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„Veraltete Daten“

LH Arno Kompatscher

Für LH Arno Kompatscher ist die Entscheidung, Südtirol als gelbe Zone auszuweisen, nicht nachvollziehbar und könne nur auf der Berücksichtigung längst überholter Daten beruhen.

Mit neuestem Ministerialdekret wurde Südtirol, was das Covid-19-Risiko betrifft, als sogenannte „gelbe Zone“ eingestuft.

Für Landeshauptmann Arno Kompatscher ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar und könne nur auf der Berücksichtigung längst überholter Daten beruhen:

„Unsere Infektionsdaten sind seit 25. Oktober stark angestiegen. Laut Rom gehören wir wie das Trentino zur gelben Zone, obwohl wir mit weniger Einwohnern aktuell die dreifache Anzahl von Intensivpatienten und doppelt so viele Krankenhauseinweisungen aufweisen.“

Zudem zähle Südtirol durchschnittlich die doppelte Anzahl von Neuinfektionen, erklärt Kompatscher.

In letzten Tagen hohe Coronavirus-Infektionszahlen

Man brauche sich nur die hohen Infektionszahlen der vergangenen Tage und vor allem auch von heute mit erwiesenen 762 Neuinfektionen anzuschauen, um zu verstehen, dass es in Südtirol dringender Maßnahmen bedurfte und bedarf, um die Infektionsketten zu durchbrechen.

„Wir haben längst reagiert und mussten leider auch zahlreiche Gemeinden, selbst die Landeshauptstadt, zu sogenannten roten Zonen erklären, um die Gesundheit der Menschen zu schützen“, fügt Kompatscher hinzu.

„Die Infektionsherde vermehren sich leider zunehmend. Die epidemiologische Entwicklung in Südtirol erfordert leider drastische und wenig beliebte Maßnahmen. Deshalb gehen wir einen Schritt weiter als vom Staat verordnet und haben auch Maßnahmen ergriffen, die für die nächste Risikostufe vorgesehen sind.“

Was Schule, Kindergarten und Kinderbetreuungsdienste betrifft, will die Landesregierung, wie bereits angekündigt, die diese Woche noch laufenden Herbstferien nutzen, um die Situation jeder einzelnen Gemeinde zu bewerten und gegebenenfalls anhand der vorliegenden Daten in Problemgemeinden nachzubessern. Dazu sollen heute in einer außerordentlichen Sitzung der Landesregierung die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden.

Am Nachmittag wird Landeshauptmann Kompatscher am Donnerstag auch den Südtiroler Landtag über die aktuelle Situation und die Beweggründe für die getroffenen Entscheidungen informieren.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (9)

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  • huggy

    Der LH kann ja bei Conte um Einstufung als rote Zone bitten, oder selber endlich etwas sinnvolles unternehmen.

  • rainerzufall

    Wo bleibt die Kommunikation zwischen unserem LH und Conte? Verstehe nicht wieso vor einer Ausweisung der Zonen in gelb, orange und rot nicht mit den jeweiligen Regionen gesprochen wird?
    Macht endlich euren Job!!!

  • schumi

    7. Februar 1968, Major Booris 9. US-Infanteriedivision, Ben Tre Vietnam „Es war nötig, das Dorf zu zerstören, um es zu retten.“

    5. November 2020, LH Kompatscher, „Wir … mussten … zahlreiche Gemeinden, … zu sogenannten roten Zonen erklären, um die Gesundheit der Menschen zu schützen“

  • sepp

    do patscher hot no nett miet krieg das seine sanitäts experten nix auf die reihe kriegen ausser mit sprüchensie hoben ols in griff dei typen hätten noch die china masken schnell aussi kaut keart dei hoben nie nix in griff kop nett amol a poor richtige masken hobnse do kafft

  • keepon

    Klingt schon fast so, als wäre der LH enttäuscht darüber, daß Südtirol „nur“ als gelbe Zone ausgewiesen worden ist, um seine drastischen Entscheidungen rechtfertigen zu können!!!

  • checker

    Die Landesregierung ist einer der Hauptverantwortlichen in diesem Corona – Desaster. Davon sollten wir bitte nicht ablenken…Die Sanität läuft auf dem Niveau eines Dritte-Welt Landes und solange die halben Tests einfach verschludert werden, werden wir noch ewig Lockdowns machen.

  • mwald

    Lieber LH kümmere dich um die Kranken und lass die Gesunden mit deinen Maßnahmen in Ruhe. Das Geld für die Krankenhäuser fällt nicht wie Manna vom HImmel, sondern muss von der arbeitenden Bevölkerung verdient werden.

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