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Was darf man?


Mannschaftstraining, Maskenpflicht und lokale Lockdowns: Aufgrund der vielen Unklarheiten präzisiert der Landeshauptmann seine jüngste Verordnung.

Von Matthias Kofler

Seit Montag gelten in Südtirol verschärfte Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. „Immer, wenn eine neue Verordnung in Kraft tritt, wirft diese viele offene Fragen und Interpretationsschwierigkeiten auf“, erklärt Arno Kompatscher.

Als Beispiel nennt der Landeshauptmann den Sport: In diesem Bereich seien in Südtirol die staatlichen Regelungen vollinhaltlich übernommen worden, da man sie zu diesem Zeitpunkt als zielführend erachte. „Das heißt, dass man im Freien nicht nur Individualsport, sondern auch Gruppentrainings von Mannschaftssportarten durchführen kann – allerdings ohne Kontakt und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände“, präzisiert Kompatscher. Am Sonntag hatte der SVP-Politiker in den Abendnachrichten noch verlauten lassen, dass sämtliche Mannschaftstrainings von nun an untersagt seien. Jetzt rudert er zurück – zur Zufriedenheit der Vereine, die sich für Mannschaftstrainings insbesondere im Jugendbereich starkgemacht hatten.

Auch in Sachen Mund- und Nasenschutz gibt es laut dem LH noch Klärungsbedarf: Hier hat das Land ebenfalls die staatliche Regelung mit der generellen Maskenpflicht übernommen. „Ich muss immer, wenn ich mein Zuhause verlasse, die Maske tragen, sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumlichkeiten. Es sei denn, ich bin tatsächlich alleine oder nur mit mir zusammenlebenden Personen unterwegs“, erläutert Kompatscher. Die für bestimmte Bereiche wie Arbeit und Schule getroffenen Protokolle seien aber weiterhin in Kraft. So könne man die Maske abnehmen, wenn man im Restaurant mit dem Essen beginne oder wenn man sich in der Schule mit dem vorgeschriebenen Abstand an seinem Sitzplatz befinde.

Bei den Schwimmbädern stellt der LH klar: Die öffentlichen Schwimmbäder seien ab jetzt geschlossen. „Wenn ich aber zu Hause den Luxus eines privaten Schwimmbads habe, muss ich dieses natürlich nicht zusperren, sondern kann dort weiterhin schwimmen gehen.“ Dies gelte auch für die Hotelgäste, die nach wie vor die Anlagen des Hotels nutzen dürfen.

Kompatscher rechtfertigt seine Verordnung mit den spezifischen Bedürfnissen und Besonderheiten des Landes. Es gehe nicht darum, partout etwas anderes wie der Staat zu machen, unterstreicht der Regierungschefs. So werde an Südtirols Oberschulen weiterhin 50 Prozent Präsenzunterricht gewährleistet, auf Staatsebene sind es höchstens 25 Prozent. „Wichtig ist, dass wir die nun anstehenden Herbstferien nutzen, um die sozialen Kontakte weitestmöglich zu reduzieren und die Situation abzukühlen“, appelliert der LH an die Bevölkerung.

Und er kündigt an, in Gemeinden zusätzlich einzugreifen, in denen es besonders viele Infektionsfälle gibt. Gemeint sind lokal beschränkte Lockdowns. „Wir behalten alle 116 Gemeinden genau im Auge“, betont Kompatscher. In Taisten-Welsberg und Sexten habe das Herunterfahren dazu geführt, dass die Infektionskurve bereits deutlich abgeflacht ist.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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