Cookie Consent by TermsFeed
Du befindest dich hier: Home » Politik » Der gescheiterte Rösch

Der gescheiterte Rösch

Paul Rösch

Auch am Mittwochabend hat Bürgermeister Paul Rösch keine Mehrheit für eine Stadtregierung erreicht. Es kommt zu Neuwahlen.

In Meran konnte auch am Mittwochabend keine Einigung über die Zusammensetzung der neuen Regierungsmannschaft gefunden werden. Damit ist die 30-Tage-Frist abgelaufen. Die Verwaltung der Stadt wird in den nächsten Tagen von einem Kommissar übernommen. Die Neuwahlen werden im nächsten Jahr stattfinden.

Nachdem in der Gemeinderatssitzung vom Dienstag das Grundsatzpapier des Bürgermeisters und sein Vorschlag zur Bildung einer Übergangsregierung abgelehnt wurden, hat Paul Rösch am Mittwochabend dem Meraner Gemeinderat einen neuen Vorschlag unterbreitet.

Der Bürgermeister legte folgenden siebenköpfigen Ausschuss zur Abstimmung vor: Rösch selbst, Andrea Rossi und Madeleine Rohrer (Grüne/Liste Rösch), Dario Dal Medico (La Civica per Merano), Nerio Zaccaria (Alleanza per Merano), Stefan Frötscher (SVP) und die von außen berufene Anwältin Elena Scala. Dabei hätte es zur Halbzeit der Amtsperiode einen Wechsel geben sollen: Madeleine Rohrer – zunächst in den Stadtrat mit den selben Zuständigkeiten aufgenommen, die sie bereits in der Legislatur 2015-2020 inne hatte (Umwelt, Raumordnung, Mobilität) – wäre nach zweieinhalb Jahren mit einem SVP-Vertreter ersetzt worden.

Auch dieser Vorschlag wurde vom Gemeinderat abgelehnt – mit 24 Gegenstimmen und 12 Ja-Stimmen.

Nun wird ein kommissarischer Verwalter bzw. eine kommissarische Verwalterin das Ruder in Meran übernehmen.

Um die Öffentlichkeit über die jüngsten Entwicklungen zu informieren, wird Bürgermeister Paul Rösch am Donnerstag um 10:30 Uhr vor der Landesfürstlichen Burg eine Pressekonferenz abhalten.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (49)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • andreas

    Rösch wollte unbedingt die Rohrer bei Umwelt, Raumordnung und Mobilität durchbringen, damit das derzeitige Wirtschaftssterben noch durch deren Maßnahmen etwas beschleunigt wird.

    Natürlich wäre ein autoloses Meran, wo die Bürger den ganzen Tag in Birkenstocksandalen durch die geschäftslosen Lauben flanieren können, um dann auf die Promenade zu gehen, um Blumen zu pflücken, im Sinne der Rohrer.
    Dumm ist halt, dass der arbeitende Pöbel, welchen sie überall schikanieren möchte, nicht wirklich Lust hat, ihr diese Träume zu finanzieren. 🙂

    Aber auf jeden Fall hat sich Rösch verzockt und wenn man diverse Abstimmungen mit 2/3 verliert, liegt es nahe, dass die Vorschläge vielleicht nicht wirklich annehmbar waren.

    • zusagen

      Die Bürger haben Rösch gewählt, weil sie das lärmende, verrußte Meran nicht mehr ertragen. Das ist zu respektieren. Es ist kurzsichtig an alten Gewohnheiten festzuhalten, da Abstriche dadurch nicht verhindert sondern nur verschoben werden. Die Wirtschaft muss sich halt auch dem Zeitgeist anpassen und investieren wo es sinnvoll ist. Viele haben inzwischen verstanden, die Gunst der Stunde ist leicht mal verschlafen.

    • george

      @andreas
      Dein pöbelhafter Schrieb zeigt wirklich, dass du selbst pöbelhaft bist und nicht wirklich der „arbeitende Pöbel“, wie du ihn hier sehr gemein bezeichnest. Du willst wohl etwas Besseres sein? Hochmut kommt vor dem Fall!

    • besserwisser

      ausführliche analyse und faktenfreie behauptungen ohne hintergrundwissen von @andreas. wie immer.

    • yannis

      @zusagen, george & besserwisser,

      könnte es sein dass @andreas diesmal wirklich recht, wenngleich auch ich nicht immer mit seiner Meinung konform bin ?

