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„Der Kraftakt“

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Aufgrund des rasanten Anstiegs der Corona-Fallzahlen hat die österreichische Regierung die Schutzmaßnahmen noch einmal verschärft.

Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach am Montag von einem „rot-weiß-roten Kraftakt“.

Die Wiener Regierung hat – im Anschluss an eine Videokonferenz mit den Länder-Vertretern – die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft.

Zwar wurde die im Raum stehende österreichweite Sperrstunde um 22.00 Uhr nicht dekretiert, dafür werden Veranstaltungen und Zusammenkünfte massiv beschränkt, die Maskenpflicht ausgeweitet und der Schutz in Alters- und Pflegeheimen weiter erhöht, berichtet die Krone in ihrer Online-Ausgabe.

Die wichtigste Neuerung: Bei Veranstaltungen und Zusammenkünften ohne zugewiesene Sitzplätze gilt indoor eine Sechs-Personen-Grenze.

Diese Maßnahme gilt auch für private Zusammenkünfte. Zwar könne und wolle die Polizei die Einhaltung dieser Regeln im privaten Bereich nicht kontrollieren, so Kanzler Kurz und sein Stellvertreter, der Grüne Werner Kogler. Daher ergehe der „dringende Appell“, sich auch privat an die Maßnahmen zu halten.

Die Verschärfungen treten laut Kanzler Kurz am Freitag um 00.00 Uhr in Kraft und sollen für mindestens vier Wochen gelten.

In der Gastronomie gelten folgende Regeln:

Maximal sechs Personen pro Tisch drinnen, im Gastgarten dürfen sich bis zu zwölf Personen treffen. Vor dem Lokal ist nach der Sperrstunde keine Konsumation erlaubt. Dazu kommt, dass Restaurants mit mehr als 50 Sitzplätzen künftig ein Präventionskonzept erstellen müssen (statt bisher ab 200 Plätzen).

Für Treffen in privaten Räumen gilt die dringende Empfehlung, ebenfalls die Sechs-Personen-Regel einzuhalten;

Alle professionellen Veranstaltungen (Bundesligaspiele, Oper, etc.) sind genehmigungspflichtig und nur noch mit zugewiesenen Plätzen gestattet. Die Maskenpflicht gilt während der gesamten Veranstaltung, außerdem dürfen keine Speisen und/oder Getränke mehr verkauft werden. Outdoor sind maximal 1500 Personen erlaubt, indoor maximal 1000.

Die Kontrollen der Polizei im öffentlichen Raum werden verschärft, bei Verstößen drohen hohe Strafen.

Die Bundesländer haben darüber die Möglichkeit, regionale Beschränkungen auszusprechen.

In Österreich wurden in den letzten 24 Stunden erneut über 1.000 Neuinfektionen (1.121 waren es genau) gemeldet.

Ein großes Plus wurde bei den Spitalspatienten verzeichnet:

Österreichweit wurden am Montag bereits 799 Covid-19-Patienten – um gleich 57 mehr als am Vortag – im Krankenhaus behandelt, davon 145 auf Intensivstationen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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