30. Juni 2020 in den Gemeinden eingereichten Änderungen in den Bauleit- und Landschaftsplänen noch nach dem alten Raumordnungsgesetz bewertet und entschieden werden sollten.

Auch die Aufgaben der neuen Kommission sind andere: Die Landeskommission Raum und Landschaft begutachtet die Entwicklungsprogramme der Gemeinden sowie alle Änderungen, die das Land oder die Gemeinden in den Landschaftsplänen vornehmen möchten. Ihr Pendant in den Gemeinden, die Gemeindekommission Raum und Landschaft, prüft alle in den Gemeinden zu behandelnden Planänderungen und nimmt die abschließenden Bewertungen der Änderungen in Ortskernen und Siedlungsgebieten vor. Die alte Kommission war sowohl für Bewertungen von Änderungen in den Bauleitplänen als auch in den Landschaftsplänen zuständig.

Die Gutachten der neuen Kommission zu den Änderungen im Landschaftsplan müssen zur Entscheidung immer auch der Landesregierung vorgelegt werden. „Die Erhaltung und der Schutz unserer Landschaft bleibt in der Kompetenz des Landes“, bringt es Landesrätin Hochgruber Kuenzer, die für die Schutzgebiete, Naturparke, aber auch für die Artenvielfalt zuständig ist, auf den Punkt.

Diese Kompetenzaufteilung zwischen Siedlungsgebieten und Landschaftsbereichen auf Gemeinden und Land ist eine der größten Änderungen in der Südtiroler Raumplanung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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