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„Ein Befreiungsschlag“

Die SVP-Sozialpartnergremien rufen zur Teilnahme an den flächendeckenden Corona-Tests auf.

Die stark steigenden Zahlen der Corona-Infektionen in Südtirol und die starke Belastung des Sanitätswesens haben dazu geführt, dass seit vergangenem Samstag ein erneuter Lockdown über Südtirol verhängt wurde. Mit der Durchführung eines flächendeckenden Corona-Tests will die Landesregierung nun die Welle der Neuinfektionen brechen, damit dann so rasch als möglich die restriktiven Maßnahmen wieder gelockert werden können.

„Mit der Beteiligung an diesen Massentests leistet jeder und jede Einzelne einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Situation wieder unter Kontrolle kommt und wir in absehbarer Zeit zu einem möglichst normalen Alltag zurückkehren können! Wir rufen daher die Südtiroler Bevölkerung auf, Eigenverantwortung zu übernehmen und an den flächendeckenden Tests am kommenden Freitag bis Sonntag teil zu nehmen!“, appellieren die Vorsitzenden der Sozialpartnergremien, Josef Tschöll (SVP-Wirtschaft), Magdalena Amhof (SVP-ArbeitnehmerInnen) und Siegfried Rinner (SVP-Landwirtschaft).

„Man kann zur Corona-Epidemie und den Maßnahmen zur Eindämmung stehen wie man will – und es gibt dazu auch unter Experten unterschiedlichste Meinungen. Tatsache ist jedoch, dass die Anzahl der Neuinfektionen und der Erkrankten, die eine Behandlung in den Normalstationen, aber auch auf den Intensivstationen der Südtiroler Krankenhäusern benötigen, in Südtirol ein Maß angenommen hat, welches in kürzester Zeit zu einem Kollaps des Gesundheitssystems führt, wenn die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus nicht gebremst werden kann“, betont der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft Josef Tschöll. „Die flächendeckenden Tests können ein Befreiungsschlag sein, wenn sich der Großteil der Südtiroler und Südtirolerinnen daran beteiligt.“

Siegfried Rinner

„Es müssen jetzt alle an einem Strang ziehen und das gegenseitige Ausspielen oder Schuldzuweisen zwischen Gesellschaftsgruppen oder verschiedenen Wirtschaftszweigen muss aufhören. Ziel ist es, wieder zu einem annähernd normalen Gesellschafts- und Wirtschaftsleben zurückzukehren“, so Siegfried Rinner, Vorsitzender der SVP-Landwirtschaft.

Die Teilnahme an den flächendeckenden Tests als Voraussetzung dafür, dass Betriebe geöffnet bleiben oder wieder öffnen können, sei eine große Chance: „Dadurch können Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem sicheren Umfeld weiterarbeiten, Arbeitsplätze werden erhalten und der Wirtschaftskreislauf kommt nicht zum völligen Stillstand.“

„Die Teilnahme an den Tests ist auch Teil der Sicherheit am Arbeitsplatz und bildet die Grundlage für ein sicheres und verantwortungsbewusstes Arbeiten. Schützen wir uns selbst, aber auch unser Gegenüber,“ so die Vorsitzende der SVP ArbeitnehmerInnen, Magdalena Amhof. „In einigen Ländern wie der Slowakei wurden bereits solche flächendeckenden Corona-Tests durchgeführt und haben in der Folge dazu beigetragen, die Neuinfektionen wieder zu senken und das Virus besser einzudämmen. Ebenso plant unser Nachbarland Österreich nun solche Massentests.“

„Die Südtiroler Landesregierung und der Südtiroler Sanitätsbetrieb werden in Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz, den Gemeinden sowie mit mehreren anderen Organisationen diese flächendeckenden Tests bestmöglich vorbereiten. Dann liegt es an uns, der Südtiroler Bevölkerung, unseren Beitrag zu leisten und etwas für unser Land zu tun! Nutzen wir gemeinsam unsere Chance die zweite Welle zu brechen!“, appellieren die drei Vorsitzenden eindringlich.

Josef Tschöll

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (12)

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  • tirolersepp

    Wenn die Magdalena, der Siegfried und der Josef sich testen lassen, dann werde ich auch hingehen !

  • staatsfeind

    Bei einer Fehlerquote von 2% falsch Positiven, sind in Südtirol grob 10.000 Positive zu erwarten, selbst wenn niemand positiv ist. Dieser epochale Unsinn wird noch in die Geschichtsbücher eingehen.

    • ronvale

      Wäre interessant zu wissen, von welchem Hersteller diese Antigen-Schnelltests stammen.

      Ein chinesischer Hersteller wurde sehr bekannt dadurch, dass seine Tests nur in 30% der Fälle Infizierte korrekt erkannten. Andere Hersteller reklamieren eine Sensitivität von 95%.

      Folglich, angenommen alle Einwohner würden getestet und darunter befinden sich 10000 Infizierte, dann werden 9500 als Positiv erkannt. Falls nun auch 10000 als falsch positiv erkannt werden, dann liegt sogar bei diesem hochqualitativen Antigen-Test die Fehlerrate bei über 50%.

      Falls man als positiv eingestuft wird, sollte man sich auf jeden Fall mittels PCR nochmals testen lassen.

    • n.g.

      „epochaler Unsinn“

      Treffender gehts nicht! Wie epochal der Unsinn ist werden wir in wenigen Jahren wissen und zu spüren bekommen!

  • saustall_kritiker

    Die arbeitnehmende, Mercedes fahrende Magdalena ist wie die Politiker der SPD. Fahren große Autos und sagen die Arbeiterschaft zu vertreten. Dabei stimmen sie sogar – zumindest bei uns – der Aussperrung der Arbeiterschaft für eine Woche zu. Wen wunderts, wenn in Deutschland die SPD immer mehr verliert, leider Gottes an die AFD. Ähnliches geschieht halt auch dann bei uns. Da hilft dann kein Heulen und Zähne knirschen. Da können sie höchstens noch singen: Mea culpa, mea maxima culpa…… 🙁 🙁

  • criticus

    Was, sitzt die Amhof auch im Landtag?

  • thefirestarter

    Als nächstes erwarte ich mir den LB der uns auf den Krieg einschwört:

    „Ich habe nichts zu bieten außer Chaos, Verwirrung, Tränen und Schweiß“ oder

  • drago

    Wenn die Magdalena, der Siegfried und der Josef dafür sind, kann etwas nicht stimmen.

  • kirke

    Mit dem Lächeln des Josef rottet man jede Seuche aus. Kein Virus übersteht diesen Anblick.

  • bzb

    Bin neugierig, wieviele der Politiker und Politikerinnen beim Massentest freiwillig und kostenlos mithelfen werden oder es nur beim Aufruf belassen, dass wir alle zum Test gehen sollen.

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