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„Türen sind offen“

Manfred Pinzger

Auch in Südtirol könnten bald Covid-19-Infizierte mit einem milden Verlauf in Hotels untergebracht werden.

von Artur Oberhofer

In Rom, Genua und in anderen italienischen Großstädten gibt es sie bereits, die Hotels, in denen Covid-19-Patienten mit einem milden Krankheitsverlauf untergebracht werden. Laut dem italienischen Hotelverband Federalberghi hätten sich inzwischen allen italienischen Regionen Hotels bereiterklärt, ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Die Zimmer sind für Menschen ohne schweren Krankheitsverlauf und für solche, die ihre Quarantäne zum Schutz der Familie nicht zu Hause verbringen können, vorgesehen.

In Rom soll ein solches Corona-Zimmer nach einer Vereinbarung mit den Hoteliers etwa 30 Euro kosten.

Kostendeckend sei das für die Betreiber nach Angaben des Verbandes allerdings kaum.

Wie sieht es in Südtirol aus? Wären auch Südtiroler Hoteliers bereit, ihre Strukturen zu öffnen und solcherart dazu beizutragen, dass die überfüllten Spitäler entlastet werden?

Die TAGESZEITUNG hat bei HGV-Chef Manfred Pinzger nachgefragt.

TAGESZEITUNG Online: Herr Pinzger, werden auch Südtiroler Hotels ihre Pforten für Covid-19-Patiente öffnen?

Manfred Pinzger: Wir sind mit dem nationalen Verband in Kontakt. Wenn die Notwendigkeit besteht, dann tun wir die Türen auf, das ist überhaupt kein Thema!

Das bedeutet?

Momentan, so scheint es, hat die Politik die Sache im Griff. Wenn ich den Zivilschutz-Landesrat richtig verstanden habe, dann will man zuerst die öffentlichen Strukturen verwenden. Die Struktur in Gossensaß ist voll, in Sarns gibt es noch Spielraum. Dann war die Rede davon, dass man auch Masatsch in Kaltern oder Schloss Goldrain hernehmen will, um Patienten mit einem milden Verlauf bzw. Personen in Quarantäne unterzubringen. Wie gesagt: Wenn die öffentlichen Strukturen nicht mehr ausreichen sollten, dann stehen wir Gewehr bei Fuß.

Glauben Sie, dass es für einige Betriebe sogar interessant sein könnte, sie für Covid-19-Patienten zu öffnen?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass da ein Geld zu verdienen ist. Es geht da mehr um die Solidarität.

Wie viele Hotels würden denn in Frage kommen?

Ich denke, es kommen wohl nur Betriebe in den großen Zentren in Frage, sicher nicht ein Hotel am Reschen. Wir hoffen, dass die Zahlen bald wieder rückläufig sind und dass die öffentlichen Strukturen ausreichen. Wenn nicht, dass kann man selbstverständlich mit uns rechnen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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