      • george

        @yannis
        Wenn jemand so „pöbelhaft“ schreibt (wie ‚andreas‘ hier) und gleichzeitig sich selbst immer als das „non plus ultra“ gibt, hat er nie recht; denn so ist es nicht, dass nur „schwarz-weiß“ vorhanden ist.

        • andreas

          Zum Thema Anzeige gegen Tarfusser, kannst heute auf einer anderen Webseite nachlesen, um was es da geht.
          Dies zum Thema ob ich richtig liege oder nicht….

          • george

            Was hat das „Thema Anzeige gegen Tarfusser“ hier zu tun? Nur, weil er sich nicht für die Bürgermeisterwahl in Meran vereinnahmen ließ, willst du darauf Bezug nehmen? Daraus sieht man wiederum, welche fadenscheinigen Gründe du immer suchst, um die Dinge rechfertigen zu wollen.

    • criticus

      Für die Verkehrsmisere in Meran sollte sich hauptsächlich die SVP bei der Nase nehmen. Sie hatte ja Jahrzehnte vor Rösch das Kommando. Aber, Herr Rösch, wenn man Straßen wo man parken durfte einfach als Parkverbot deklariert und keine Alternativen schafft, dann bekommt man irgendwann die Rechnung präsentiert. Schafft vorher Alternativen und danach kann man Straßen in Parkverbote umwandeln. Leider Gottes kann nicht jeder Pendler mit dem Fahrrad in die Stadt! Zudem waren es die Grünen, die gegen den Küchelbergtunnel und den geplanten Garagen waren. Sture Kurzsichtigkeit in Birkenstocksandalen.

      • zusagen

        Das Problem sind nicht die Pendler sondern all jene die für jede Erledigung in der Stadt das Auto benötigen. Dass das auch viele Pendler sind die noch kurz nach der Arbeit mit dem Auto ein Eis holen müssen ist eben nur zu vermeiden wenn diese auf ihre Gemütlichkeit freiwillig verzichten oder dazu gezwungen werden

  • gestiefelterkater

    Dann hat er jetzt endlich Zeit sein Hobby, Schuheputzen, zum Beruf zu machen. Natürlich wird er dabei eine dreifarbige Bauchbinde tragen.

    • robby

      @gestiefelterkater, ich habe mich bei Rösch bereits mit 2 Paar Schuhen vorgemerkt. Die Antwort steht noch aus.

    • george

      Eine „dreifarbige“ Binde werden schon andere tragen, die unbedingt einen italienischen BM haben wollten und anscheinend noch immer wollen, auch du als „rechtsgerichteter“ ‚kater‘.

      • issy

        Es ist Herbst und alles Grüne färbt sich braun, so auch unser Italienerhasser george

        You made my day!

        • george

          @issy
          Ach wie wenig du die Sachen einzuschätzen weißt, zeigt gerade diese deine letzte Äußerung. Du kennst mich überhaupt nicht und deine Fehleinschätzung spricht Bände. Habe ich doch Jahrzehnte lang mit Italienern auch politisch bestens zusammengearbeitet und mich sehr gut vertragen, nur eben nicht mit solchen Polemikhanseln, die immer nur im Fahrwasser ihrer eigenen Lobby rudern und immer nur nach ihrer Parteivorgabe handeln.

          • issy

            @george
            ich glaube Ihnen das sogar, trotz Ihrer Äußerung.

            Aber vielleicht fühlen Sie so selbst mal, wie schnell es gehen kann, dass man als rechtsextrem abgestempelt wird… und wie unangenehm das ist…

        • yannis

          @issy
          5. November 2020 um 08:26 Uhr

          Du sprichts mir aus dem Herzen !

  • tiroler

    Grüne Sturheit eben.
    Dabei sollte Rösch in seinem Alter nichtbmehr grün hinter den Ohren sein.
    Und diese Rohrer?!
    Die schadet allen, sogar den Grünen

