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Bewegung und Grenzen

Museion Direktor Bart van der Heide (Foto: Luca Guadagnini)

Die zweite Ausgabe des Museion Bulletin befasst sich mit Grenzen und Grenzüberschreitungen.

Im Laufe der Zeit haben uns Künstlerinnen und Künstler immer wieder daran erinnert, dass die roten Linien, die wir in unseren geografischen, kulturellen und mentalen Landkarten ziehen, nicht in Stein gemeißelt, sondern immer von unserer Wahrnehmung abhängig sind. Leider mahnt uns das tödliche Risiko von Covid-19, dass das Überschreiten einiger Grenzen immer noch fatale Folgen haben kann. Wie viele andere uns nahestehende Institutionen, haben auch wir das Gebäude vorläufig geschlossen und versuchen, auf anderen Wegen eine bedeutungsvolle Verbindung zu unseren Kolleginnen und Kollegen sowie unserem Publikum aufrecht zu erhalten.

Daher haben wir für die zweite Ausgabe des Museion Bulletin das Thema der Bewegung weiterverfolgt, aber beschlossen, den Fokus leicht zu verschieben. Die Grenzen der Bewegungsfreiheit zu beleuchten, erschien uns in Anbetracht der unterschiedlichen Weisen, wie Künstlerinnen und Künstler sich Grenzen annähern – sei es im Rahmen öffentlicher Debatten über Migration, Identität und soziale oder politische Landschaften – angemessen und inspirierend.

Die von Gianni Pettena in die Landschaft gezeichneten roten Linien markieren Grenzen primär als künstliche Eingriffe in die Natur. Die Fotografien von Karl Unterfrauner lenken unsere Aufmerksamkeit auf „Wirts- und Wanderpflanzen“ und wie diese in feindlichen Umgebungen gedeihen. Das Reisen als physische Herausforderung, ist für den Künstler Cristian Chironi zentral. Für diese Ausgabe des Museion Bulletin hat der Schauspieler und Schriftsteller Lucas Da Tos Villalba seine Erfahrungen als Beifahrer von Chironi auf einer Städtereise in einem Fiat 127 niedergeschrieben. Die Künstlerin Sonia Leimer betrachtet in einem Interview die dunkle Seite des Mondes und den ökologischen Fußabdruck der Raumfahrt. Außerdem lernen wir den Direktor des Naturmuseums Bozen, David Gruber, kennen und fragen, was für ein Museum er auf dem Mond bauen würde.

Bart van der Heide, Museion Direktor

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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