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Grünes Licht

Mit einigen Auflagen hat die Landesregierung die Variante 2 für die Erweiterung des Skigebietes Marinzen und dessen Anbindung an das Skigebiet Seiser Alm genehmigt.

Eine kuppelbare 10er-Umlaufkabinenbahn soll in einigen Jahren die Wintersportler von Marinzen in Kastelruth auf den Puflasch auf die Seiser Alm bringen und somit die beiden Gebiete miteinander verbinden. Zudem soll ein Schlepplift für Skifahrer ab der Bergstation des derzeit bestehenden Sessellifts gebaut werden.

Die Landesregierung hat am 6. Oktober die zweite Variante für das Vorhaben mit einigen Auflagen genehmigt. Es handelt sich dabei um eine Machbarkeitsstudie für die Kabinenbahn ohne Abfahrtspiste im oberen Teil.

Mehrere Auflagen für bessere Mobilität und Umwelt

Für das Vorhaben muss in einem nächsten Schritt ein Landschaftsbericht vorgelegt werden. Das endgültige Projekt muss zudem der Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden. Als weitere Auflage soll die neue Infrastruktur so geplant werden, dass sie besonders gut zu Fuß erreichbar ist und Skiabstelldienst an der Talstation bietet. Eine wichtige Auflage betrifft die Mobilität. So sollen anhand von Analysen Maßnahmen für weniger Verkehrsaufkommen getroffen werden. Auch für eine angemessene Anzahl an Parkplätzen bei der Talstation muss gesorgt werden.

Entwicklung im Fokus

Die Marinzen GmBH, die das Projekt vorgelegt hat, muss zudem über detaillierte Berechnungen nachweisen, dass das gesamte Vorhaben für die Verbindung der beiden Skigebiete rentabel ist. In der Machbarkeitsstudie ist außerdem eine umfassende Modernisierung des Skigebietes Marinzen vorgesehen. Erst nachdem diese beendet ist, kann der Betrieb der neuen Bahn genehmigt werden. Für die Modernisierung wird die bestehende Skipiste „Marinzen“ mit einer Krümmung im Osten erweitert.

Ein neuer Schlepplift mit Start an der Bergstation des derzeit bestehenden Sessellifts mit einer neuen Piste und einer eigenen Beschneiungsanlage soll entstehen. Auch ohne die im ursprünglichen Projekt vorgesehene Abfahrtspiste soll ein Speicherbecken für die Beschneiung angelegt werden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (4)

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  • george

    Ja seid ihr noch mit euren Gedanken und Entscheidungen zu retten? In den heutigen Zeit noch so etwas zu genehmigen, wo eh solche Erschließungen nur mehr Defizit bzw. Abwerbungen anderswo bringen, wo dann dort die entsprechende defizitäre Situation eintritt. Habt ihr aus der „Coronazeit“ gar nichts gelernt oder an Erfahrungen mitgenommen? Seid ihr überhaupt noch Vertreter des Volkes oder nur mehr von ganz bestimmten Lobbys und Landschafts-Verbrauchern? Das neue Landschafts-und Raumordnungsgesetz scheint gewisse Regelungen wohl nur für das Papier zu haben, in den Köpfen hat man sie wiederum gelöscht.

  • george

    Korrektur: … der heutigen Zeit…..

  • wollpertinger

    Die große Umweltsünde war der Bau der Umlaufbahn von Seis auf die Alm, eine reine Gefälligkeitsgenehmigung. Die Marinzenbahn wäre damals die in jeder Hinsicht bessere Lösung gewesen. Jetzt ist man zu spät dran. Das ist zwar schade, aber man kann daran nichts mehr ändern.

  • rota

    In ca 2 Stunden umrundet man zu Fuß den Puflatsch. Einer der schönsten Wanderplätze auf der Seiseralm. Die Menschenmassen welche mit einer Bahn hochgeseilt, brächten nur Müll Fäkalien, Ausbreitung der Pfade und allgemeine Störung der Natur. Das Hochplateau ist zu klein für große Projekte. Unter dem Puflatsch sind die Quellfassungen für das Trinkwasser.
    Der einst grüne Kolli und Gegner des Projekts, nunmehr lange SVP BM der Gemeinde Kastelruth und Vortreiber dieser Pläne! Wie sich Zeiten und Menschen verändern.
    Der Puflatsch sollte nicht weiter zerstört werden.

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