Cookie Consent by TermsFeed
Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Der Appell der Eltern

Der Appell der Eltern

(Foto: LPA/ 123rf)

Der Landesbeirat der Eltern appelliert an die Politik, die unteren Schulstufen mit Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten.

Der Landesbeirat der Eltern ist hocherfreut, dass es gelungen ist, die Schulen in den Hochrisikogebieten am 9. November zu öffnen, bzw. offen zu halten.

Gleichzeitig ist der Landesbeirat besorgt, dass die Schulöffnung nur von kurzer Dauer sein könnte.

„Wir sind uns der aktuellen Notlage bewusst und werden mitverantwortlich das Beste geben, um das Infektionsrisiko in den privaten Haushalten so gering als möglich zu halten“, heißt es in einer Aussendung.

Im Hinblick auf den bevorstehenden totalen Lockdown schreibt der Landesbeirat:

Wir wissen, dass glücklicherweise die Zahlen und Statistiken deutlich gemacht haben, dass die in den Schulen umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen sehr gut gegriffen haben. Somit hat es in den deutschen Schulen keinen einzigen Fall eines Schulclusters gegeben hat. In den Kindergärten und Schulen der Unterstufe liegen die Ansteckungszahlen sogar signifikant unter jenen im öffentlichen Bereich.

Wir wissen und verstehen, dass die Situation im Sanitäts-Department sehr angespannt ist und die operativen Hinweise des Sanitätsbereiches aufgrund der aktuellen Entwicklungen und Veränderungen rund um Quarantäne und Testungen ausgelaugt sind und überarbeitet werden müssen

Darum verstehen wir Ihre Sorge um das Gemeinwohl und möchten ergänzend unsere Sorge, nämlich das Gemeinwohl der Kinder und Schüler ins Licht rücken.

Es ist aus entwicklungspsychologisch-relevanter Sicht zu beachten, dass vor allem für die Schüler der Unterstufe der Präsenzunterricht wichtig ist. Ein Fernunterricht in dieser Altersstufe ist auch aus methodisch- didaktischer Sicht nicht sinnvoll und zielführend. Gerade in dieser Entwicklungsstufe läuft Bildung über die Beziehungsebene. Wir Eltern sind natürlicherweise mit unseren Kindern auf einer anderen Beziehungsebene verbunden und können die wertvolle Arbeit der Schulpädagogen nicht ersetzen. Bildung ist für unsere Kinder ein Grundrecht, somit verfassungsrechtlich verankert und darf nicht schon wieder von der sozialen Herkunft der Eltern abhängen.

Darum bitten wir Sie eindringlich, die Bildungseinrichtungen der unteren Schulstufen mit Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten. Sollten Sie sich dennoch für eine KURZE Schulschließung entscheiden, dann bitten wir Sie diese mit wissenschaftlichen Daten zu begründen. Eine Vorlaufzeit von 3-5 Arbeitstagen wäre insofern empfehlenswert, damit wir Eltern Zeit haben, uns organisatorisch und arbeitstechnisch auf die neue Situation einzustellen.

Ein Notbetreuungsdienst für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, muss die Grundlage für eine Schließung der Bildungsstätten sein.

Ein interdisziplinärer Krisenstab im Bildungsressort einzurichten, war schon seit April unser Anliegen. Gerade jetzt braucht es gemeinsame Lösungsprozesse. Mittels Mitreden und Mitdenken werden Ihre Entscheidungen verständlich, bekommen einen Sinn und sind für uns gestaltbar. D. h. konkret, dass gemeinsam erarbeitete Problemlösungen von allen Beteiligten gesellschaftlich mitgetragen werden und Sie in Ihren Entscheidungen gestärkt sind. Und dies wäre wohl auch in Ihrem Sinne.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (20)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • prophet

    Woß soll der Blödsinn?
    Olle Schüler kehren wieder zurück in den Unterricht….

    • tiroler

      Alles Bla Bla. Was sollen diese Beiräte?? Schauts ihr nicht auf die Infektionszahlen? Elternbeirat, Frauenbeirat, Männerbeirat und und und…
      War schon verrückt 2 Tage die Schulen wieder zu öffnen.
      Die Beiratssupergscheiden sollen mal einen Besuch in der Intensivstation vornehmen.

  • tiroler

    Alles Bla Bla. Was sollen diese Beiräte?? Schauts ihr nicht auf die Infektionszahlen? Elternbeirat, Frauenbeirat, Männerbeirat und und und…
    War schon verrückt 2 Tage die Schulen wieder zu öffnen.
    Die Beiratssupergscheiden sollen mal einen Besuch in der Intensivstation vornehmen.

  • heinz

    Total unverantwortlich, was der Landeselternbeirat fordert.
    Jetzt müssen möglichst alle Kontakte drastisch vermieden werden!

