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„Wir wollen 80 Prozent“

Foto: 123rf

Corona-Maßnahmen: Die Handelskammer fordert für betroffene Betriebe einen Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent.

Wie gestern bei einer Pressekonferenz des Landes bekannt gegeben wurde, müssen ab morgen zahlreiche Südtiroler Betriebe schließen. Auch in Österreich ist dies bereits seit heute der Fall.

Dort hat die Bundesregierung angekündigt, die betroffenen Unternehmen im November mit einem Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent zu unterstützen.

Die Handelskammer Bozen fordert, dass auch die Südtiroler Betriebe einen Umsatzersatz in dieser Größenordnung bekommen.

Durch die gestern vom Land angekündigten verschärften Corona-Maßnahmen werden ab morgen zahlreiche Südtiroler Betriebe geschlossen. Zum Beispiel sind davon Bars, Restaurants, Eisdielen, Konditoreien und Geschäfte (ausgenommen Geschäfte der Grundversorgung wie Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Trafiken) betroffen. Auch Hotels dürfen nur noch Gäste aufnehmen, die aus Berufsgründen in ihrem Betrieb nächtigen.

„Für diese bereits durch den Lockdown im Frühjahr stark in Mitleidenschaft gezogenen Sektoren bzw. Unternehmen stellen die Schließungen bzw. Einschränkungen einen harten Schlag dar. Wenn die betroffenen Betriebe in dieser schwierigen Phase nicht angemessen von der öffentlichen Hand unterstützt werden, befürchte ich, dass manche nach dem Ende dieses neuerlichen Lockdowns nicht mehr aufsperren werden. Sicherlich geht die Gesundheit vor, man muss aber auch leben und arbeiten können“, so Handelskammerpräsident Michl Ebner.

In den vergangenen 10 Tagen hat das Land Südtirol mit der heutigen Verordnung bereits vier verschiedene Verordnungen erlassen. Diese Verordnungsflut verunsichert die Menschen und Unternehmen stark.

Auch Österreich hat aufgrund der angespannten Corona-Lage bereits seit heute Gastronomiebetriebe, Thermen und Hotels zur Schließung gezwungen. Die österreichische Bundesregierung hat jedoch darüber hinaus angekündigt, die Umsatzausfälle der betroffenen Unternehmen mit bis zu 80 Prozent zu ersetzen. Zur Berechnung werden die Umsätze vom Jahr 2019 herangezogen. Pro Betrieb gibt es maximal 800.000 Euro. Auch für den Handel, der in Österreich zwar offenhalten darf, aber mit starken Einschränkungen konfrontiert ist, sind Unterstützungsmaßnahmen geplant.

„Österreich setzt für die betroffenen Unternehmen mit dem Umsatzersatz von bis zu 80 Prozent im November das richtige Signal in dieser schwierigen Zeit. Auch die Südtiroler Betriebe benötigen für November einen Umsatzersatz in dieser Größenordnung, wobei es vor allem wichtig ist, dass dieser unbürokratisch und schnell bei den betroffenen Unternehmen ankommt“, so Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen.

Auch in Deutschland will die Bunderegierung den vom Lockdown besonders betroffenen Unternehmen bis zu 75 Prozent des Umsatzes vom November des Vorjahres erstatten. Insgesamt sind diesbezüglich Finanzhilfen bis zu zehn Milliarden Euro geplant.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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