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Der Korridor

Mit Digitalisierung und Alternativ-Treibstoffen wollen Mobilitätslandesrat Alfreider und Bayerns Staatsministerin Schreyer die Zusammenarbeit beim Transit ausbauen.

Eine grenzüberschreitende Lösung für die Transitproblematik, die Förderung der emissionsfreien Mobilität und eine Digitalisierungsoffensive: Dies waren die zentralen Punkte einer kürzlich stattgefundenen Videokonferenz zwischen Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider und der Bayerischen Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr Kerstin Schreyer.

Gemeinsam für Steuerung und Verlagerung des Verkehrs

Die Gesprächspartner stimmten überein, dass die Belastungen durch den Transitverkehr nur durch ein koordiniertes Vorgehen verringert werden können. Alfreider betonte: „Unser Ziel ist die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene und emissionsarme Technologien auf dem gesamten Korridor. Deswegen werden wir verstärkt eine europäische Lösung anstreben.“ Dies könne nur gelingen, wenn man den Korridor München-Verona als einheitliches Aktionsfeld betrachte. „Das ist leider nicht immer der Fall“, mahnte Alfreider. Die Strategie des „Digital Green Corridor“ beinhalte nicht nur Investitionen in alternative Treibstoffe, sondern auch in Digitalisierungsprozesse. „Maßnahmen zur intelligenten Steuerung des gesamten Verkehrs setzen eine digitale Vernetzung, Sammlung und Standardisierung der Daten zwischen Straße und Schiene voraus. Auch dies kann nur im Schulterschluss aller Akteure zwischen Münchenund Verona gelingen“, sagte der Landesrat.

Neue Technologien nutzen

Staatsministerin Schreyer unterstrich ebenfalls, dass Investitionen in umweltfreundliche Technologien und weitere Anstrengungen zur Verlagerung auf die Schiene die zwei maßgeblichen Aktionsfelder für die Zukunft seien. „Bayern hat diesbezüglich ehrgeizige Ziele, zum Beispiel im Bereich des Wasserstoffs“, sagte Scheyer.

Man kam überein, einen gemeinsamen Austausch über den jeweiligen Entwicklungsstand bei der Wasserstoff-Strategie anzupeilen. Bayern sowie Südtirolbzw. die Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino wollen bis 2030 die notwendige Infrastruktur entlang des Korridors realisiert haben, um der Transitwirtschaft den Umstieg auf emissionsfreie Lkws wesentlich zu erleichtern.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • saustall_kritiker

    Ja hoppla. Da wird die Europaregion Tirol zitiert, schön:
    „Man kam überein, einen gemeinsamen Austausch über den jeweiligen Entwicklungsstand bei der Wasserstoff-Strategie anzupeilen. Bayern sowie Südtirolbzw. die Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino wollen bis 2030 die notwendige Infrastruktur entlang des Korridors realisiert haben…“
    Aber da frage ich mich, wo in diesem „virtuellen Konferenzraum“ sehe ich die Vertreter des Bundeslandes Tirol? Fürchtet man den von mir in der Transitfrage am meisten geschätzten Sepp Gurgiser, den ich hier haushoch mehr schätze als jeden der hier im Bild gesichteten? Wollen da die Südtiroler ohne die Nord-Osttiroler (und Trentiner) etwas mit den Bayern „ausschnapsen“ und scheinheilig die Europaregion zitieren? Jetzt verstehe ich langsam, warum letztere nicht funktioniert.

  • george

    ’saustall_kritiker‘, mein lieber Freund Gurgiser heißt immer noch Fritz und nicht Sepp. Soviel zu deinem Wissen!

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