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Lex Lanz?


Die Opposition äußert den Verdacht, dass ein Artikel im Raumordnungsgesetz auf Gert Lanz zugeschnitten wurde. „Ein Witz“, kontert dieser.

Der 2. Gesetzgebungsausschuss hat die von LR Maria Hochgruber Kuenzer vorgelegten Änderungen am Urbanistikgesetz gebilligt. „Hauptsächlich geht es um Anpassungen an neue staatliche Vorgaben und um Zuständigkeiten, die der Staat ans Land delegiert hat“, erklärt Präsident Franz Locher. Ziel sei es, den Gemeinden mehr Zuständigkeiten und damit mehr Spielraum zu geben.
Umstritten ist Artikel 9 zu den Gewerbegebieten. Demnach können dort bis zu 20 Prozent der Baumasse für die Errichtung von Unterkünften genutzt werden. Und zwar nicht nur zur Unterbringung eigener Betriebsmitarbeiter, sondern auch für Angestellte anderer Unternehmen. Der Artikel widerspreche dem Ziel des Urbanistikgesetzes, die Entstehung zusätzlichen Wohnraums in Gewerbegebieten zu unterbinden, kritisiert die Opposition. Das Raumordnungsgesetz sehe schon jetzt eine großzügige Regelung für Dienstwohnungen vor. Mit der Änderung öffne man Bauspekulationen Tür und Tor, indem etwa auch touristische Saisonkräfte in umgebauten Lagerhallen untergebracht werden können, wodurch Hotelzimmer freiwerden.

Ein Kommissionsmitglied der Minderheit vermutet gar, dass der Artikel auf Gert Lanz und dessen Bauhalle in Toblach zugeschnitten wurde. Das sei „ein Witz“, kontert der SVP-Fraktionschef. Vielmehr handle es sich um eine Uraltforderung des LVH. „Die Opposition soll aufhören, Fantasieschlösser zu errichten, um andere Abgeordnete schlechtzumachen. Sie soll den Kopf einschalten und arbeiten – ansonsten kann sie auch zu Hause bleiben“, so Lanz.

LVH-Präsident Martin Haller stellt klar: „Der Artikel trägt den Veränderungen in der Arbeitswelt Rechnung. Immer weniger Lehrlinge finden im eigenen Dorf eine Lehrstelle. Die Änderung zielt darauf ab, den Lehrlingen eine Unterkunft zur zeitweisen Übernachtung vor Ort zu schaffen, ähnlich wie bei Studenten- und Schülerheimen.“ Die Details seien per Durchführungsverordnung zu bestimmen. (mat)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (17)

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  • andi182

    So wird aus einer Handwerkerzone eine Wohnzone.
    Als nächstes muß dann die Nahversorgung garantiert werden.
    Des Argument mit die Lehrlinge ist ein Witz.

    • tiroler

      Ganz so schlecht ist der Ansatz nicht. Anstatt Neubaten zu erstellen macht es Sinn, bestehendes Bauvolumen zu Nutzen.
      Das mir Lanz ist eine andere Ssche. Als Unternehmer gescheitert. Für seinen Lebensunterhalt sorgt nun der Steuerzahler

      • schwarzesschaf

        Ja aber wieso wurden die betriebe aus dem dorf verband, damit die anzeigerei aufhörte wenn der Tischler um 7 uhr morgen die Hobelmaschine anliess und wo wird dann die Handwerkerzone hinverlegt wenn sich in der handwerkerzone dann die bewohner wieder beschwerden?????

    • timmi

      Finde ich nicht in Bruneck u.B. Wird ein neuer techpark gebaut der Junge Leute in die Stadt bringen soll und wir haben 0 Wohnraum für junge Leute…

    • besserwisser

      und in der nächsten generation regen sich die leute auf wegen der lärmbelästigung der handwerksbetriebe ….
      die meisten gebiete sind ja mittlerweile villenviertel….

  • gutentag

    Hm…
    Hat er nicht die Wohnung über seiner Exhalle in Toblach verlassen und wohnt woanderst?
    Ob der Artikel damit zusammen hängt?
    Es leben ja viele, die einen Betrieb haben, über der Werkshalle.
    Verstehe nicht, wo der Skandal ist.

  • martasophia

    Es ist nicht das erste mal, dass ihm der Verdacht des furbetto anhaftet. Ihn als einen aufrichtigen und ehrlichen Politiker mit einem guten Berufsethos einzustufen fällt äußerst schwer.

  • beobachter5

    Es hat den Anschein dass es in der Anpassung des des Raumordnungsgesetzes wohl hauptsächlich darum geht den Interessen der verschiedenen Lobbys nachzukommen. So z.B.:
    „In Bezug auf die Mischgebiete trägt die geänderte Bestimmung dem Umstand Rechnung, dass auf sehr kleinen Flächen von maximal 1000 Quadratmetern keine Abtretung für den geförderten Wohnbau erfolgen muss.“ Ist ein Bugrund mit 1000 qm eine sehr kleine Fläche…? Somit wird ein Eigenheim für den Normalbürger noch schwerer erreichbar sein. Entweder der Grund wird von den Kindern des Bauern bzw. Grundbesitzer bebaut oder es werden Wohnungen gebaut wo viele wieder an nicht Südtiroler verkauft werden.
    http://www.provinz.bz.it/news/de/news.asp?art=644308

  • prof

    In jeder Partei-Zentrale gibt es die “ furbetti“.

  • andimaxi

    Das kommt nicht vom Lanz. Das war dieser verdammte Wirtschaftsberater. Schon wieder.

  • wm

    zum kommentar von haller: immer weniger wollen im eigenen dorf eine lehrstelle. schön wäds wenn nicht alle schuld gehn wollen

  • franz1

    @ prof,

    .. stimmt schun, obo in do SVP Zentrale sein die Möglichkeiten umso größer da sie überall im Lande am Drücker sitzen, do bofn die onderen olm hintnnoch.
    Jo mit dem Gsetz kennat do Lanz profitiern er kennat jo a seinen „Begehborn Kleidoschronk“ als Wohnung ausbauen…..

  • sepp

    du schaugs enk on den folschen typ zuerst als LVH prsident gscheide gered dann di eigene firma an die wand gfahren als LVH präsident isch sowieso s beschte und dann sein die LVH mitglieder so bled und wählen den typ in den landtag und wen in donn wos nett durch geht blären fa folscheit des mit dei600 euro glab ihn do selige nett a normal bürger

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