  • franz

    Besser eine kommissarische Verwaltung wie ein unfähige Stadtregierung mit Rösch.
    Aufgabe eines Bürgermeisters ist nicht nur Fahrradwege zu errichten, Aufgabe eines Bürgermeisters ist auch für die Sicherheit der Bürger zu sorgen.
    Leider war das für Bürgermeister Rösch nicht das Maß aller Dinge.
    Wenn Bürger in primis Frauen Nachts Angst haben müssen aus den Haus zugehen stimmt etwas nicht mehr.
    Oder Bürger in Quarantäne ( aufgrund von CORONA in Hausarrest gestellt werden ) während Drogendealer und Illegale völlige Narrenfreiheit genießen hat die Politik versagt.
    Leider hat Paul Rösch auch nichts gegen die lästigen Bettler unternommen welche morgens mit den Zug aus Verona kommen um vor den Despargeschäften usw. ihrer Tätigkeit als lästige Bettler zu betreiben. Im Wiederspruch zu den Sicherheitsdekreten von Salvini. Bürgermeister Rösch hat sich geweigert geltendes recht anzuwenden.
    Organisiert von der Nigerianischen Mafia . https://www.ladige.it/news/cronaca/2018/03/17/coppia-nigeriani-fermati-gestivano-tratta-minorenni-sesso-accattonaggio

    “Wilhelm von Humboldts “ 1792. “Ohne Sicherheit keine Freiheit“

    Auch was die Wohnungszuweisung betrifft zieht Rösch un sein Vize Immigranten vor, obwol viele Meraner/innen längst auf der Warteliste stehen.
    Accoglienza profughi, lo Sprar va a rilento
    http://www.altoadige.it/cronaca/merano/accoglienza-profughi-lo-sprar-va-a-rilento-1.1536567
    Um dann zu behaupten alle-Menschen-sind-gleich
    https://www.tageszeitung.it/2017/02/19/alle-menschen-sind-gleich-2/
    Rösch sollte in Rente gehen und seinen Gästen die Schuhe putzen.

  • issy

    Herr Rösch,
    wer Andersdenkende arrogant als Idioten diskreditiert anstatt sich zumindest die Argumente anzuhören, der darf sich nicht wundern, wenn er mit dieser Haltung _polarisiert_ und dies dazu führt, dass sich Kompromisslosigkeit breit macht.

    Hochmut kommt vor dem Fall!

    • george

      ‚issy‘, die Arroganz schiebst du dem falschem Mann zu. Du bist genauso vom alten politischen System gefangen.

    • rota

      Hochmut erreicht man mit der Bahn von Dorf Tirol, eine Verbindung zum Fall ist mir nicht bekannt.

      Da werden Gedanken gestreut, nur Hass und Schadensfreude, ohne verständliche Analyse.
      Manchmal wäre es wirklich besser eine Runde zu wandern.

      • issy

        @rota
        meine Analyse zu Röschs Charakter habe ich bereits mehrmals im Forum abgegeben. Falls es Sie interessiert, google ist ihr Freund…

      • issy

        @rota
        Und noch was, wenn man, wie es mir passiert ist, 2015/16 sehr schnell von Grünen und Linksliberalen im rechtsradikalen Eck verortet wurde, weil man darauf hinwies, dass in der Flüchtlingskrise die schwarz/weiß- Malerei der Medien etc. falsch ist und, dass es in Wirklichkeit sehr viele Grautöne gibt, sehr viel geheuchelt wird, weil die öffentlichen Bekenntnisse und die reale Handlung zu oft divergieren, dann darf man sich nicht wundern, wenn dann sozialdemokratisch eingestellte Leute wie ich verbittert sind…

  • thefirestarter

    Svp hat wieder gezeigt das es ihr nur um Posten geht nicht um Inhalte.

    • watschi

      thefirestarter, ich kenne keine partei, der es nicht primàr um eigene interessen geht.

      • thefirestarter

        Das glaub ich dir, seit nun mehr 72 Jahre regiert immer die gleiche Partei, hat ein ein Spinnennetz an Seilschaften aufgebaut das jeden Winkel unserer Gesellschaft berührt, indem schon allein die richtigen Kontakte für ein berufliches Weiterkommen ausreichen und Kompetenz bzw. Fachwissen zwar von Vorteil sind aber nicht ausschlaggebend.
        Eine Partei die alleine entscheidet was gut und schlecht ist für unser Land. Waren am Anfang noch Menschen mit Idealen am Werk, geschah auch hier, dass was mit der Zeit immer geschieht, die Ideale werden zweitrangig und Geld wir wichtig, persönliche Bereicherung, die Bevorteilung von Verwandten, Freunde, Freunde von Freunde.

        Wie könntest du auch etwas anderes kennen!

        • george

          Da ist klar und deutlich dargelegt, wie es in diesen Jahrzehnten von der alles bestimmenden Partei gehandhabt wurde. Danke für diese offenen Aussagen, die sehr oft immer wieder augenscheinlch zum Vorschein kommen, aber von vielen, weil sie im selben Fahrwasser schwimmen, nicht wahrgenommen werden wollen.

