Cookie Consent by TermsFeed
Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Weniger Rente

Weniger Rente

Renate Gebhard

Altersarmut ist weiblich. Laut den aktuellen Daten der NISF-Beobachtungsstelle erhalten Frauen in der Region Trentino-Südtirol etwa halb so viel an Altersrente als Männer.

„Wir dürfen nicht müde werden und müssen junge Frauen immer wieder dazu ermutigen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und sich heute um ihre Absicherung von morgen zu kümmern“, betont SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard zu den diesjährigen Equal Pension Days 2020.

„Spieglein, Spieglein an der Wand, hast du auch genug Rente zur Hand?“ Mit diesem Spruch – angelehnt an das bekannte Märchen von Schneewittchen – macht die SVP-Frauenbewegung seit dem vergangenen Jahr darauf aufmerksam, „dass es für Frauen ungemein wichtig ist, sich früh genug um ihre finanzielle Sicherheit im Alter zu kümmern“, erklärt SVP-Landesfrauenreferentin Renate Gebhard zu den Equal Pension Days 2020. „Denn die aktuellen Zahlen belegen es immer wieder: Lücken in der Rentenbiografie fordern ihren Tribut“, so Gebhard, „und das nicht erst seit der Coronakrise, in der Frauen und Mütter einmal mehr ihren Job für die Kindererziehung oder für die Pflege von Angehörigen zurückgestellt haben.“

Bis zu 9.000 Euro für freiwillige Beitragszahlungen

Daher machen die SVP-Frauen junge Mütter auf die Möglichkeit aufmerksam machen, freiwillig Beiträge für ihre Rente einzuzahlen. Diese freiwilligen Beitragszahlungen werden von der Region Trentino-Südtirol finanziell unterstützt: Frauen, die in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder beruflich zurückstecken, d.h. zuhause bleiben oder eine Teilzeitarbeit von höchstens 70 Prozent aufnehmen, erhalten für freiwillige Renteneinzahlungen in die Pflichtversicherung und in die Zusatzrente einen Beitrag von bis zu 9.000 Euro im Jahr.

Informationen dazu gibt es in den Südtiroler Patronaten, die entsprechenden Ansuchen müssen innerhalb 31. Oktober des Jahres nach dem betroffenen Beitragsjahr eingereicht werden. SVP-Landesfrauenreferentin Gebhard rät jungen Müttern daher, sich auf jeden Fall zu informieren und sich rechtzeitig um ihre Absicherung im Alter zu kümmern, „damit es später kein böses Erwachen gibt.“

Auf politischer Ebene arbeiten die SVP-Frauen indes weiter um die Anerkennung der Erziehungszeiten von zwei Jahren pro Kind.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (13)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • franz1

    Renate, Frauen helfen Frauen oder SVP hilft den Frauen…..
    Bei soviel Frauen in der Politik – Italienweit – dürfte das kein großes Psroblem sein?
    Oder muß jetzt die „Rente“ der Frauen für das „Herbstloch“ (sommaerloch isch vorbei) herhalten?

  • bw

    Über die Frauenrente jammern sporadisch meist jene Damen und Herren, welche bestens abgesichert sind. Gebhard, Amhof, Renzler, Oberhammer, Auer, Tschenett, Foppa usw. Vor Jahren wurden von den SVP Frauen publikumswirksam Unterschriften gesammelt. War das bloß ein billiger Wahlkampfgag??

  • zeit

    Orma frauen
    Und sischt olm gscheide

  • wm

    Bitte, das sagt die, die was das Geld nachgeworfen bekommt, eine gewaltige Rente kassieren wird und komplett für die Katz ist.

  • watschi

    wenn man es bis jetzt nicht geschafft hat die renten anzugleichen, dann sind die frauen selbst schuld. seit jahren sitzen genug frauen in der politik, auch in der regierung und sie waren nicht imstande sich dafür einzusetzen?

  • summer

    Ja, Frau Oberhammer, von der Entwicklung des Erwebslebens sagen Sie aber nichts, denn das allein ist der Schlüssel.
    Was meinen Sie, warum in Deutschland vom Jahr 2000 bis 2020 der Durchschnitt der Erwerbsjahre der Frauen zum Zeitpunkt des Pensionsantritts von 27 Jahren auf beinahe 35 Jahren gestiegen ist?
    Aber grad verzerrte oder zugespitzte Statistiken präsentieren. Wie viele Frauen hatten inoffiziell einen Nebenerwerb und haben die anderen ausgelacht, weil sie sich melden ließen?
    Warum sollen dies also jetzt die ehrlichen BürgerInnen ausbaden?

    • meintag

      Kenne einige Frauen welche durch Familienplanung und Kinder durch Zuhause bleiben nicht in die Rentenkasse eingezahlt haben. Diese Frauen arbeiten, nach Auszug Der mittlerweile erwachsenen Kinder in Teilzeit. FRAUEN, wenn nur einen Teil einbezahlt bekommt man auch nur einen Teil an Rente.

      • yannis

        @meintag,

        und haben diese Frauen die zu Hause blieben in der Zeit nicht gearbeitet bzw die Kinder großgezogen die als Erwachsene dann Steuer und in die Rentenkasse einzahlen woraus ihre Eltern Rente bekommen ???
        (siehe Generationenvertrag)
        Es ist nicht gerecht das z.B. Kinderlose Vollzeit-Büro-Tippsen ab Ende des Arbeitslebens gegenüber den oben genannten Frauen, doppelt und dreifach mehr an Rente beziehen.

  • newbe

    wenn eine Frau genau so viel arbeitet wie ein Mann, dann denke ich mal sie wird auch ihre Rente bekommen, oder Etwa nicht?

  • annamaria

    Wäre längst schon fällig. Eine Anerkennung der Jahre auch rückwirkend!!! Aber wenn man so viel kassiert wie die politiker wie eben Gebhard, dann wird es nie was werden!! Die können nur reden und Sessel wärmen!!!

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen