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„Leihen wir Eltern Computer“

Quarantäne und Lockdown: Ein guter Fernunterricht erfordert die richtige Ausrüstung. Stellen wir sie zur Verfügung, fordern die Grünen.

Es ist wieder soweit. Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit breitet sich Covid-19 wieder vermehrt aus, die Zahl der Positiven und der Krankenhauseinweisungen steigt dramatisch an.

Die Maßnahmen der Landesregierung sehen vor, die Grund- und Mittelschulen vorerst offen zu lassen, aber inzwischen sind bereits viele Klassen in Quarantäne und damit zum Fernunterricht gezwungen.

„Die Erfahrung des Lockdowns im Frühjahr hat gezeigt, dass diese Art von Unterricht möglich hochwertige technologische Hilfsmittel erfordert. Familien verfügen nicht immer über Computer, Drucker, Scanner“, so die Grünen am Samstag.

Und selbst wenn die Ausrüstung vorhanden ist, müssten sich Eltern im Smart-Working und Kinder im Fernunterricht die Geräte teilen.

In der nächsten Landtagssitzung bringen die Grünen einen Beschlussantrag ein, um Familien, die diesbezüglich in Schwierigkeiten sind, zu unterstützen.

Die sich bereits abzeichnende Wirtschaftskrise mache es für Familien noch schwieriger, sich die notwendige Ausrüstung zu beschaffen, um es ihren Kindern zu ermöglichen, dem Unterricht bestmöglich zu folgen.

„Aus diesem Grund glauben wir, dass ein kostenloser Leihservice eine Lösung ist, um einer großen Zahl von Kindern und Jugendlichen die Geräte, die sie im Falle einer Quarantäne benötigen, so günstig wie möglich zur Verfügung zu stellen“, so die Grünen.

„Die Idee kam von Marlene Pernstich, Gemeinderätin der Grünen in Kaltern,“ – erklärt die Erstunterzeichnerin Brigitte Foppa – und aus ihrer Idee haben wir eine Reihe von Vorschlägen entwickelt, die die Grünen teils auf Landes- und teils auf Gemeindeebene einbringen wollen. Unter anderem könnte ein technischer „Service Desk“ ein willkommener Dienst sein, der von Familien, Schülerinnen und Schülern geschätzt wird.

Auch andere Gemeinderäte und Gemeinderätinnen, unter ihnen Markus Frei in Brixen und Judith Kienzl am Ritten, hätten an Beschlussanträgen auf Gemeindeebene mitgearbeitet und wollten sie in ihren jeweiligen Gemeindeneinbringen.

Diese sehen vor, eine Anlaufstelle innerhalb der Gemeinde einzurichten, an die sich Familien mit Kindern in Quarantäne oder in Fernunterricht wenden können und von der sie Unterstützung technischer Natur erhalten.

„Diese Ansprechperson soll zudem als Schnittstelle zwischen Schule/Lehrpersonen und Zuhause fungieren – und bei der Kommunikation zwischen beiden Parteien unterstützend zur Seite stehen. Gemeinsam ist besser als einsam! Auch in Zeiten der physischen Distanzierung können und müssen Land und Gemeinden Netzwerke bilden“, so die Grünen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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