  • pingoballino1955

    Die SVP sollte jetzt mindestens so fair sein und die Verantwortung für dieses Desaster durch ihre Machtgeilheit voll zu verantworten!

  • michih

    Da haben die Antidemokraten und Lobbyisten den gewählten Bürgermeister weggeputscht um ihren Freunderln fette Gewinne garantieren zu können! Volk erhebe dich!

  • olle3xgscheid

    Ein Meraner Pak halt!!!! Zum schämen , aber wer die Meraner kennt wird nicht wundern….

  • sepp

    jeder meraner sollte soweit sein und derSVP einen denkzettel verpssen macht geilheit und freunderlwirschaft lässt grüssen

  • yannis

    issy
    5. November 2020 um 07:16 Uhr (Herr Rösch)

    issy
    5. November 2020 um 09:00 Uhr (@rota)

    issy
    5. November 2020 um 09:10 Uhr (@rota)

    wirklich zutreffend und perfekt beschrieben und ja, wenn sich die angesprochenen aufregen beweist es, dass Du die Nägel wie immer am Kopf triffst.

    Danke !

    übrigens, die Grünen geben sich gerne als die reinrassigen Demokraten, erpressen gleichzeitig Regelungen die alles andere als demokratisch sind, wie z.B in DE das verhindern via Bundesrat der längst überfällige Erklärung dass die sog. Magreb-Staaten NICHT unsichere Herkunftsstaaten sind, oder das ständige Geplärr um ihr heiligstes Thema Frauen-Quote, Frauen die was „können und wollen“, brauchen keine Quote, diese erreichen ohne Quote ihre Ziele genauso gut, oder gar besser, wie die Männer, im Gegenteil.

  • camborio

    Jetzt haben wir den Salat! Einige wird’s freuen, andere nicht. Divide et impera: Den nächsten Bürgermeister stellen, wie’s aussieht, die italienischen Bürgerlisten. Bis zur Neuwahl wird 6 Monate lang ein vom Staat bestimmter Kommissär schalten und walten. Dieser wird seinerseits auch aus der italienischen Sprachgruppe kommen, so wie es vom Autonomiestatut für die Großgemeinden vorgesehen ist (in Anlehnung an das Verhältnis der Sprachgruppen im Gemeinderat).

  • reinhard_bauer

    Wer die Gemeinderatssitzung gestern live mitverfolgt hat, wird bestätigen, dass es eine breite Ablehnung gegen das Verhalten rund um das Verhandlungsteam der Liste Rösch/Grüne gegeben hat. Oppositionelle wurden nicht gehört, Gesrpäche wurden jeweils bilateral geführt um wenigstmöglich preiszugeben, gemeinsame und offene Gespräche wurden niemals geführt. Die italienischen Vertreter fühlten sich m.M.n. auch brüskiert von der Art und der mangelnden Informationsvermittlung.

    Das Last-Minute-Angebot zur Meraner Regierungsbildung war bezeichnend für die Art der Verhandlungen des letzten Monats. Das Angebot wurde sprichwörtlich Minuten vor Ablauf der Frist unterbreitet und konnte in der Eile weder auf Rechtssicherheit geprüft werden, noch konnte eine gewissenhafte Besprechung im Team der SVP erfolgen.

    Leider wurde dieses Angebot nicht bereits vor Wochen in den Raum gestellt oder in einer gemeinsamen Besprechung mit allen Blöcken vorgetragen. Dies wäre eine transparente und offene Herangehensweise gewesen und zumindest die Grundlage eines Kompromisses, in der Folge sich hätte eine Lösung definieren können. Gemeinsame Gespräche wurden vom Bürgermeister jedoch fortwährend verweigert. So gab es das unliebsame Gefühl, dass hinter dem Rücken andere Entscheidungen getroffen wurden.

    Das Last-Minute-Angebot offenbarte sich mir eher als Kalkül, um die Verantwortung der gescheiterten Regierungsbildung abzuwälzen. Die Liste Rösch/Grüne legte den Fokus dabei wohl bereits auf den Wahlkampf.
    Tatsache ist, der Bürgermeister konnte leider keine Regierung bilden. Es scheiterte dabei maßgeblich an offenen Gesprächen und zudem an einer einzelnen Person, für die von ihm alles andere untergeordnet wurde.

