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„Akt des Respekts“

Foto: SABES/ 123rf

Das Landesethikkomitee und der Dachverband für Soziales und Gesundheit rufen dazu auf, aus den Erfahrungen im Umgang mit der Covid-19-Pandemie zu lernen und nicht die Fehler vom Frühjahr zu wiederholen.

Dazu gehört, dass die Selbstbestimmung älterer oder pflegebedürftiger Menschen möglichst nicht eingeschränkt wird. Ebenso darf die medizinische Betreuung von Covid-19-Patienten nicht dazu führen, dass andere Patientengruppen nachrangig behandelt werden. Sich gewissenhaft an die Grundregeln der Schutzmaßnahmen zu halten ist ein notwendiger Akt des Respekts und der Solidarität, auch damit besonders gefährdete Menschen vor Schaden verschont bleiben.

Aus ethischer Perspektive ist es wichtig, aus den Fehlern im Umgang mit der Covid-19-Pandemie zu lernen. Kinder und Jugendliche sowie Menschen in Wohnheimen und Pflegeeinrichtungen haben unter den rigiden Maßnahmen besonders gelitten. Auch im Kontext einer Pandemie dürfen bestimmte Gruppen wie z. B. ältere oder pflegebedürftige Menschen nicht einfach bevormundet werden, so heißt es in einer Aussendung des Dachverbandes.

Die Anerkennung von Selbstbestimmung im Rahmen des Möglichen auch dieser Menschen ist eine Errungenschaft, die wir nicht langfristig über Bord werfen dürfen. Entsprechend dem medizinethischen Prinzip der Gerechtigkeit darf die Betreuung von Covid-19-Patienten auch nicht dazu führen, dass andere Patientengruppen nachrangig behandelt werden.

„Die Krise der ersten Welle konnten wir gemeinsam bewältigen. Jetzt sind wir wieder alle gefordert. Jeder und jede von uns hilft dabei, dass unsere Gesellschaft und besonders gefährdete Menschen vor größerem Schaden verschont bleiben.“

Sich gewissenhaft an die Grundregeln der Schutzmaßnahmen halten, sei ein notwendiger Akt des Respekts und der Solidarität. „Vom Einzelnen werden lediglich einfache, aber sehr wirksame Anstrengungen gefordert: Mund-Nasen-Schutz tragen, Hände häufig desinfizieren, Gesicht, Nase und Mund nicht berühren, physisch Abstand zu Menschen halten und Menschenansammlungen nach Möglichkeit vermeiden, geschlossene Räume immer wieder gut durchlüften“, so der Dachverband.

Die Folgen der Pandemie trügen nicht nur die Patienten und Patientinnen und die genannten besonders gefährdeten Personengruppen, sondern letztlich die gesamte Gesellschaft. Jeder und jede ist potentiell betroffen, so der Dachverband.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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