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„Ein schwerer Schlag“

Foto; 123rf

Der Landesbeirat der Schülerinnen und Schüler akzeptiert zwar die Schließung der Oberschulen, stellt aber gleichzeitig Bedingungen, damit die Schüler nicht überfordert werden.

Ab kommenden Montag werden die Ober- und Berufsschulen in Südtirol ihre Tore nicht mehr aufsperren. Der Anteil des Fernunterrichts wird auf 100 Prozent steigen.

Nun meldet sich auch der Landesbeirat der Schülerinnen und Schüler für die deutschsprachige Schule zu Wort. Dieser bezeichnet die Schließung als „schweren Schlag“ für die Schüler. Dabei sei vor allem das Fehlen der sozialen Kontakte nicht leicht zu verdauen: „Das gesamte Frühjahr waren wir, die sonst immer von Gleichaltrigen umgeben sind, gezwungen, auf diese so wichtigen Kontakte zu verzichten – und nun, nachdem wir über den Sommer ein wenig Sicherheit, die uns die Schule immer geboten hatte, zurückgewonnen haben, erleben wir ein Déjà-vu. Die Schule stellt trotz aller Konflikte, die wir des Öfteren mit ihr haben, einen großen Teil unseres alltäglichen Lebens dar. Einen Ort, der uns Arbeitsplatz und Heimat zugleich ist – dass wir diesen Raum erneut verlieren, ist bedauerlich und erschreckend.“

Dennoch sei man grundsätzlich dazu bereit, die Schließung zu akzeptieren. Gleichzeitig stellt der Landesbeirat aber auch Bedingungen: „Wir erwarten uns, dass die Schulen so bald als möglich wieder öffnen und dass sie dabei als erste, nicht als letzte berücksichtigt werden. Wir erwarten uns, dass sich das Bildungssystem, die Lehrpersonen und der Unterricht genauso wie wir an die aktuelle Situation anpassen, neue Zeiten erfordern neue Methoden, kein Weiter-so. Und wir erwarten uns, dass wir, die Schülerinnen und Schüler und ihre Vertretungen, eingebunden werden in die Entscheidungen und Entschlüsse, die auf allen Ebenen bezüglich Bildung getroffen werden. Kurz, wir wollen angehört und auch ernst genommen werden.“

Das Konzept des Fernunterrichts wurde laut Landesbeirat bereits im letzten Schuljahr, und wird auch jetzt wieder, vor allem auf Kosten der Schülerinnen und Schüler angewandt – das werde man nicht mehr hinnehmen. Sollte es kein Umdenken geben, werden das Bildungssystem und die Schüler die größten Schäden davontragen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • olle3xgscheid

    So!!! Und iatz dürfen die Kinder wieder Texte kopieren einfügen kürzen zusammenfassen usw. Schöne Schule !! Auch und vor allem mit Kinder mit Beinträchtigung . Schule 2020 !!! Wer hätte das gedacht . Vieken Dank an die Entscheidungsträger!!!!!

  • olle3xgscheid

    So!!! Und iatz dürfen die Kinder wieder Texte kopieren einfügen kürzen zusammenfassen usw. Schöne Schule !! Auch und vor allem mit Kinder mit Beinträchtigung . Schule 2020 !!! Wer hätte das gedacht . Vielen Dank an die Entscheidungsträger!!!!!

  • n.g.

    Das System nennt sich: bring es die selbst bei.
    Vielleicht besteht bei dem System die Logik darin, dass die Politik die Lehrer und Schulen abschaffen will. Wenn sich doch die Kinder alles selbst beibrungen können.
    Ein Verschwörungstheoretiker würde sigar so weit gehen und behauptet das tun sie absichtlich um das kommende Volk dumm zu halten. *grins*
    Die kommenden Trumps hätten die helle Freude dran!

  • flottebiene

    Unsere Landesregierung hat in Sanitätswesen und Bildungspolitik komplett versagt…
    Viel Blabla- ohne richtige Massnahmen

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