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„Schulen nicht zusperren“

Der Familienbeirat des Landes spricht sich für Beibehalt des Präsenzunterrichts aus und deponiert diese Forderungen bei Landesregierung und gesamtstaatlichen Ministerien.

Der Familienbeirat des Landes hat sich in einer Videokonferenz zu den aktuellen Entwicklungen und geplanten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus ausgetauscht.

Dabei waren sich alle Mitglieder einig, dass die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in Südtirol so lange wie möglich geöffnet bleiben müssen. Die Mitglieder des Beirates sind beunruhigt über die aktuellen Entwicklungen, vor allem über Diskussionen rund um einen Übergang zum Fernunterricht.

Man fordere daher den Beibehalt der Betreuungsleistungen für Kleinkinder sowie des Präsenzunterrichts in Kindergarten, Grund- und Mittelschule, auch für die Oberschule sei dies wünschenswert.

Dies müsse in jedem Fall so lange aufrecht sein, so lange die Wirtschaftsbetriebe ihre Tätigkeit nicht komplett einstellen und somit Eltern zur Arbeit gehen müssen. Bei einem erneuten Lockdown bräuchte es zudem eine Absicherung finanzieller Natur sowie unterstützende Dienstleistungen für weiterhin berufstätige Eltern.

Auch die sozialen Dienste vor allem für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen und in schwierigen familiären Situationen müssten dringend aufrecht bleiben. Familien brauchen Planungssicherheit, die vor allem auch aus dem Bildungs- und Betreuungsbereich gegeben werden muss. Beispiele aus dem nahen Ausland würden zeigen, dass trotz Lockdown am Präsenzunterricht in den Schulen festgehalten werden müsse. Dieses Anliegen wird der Familienbeirat als beratendes Gremium der Landesregierung auf Landes- und Staatsebene deponieren.

„Die Erfahrungen aus der ersten Phase der Pandemie waren einschneidend und haben gezeigt, dass eine Schließung der Dienste nicht die Antwort sein kann. Wir bauen auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten, um gute und umsetzbare Lösungen zu finden“, sagte die Vorsitzende des Beirates, Familienlandesrätin Waltraud Deeg.

Ein weiteres Thema des Treffens war die zunehmende Armutsgefahr für Familien aufgrund der anhaltenden epidemiologischen Entwicklung. Familien befinden sich vielfach in schwierigen Situationen und sehen sich erstmals mit finanziellen Engpässen und Armut konfrontiert. „Die Sozialdienste arbeiten bereits daran, bestehende Leistungen zu überprüfen, um die Treffsicherheit weiter zu erhöhen und möglichst viele Familien damit zielgerecht zu unterstützen“, informierte die Landesrätin.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • mimi01

    Jo bittschion so long als möglich offnlossn und erst zutian sobold es zu spot isch!„Ironie“

  • heinz

    Über 200 Infektionen an Südtirols Schulen allein in der letzten Woche und da will man die Schulen noch geöffnet lassen?
    Einfach unverantwortlich, was diese Volksvertreter fordern!

    • n.g.

      @heinz Aus jeder Pore deines Körpers tropft purer Egoismus, Angst um dein kleingeistiges Leben. Sonst Nichts! Mit Fakten haben deine Ansichten nichts zu tun!
      Im Betrieb, in dem ich arbeite gibts prozentual fast 10% Infizierte und jeden Tag kommen welche dazu. Schließen wir dann die Schulen oder die Betriebe?
      Zahlst du dann das Ganze? Oder die Kinder später, die am wenigsten mit der ganzen Sache zu tun haben.
      Was bist du überhaupt für Einer? Ein Rentner der zu Hause sitzt, seine Rente kassiert und gut schreien kann:Bitte alles schließen?
      Weil er seine restlichen Jährchen die er noch hat, gerne in Dummheit verbringrn will!?

  • mure

    Es ist sehr einfach, Kinder und Jugendliche aus der Schule auszusperren. Schwieriger ist es, das Freizeitverhalten (auch der Erwachsenen) zu ändern. Soll deshalb die gute Ausbildung der nächsten Generation gefährdet werden?

  • n.g.

    @heinz Dich interessiert es nicht wieviel Familien, Kleinunternehmen du mit deiner Haltung in die Armut treiben würdest. Bist der Meinung, denen wird schon allen finanziell geholfen. Stimmts! Irgend wie scheinst du nicht in der Realität zu leben, aus welchen Grund auch immer! Entweder ausgesorgt und lebt sein elitäres Leben, schön abgeschottet, oder einfach nur ein möchtegern Menschenfreund der alle, wirklich ALLE vor dem bösen Virus retten will aber an erster Stelle sich selbst.

  • n.g.

    Heinz bekommt erst noch die Krise wenn die Covid Impfung kommt. Dann muss er Monate mit Warten verbringen da erst mal die *wichtigen* Leute geimpft werden und nicht er. Grins

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