    • yannis

      @reinhard_bauer,

      Danke für den Aufsatz, der die offensichtlichen Hintergründe erklärt, wird dem Links/Grünen Lager halt übel aufstoßen
      Aber auch die Grünen entzaubern sich früher oder später selbst, siehe in Österreich (Koalition mit eigentlich größten politischen Gegner) um an die Futtertröge zu kommen springen eben auch die Grünen über ihren eigenen Schatten.

    • rota

      „Es scheiterte dabei maßgeblich an offenen Gesprächen und zudem an einer einzelnen Person, für die von ihm alles andere untergeordnet wurde“
      Ist es die einzelne Person oder will man die Vorzugsstimmen für diese Person verstummen?
      In der Politik gibt es keine Wahrheit, aber viele Sichtweisen.
      Möge die nächste Wahl auch dem Verhalten aller Beteiligten gerecht werden.

  • fritz5

    Es scheiterte bloss daran, dass die 3 italienischen Parteien (2 x civiche und SVP) unbedingt einen BM Rösch verhindern wollten um dafür einen italienischen BM bei Neuwahlen zu bekommen bei dem dann die SVP mit der Raumordnung (einzig wichtiges Ressort für die Lobbypartei) ihre üblichen Geschäfte und Klientel bedienen kann.

    • ronvale

      Is ja witzig

      Sie stufen die SVP als italienische Partei ein?

      Nun, wohl alles eine Frage der Perspektive

      Aus dem Ausland betrachtet sind alle Parteien italienische Parteien, sogar die STF

      • fritz5

        @ronvale: wie erklären Sie sich sonst den eisernen Zusammenschluss mit den Civiche und das Unterstützen eines italienischen BM Kandidaten? Die SVP vertritt schon lange nicht mehr die Interessen der deutschsprachigen Bevölkerung Merans

  • artimar

    Eine Übergabe tut doch gar nicht weh. Besonders wenn es eine Frau ist. Das Kapitel Machtklammern … ist erst mal zu Ende.
    Während andere Bürgermeister (Glurns, Nals) schon längst zurückgetreten sind, weil sich eben keine Mehrheit ausging, um möglichst bald Neuwahlen zu ermöglichen, blieb Rösch bis zuletzt bei seiner Realitätverweigerung und Haltung, er brauche anderen nur seine Deadlines … und Ultimaten vorzugeben. Selbst sein Last-Minute-Angebot, das die anderen bis zuletzt nicht mal kannten und beraten hätten können, blieb Kalkül und politisches Spiel. Gemeinderäte empfanden dies als Respektlosigkeit gegenüber den Bürgern und der demokratischen Institution, dem Gemeindeparlament. Das Ergebnis des absoluten Misstrauens gegen ihn im Gemeindeparlament war eindeutig.
    Damit drängt sich immer mehr die Frage auf, ob BM Rösch und seine Liste überhaupt je einen ernsthaften Verhandlungswillen hatten, zumal er sich von Anfang an nicht an die getroffene Vereinbarung mit dem Partner (mediales Schweigeabkommen zu Verhandlungssdetails) hielt und anstatt mit den anderen zu sprechen, medial Ultimaten, Deadlines … vorgab. Neuwahlen waren da strategisch wohl schon eingepreist. Wozu hat es Politik- und Kommunikationsberater, Spindoktoren, Influencer, Campaigning, bereitwillige grüne Helfer in den (sozialen) Medien? Da lässt sich das politische Narrativ des „Opfers“ Rösch und seiner Liste erfolgreich fortschreiben und medial noch besser verkaufen. Das eigene, massive Glaubwürdigkeitsproblem darf weiterhin außen vor bleiben: https://www.salto.bz/de/article/05102020/die-welt-ist-mehr-als-ein
    So kann am Ende die Liste Rösch sogar noch punkten. Denn andersrum als früher, übernehmen die Leute heute ihre Ansichten von ihrer Partei. Das gilt besonders für stark polarisierende Kräfte, wie die Liste Rösch. Die Bedienung emotionaler Feindbilder, Dämonisierung der Gegner und behauptete Verschwörung wirken reflexartig und nachhaltig. Auseinandersetzungen zu Sachthemen sind da nicht gefragt.
    Unabhängig Denkende und unliebsame grüne Andersdenkende werden diskreditiert und möglichst mundtot gemacht.
    Dass es nun Madeleine Rohrer richten und anscheinend als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen geschickt werden soll, ist ein weiterer, ebenso geschickter Zug.
    Erst mal aber darf die Liste Rösch wohl aussetzten. Dem Gesetz sei Dank! Auch ein Rösch-Festival hat mal Pause.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen