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„Kein Datenverlust“

Die positiven Tests

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb weist die Vorwürfe, es hätte bei der Anfrage um PCR-Tests von Seiten einiger Ärzte und Ärztinnen für Allgemeinmedizin Datenverluste gegeben, auf das Entschiedenste zurück. Korrekt sei, dass es zu Verzögerungen bei der Planung von PCR-Tests gekommen ist.

Jetzt reagiert der Sanitätsbetrieb auf den Skandal mit den „vergessenen“ Corona-Schnelltests:

Das ist die Pressemitteilung:

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb ist an einer intensiven Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin interessiert. Aus diesem Grund wurde bereits im März dieses Jahres eine fixe, betriebsübergreifende Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Hausärzte eingerichtet, um regelmäßig Thematiken im Zusammenhang mit der Überwachung und Betreuung von Patienten und Patientinnen im Rahmen der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie zu besprechen. 

Ein Ergebnis der Treffen dieser Arbeitsgruppe war, dass eine E-Mail-Adresse eingerichtet wurde, um den Hausärztinnen und Hausärzten einen funktionierenden Kanal für Anfragen für PCR-Tests zu ermöglichen.

In weiterer Folge wurde bereits im Frühjahr eine eigene Web-Applikation erstellt. Über eine Eingabemaske konnten nun die Anfragen um PCR-Tests an das Departement für Präventionen in einfacherer und strukturierterer Form weitergeleitet werden. Diese Webapplikation verfügt über eine Schnittstelle zur Landesdatenbank der Betreuten, wodurch eine Reihe von Informationen automatisch eingelesen werden können.  

Seit einigen Wochen kommen nun auch in Südtirol mehr und mehr die sog. Antigen-Schnelltests zum Einsatz. Aufgrund staatlicher Vorgaben müssen dem Südtiroler Sanitätsbetrieb von Seiten der Allgemeinmediziner auch jene Personen gemeldet werden, für die sie einen Antigen-Schnelltest durchgeführt haben.

Dieser Meldefluss erfolgt ebenfalls über die genannte Web-Applikation, ersetzt aber nicht den Anfrageprozess für die PCR-Tests. Um diesen Anfrageprozess für die Hausärzte zu vereinfachen, wurde vergangene Woche auch eine weitere Automatisierung bei der Dateneingabe implementiert. 

Nachdem es vor Kurzem eine Reihe von Beschwerden über lange Wartezeiten auf PRC-Test-Termine gegeben hatte, wurde der Sache nachgegangen und es stellte sich heraus, dass einige Allgemeinmedizinerinnen und –mediziner die Anfragen um PCR-Testung nicht mehr über die eigentlich gängige Eingabemaske für PCR-Tests durchgeführt hatten, sondern nur noch den Meldefluss für Antigentest-Ergebnisse bedienten. 

Die Informationen dieses Antigen-Meldeflusses wurden aber von Seiten der Covid-19-Überwachungseinheit naturgemäß mit geringerer Priorität bearbeitet, galt es doch bestimmten Personengruppen, wie beispielsweise die Bewohner der Altersheime, das Gesundheitspersonal oder jene Personen, die aus der Quarantäne zu entlassen waren, mit höchster Priorität zu testen. Auch Anfragen von Seiten der Allgemeinmediziner für PCR-Test, die über den gängigen Meldefluss „hereinkamen“, wurden mit hoher Dringlichkeit bedient.

Nach Bekanntwerden des Problems ist die Direktion des Sanitätsbetriebes sofort aktiv geworden. Es wurde unverzüglich ein Datenabgleich vorgenommen, um die PCR-Tests so schnell wie möglich zu planen. Weiters wurden noch am vergangenen Sonntag alle Allgemeinmediziner über das bestehende Problem informiert. Entscheidend ist aber, dass es zu keinem Datenverlust gekommen ist.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (12)

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  • robby

    Genau das meinte der Allgemeinmediziner mit“ intern regeln“.

  • saustall_kritiker

    Habe von Bekannten gehört, dass Getestete eine völlig unverständliche E-Mail bekommen, die sie überhaupt nicht verstehen und deshalb auch nicht wissen, ob sie positiv oder negativ sind. Wenn sie die E-Mail nicht verstehen, kann es also sein, dass sie sich als in Ordnung einstufen, weil in der E-Mail ja nichts steht, was auf eine gefährliche Situation, sprich Infizierung hinweisen könnte. Im Sanitätsbetrieb ist es also in erster Linie die Verwaltung, die nicht funktioniert und die nicht einmal die elementarsten Formen einer verständlichen Kommunikation kennt. Auf diese Weise passiert es leicht, dass Infizierte, obwohl getestet, tagelang herumlaufen können. Und wen wundert es dann, wenn die Zahlen steigen, auch wegen des katastrophalen Managements im Sanitätsbetrieb.

  • wollpertinger

    Dass keine Meldungen verloren gegangen sind, glaube ich gerne. Sie sind nur „archiviert“ worden. Das ist ja in unserem Sanitätsbetrieb üblich. Früher oder später findet man die archivierten Daten meistens wieder. Angesichts der chaotischen Zustände im Südtiroler Gesundheitswesen muss man wirklich auf die Eigenverantwortung zurückgreifen. Ich hatte Kontakt mit einer positiv gestesteten Person, die mich sofort informiert hat, worauf ich sofort einen privaten PCR-Test gemacht habe, der zum Glück negativ war. Vier Tage später – tatsächlich so unglaublich schnell – hat mich der Gesundheitsdienst zur Quarantäne verdonnert, in der ich längst schon aus eigener Verantwortung war. Die folgenden automatisierten Telefonkontrollen waren ein reiner Witz, weil die Programmierung offensichtlich – man hat wohl ein ernsthaftes IT-Problem – nicht funktioniert hat. So hat man mich in aller Früh gefragt, ob ich „heute nachmittag“ Durchfall hatte. Diese falsch programmierten Telefonabfragen sind absoluter Müll, aber man muss diesen Unsinn halt über sich ergehen lassen. Sie sind zwar überflüssig, richten aber keinen Schaden an.

    • ronvale

      Man könnte ob Ihrer Erfahrung schmunzeln,wenn es nicht so zum Weinen wäre.

      Aber wenn ich mir diese Stellungnahme des Sanitaetsbetriebs so ansehe, dann wurde diese wahrscheinlich auch von einer der deutschen Sprache unkundigen Person verfasst.

      Oder durch den Google-Uebersetzer gejagt.

      Bei der Lektüre wird einem ja schlecht.

  • alibaba

    Im Frühjahr wurden die Toten in den Altenheimen zuerst auch nicht erfasst…
    Der Schlendrian ist in diesem sehr mangelhaftes IT-System also immer noch drinnen.

  • drago

    „Entscheidend ist aber, dass es zu keinem Datenverlust gekommen ist.“
    Nur zu einem klitzekleinen Zeitverlust (so um die 2 Wochen). Aber so was macht nichts; schließlich verbreitet sich das Virus sowieso schneller als der Sanitätsbetrieb erlaubt.

  • meraner

    „Entscheidend ist aber, dass es zu keinem Datenverlust gekommen ist“. Zur Info, hier geht es nicht um Datenschutz. Es geht hier darum, dass gesunde Menschen für ein Nichtragen der Maske im Freien bestraft werden, während potentielle Virusüberträger einfach vergessen wurden. Und das muss definitiv Folgen haben, ansonsten wird die ganze Situation früher oder später eskalieren. Denn gerade in Ausnahmesituationen ist Vertrauen wichtig und davon hat unsere Landesregierung, milde gesagt, nicht mehr viel.

  • bettina75

    Au Backe schon wieder Ausreden…

  • sepp

    wer noch nett miet krieg das in südtirol ol vertuscht wird dem isch nett guit helfen isch SVP üblich bevor nett köpfe rollen ändert sich nix do zerzer gehört schnellstens weck verstiehnnix und olm no recht hoben wen er wos gfrog werd

  • pingoballino1955

    Dieser Haufen ist anscheinend an Inkompetenz nicht mehr zu überbieten,und dann noch alles schönreden und nichts zugeben-ENTSETZLICH!

  • sougeatsnet

    Dass der Südtiroler Sanitätsbetrieb schlecht organisiert ist, hat er bereits mehrmals bewiesen. Gerade die informationstechnische Datenverarbeitung weist da erhebliche Probleme auf. Man hat den Sommer nicht genutzt um die Datenverarbeitung auf sichere Beine zu stellen. Hier sind südtiroler Alleingänge nicht angesagt, denn sie verschlingen viel unnützes Geld. Wie man hört, bekommt man alle Termine, wenn man genügend Vitamin B hat. Wir sind halt die Bestigsten

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