  • lizmartello

    Der Brief des Elternbeirates enthält Falschdarstellungen:
    „Somit hat es in den deutschen Schulen keinen einzigen Fall eines Schulclusters gegeben“
    FALSCH: Das Vinzentinum in Brixen wurde bereits eine Woche vor den Ferien geschlossen wegen der zahlreichen Ansteckungen dort. Weitere Fälle von (teilweisen) Schulschließungen waren den Medien zu entnehmen.
    „In den Kindergärten und Schulen der Unterstufe liegen die Ansteckungszahlen sogar signifikant unter jenen im öffentlichen Bereich.“ Wie wird das belegt und was soll öffentlicher Bereich heißen? Ca. 70 Prozent der Neuinfektionen scheinen in Familienclustern aufgetreten zu sein. Ein guter Teil davon kann auch von Schulkindern in die Familien getragen worden sein. Noch vor den Ferien wurden über 200 positive Fälle allein in den deutschen Schulen gemeldet. Bei den dort angegebenen Zahlen konnte man erkennen, dass es in allen Schulstufen durchaus relevante Ansteckungszahlen gab. Was soll die Aussage in der Aussendung heißen: „werden mitverantwortlich das Beste geben, um das Infektionsrisiko in den privaten Haushalten so gering als möglich zu halten“. Wollen jetzt die Eltern, die ein Maskentragen in der Schule abgelehnt haben, zuhause mit Maske herumlaufen oder wie bitte wollen sie eine Ansteckung daheim verhindern? Ich kenne mittlerweile einige Familien, wo alle krank geworden sind und das ist neben der Krankheit auch rein organisatorisch ein ziemlicher Supergau. Würden die Eltern diesen Brief auch unterzeichnen, wenn sie wüssten, dass sie selbst bei einem ungünstigen Verlauf vielleicht kein Krankenhausbett mehr bekommen?
    „Situation im Sanitäts-Department sehr angespannt“ – Wenn kein Monitoring bzw. schnelles Testen an den Schulen gesichert werden kann, wird es weiterhin zu Ansteckungen und möglicherweise auch Clustern in diesem Bereich kommen.
    In zwei Dingen stimme ich dem Elternbeirat zu: „darf nicht schon wieder von der sozialen Herkunft der Eltern abhängen“ und „Ein Notbetreuungsdienst für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, muss die Grundlage für eine Schließung der Bildungsstätten sein.“ Je nach familiärer Situation zuhause (die den Lehrpersonen meist sehr gut bewusst ist), kann mitunter auch für Kinder, denen es zuhause nicht möglich ist unterstützt zu werden, der Notbetrieb offen stehen bzw. bei älteren Kindern kann ein Tutoring-System durch die Lehrpersonen Abhilfe schaffen.

    • n.g.

      Sorry, aber hast du selbst Kinder, Kinder unter 12 Jahren? Weisst du wivkn du sprichst wenn sie zu Hause bleiben müssen?

      • lizmartello

        @n.g. Ja, ich habe Kinder, beide seit halb acht in der Früh gerade beim Fernunterricht, funktioniert wunderbar. Ich sage nicht, dass es für die Kinder einfach ist, dass ihnen ihre Freunde und die Lehrpersonen nicht fehlen würden etc. Aber wenn wir sie positiv in diesem Weg unterstützen, dann wird das Zuhause-Lernen auch für einige Wochen und eventuell Monate des Notstands gelingen. Bei der Frage nach Kindern unter 12 höre ich eher die Frage nach der Betreuung heraus. Ich glaube, dass es am Ende nicht so viele Familien gibt, wo beide Elternteile in systemrelevanten Berufen tätig sind (wo ich ja für die Notbetreuung argumentiert habe). Wenn im Lock-Down im Frühjahr gerade mal 20% der Väter die Kinderbetreuung übernommen haben, dann wäre es jetzt vielleicht an der Zeit diesen Wert Richtung 50% zu bringen. Wenn so vieles geschlossen hat, wird sich die Betreuung der Kinder organisieren lassen. Nur Mut, wenn Frauen Home-Office und Home-Schooling im Frühjahr geschaukelt haben, dann schaffen das die Väter doch auch locker, oder?

        • heinz

          @lizmartello
          Ganz Ihrer Meinung. Fernunterricht ist durchaus möglich, wenn endlich auch Väter Verantwortung übernehmen. Erziehung ist nicht nur Frauensache!

          • prophet

            Zio heinz in welchen Jahrhundert bischn du hängen geblieben?

          • yannis

            es soll aber Väter geben, die im Gegensatz zu allerlei Staats-Sesselfurzern, für die Ernährung ihrer Familie hart und nicht selten weit von zu Hause weg arbeiten müssen,

            was glaubt man z.B., bringen lebensnotwendigen Waren die „Heinzelmännchen“ von A nach B oder sind es doch die LKW Fahrer….

        • prophet

          lizmartello du Bisch scheinbar a im folschen Film!

          • heinz

            @prophet
            In welchem Jahrhundert, fragst du?Im 21. Jahrhundert, im Jahrhundert der Digitalisierung, im Jahrhundert der gemeinsamen Familienverantwortung von Vätern und Müttern.
            Nicht wie du, der im 19. Jahrhundert stecken geblieben bist, Profetl 😀

          • prophet

            Scheinbar nit, weil das heint Väter genauso in Erziehung, Haushalt usw miteinbezogen sind…
            Scheint bei dir vorbei gegangen zu sein!

        • cicero

          Tja liebe Frau Martello der Urlaub dürfte bei vielen aber aufgebraucht sein. Aber die Väter die sich in der Lohnausgleichskasse befinden nähern sich sicherlich den 50 Prozent. Do gesehen guter Vorschlag.

  • paesan74

    Die Lösung ist ganz einfach: Die Schulpflicht aufheben! Dann würden sicherlich 30-40% in Fernunterricht gehen, das sollte auch kein Problem sein, denn wenn die Schulen offen bleiben kommen sowieso jede Menge Quarantänekinder in den Fernunterricht. Des weiteren würden weniger Kinder in den Klassen sein, somit kann der Abstand größer sein und man könnte auch die Maskenpflicht während des Unterrichts wiederrufen. Auch in den Transportmitteln wären weniger Kinder und alle wären zufriedengestellt.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen