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Einsamer Tod

Foto: Google Maps

Das Rätsel um den Tod eines Einwanderers scheint geklärt. Lamin Saydi starb nach neuen Erkenntnissen, weil ihm niemand zu Hilfe kam. Nach einem Handy-Raub.

Das Rätsel um den Tod des 24-jährigen Flüchtlings Lamine Saydi am vergangenen Freitag scheint geklärt. Demnach verstarb der Gambier nach einem 10-Meter-Sturz durch den Einfahrtsschacht einer Tiefgarage in der Südtirolerstraße – ohne Fremdeinwirkung und allein. Auch weil die von ihm angeforderte Hilfe ausblieb.

Vor seinem Tod soll Saydi zusammen mit einem 30-jährigen Mann aus Senegal an einem Handy-Raub beteiligt gewesen sein.

Das Opfer des Raubes verfolgte die beiden Männer, die in die Tiefgargen-Einfahrt flüchteten. Während der Senegalese nach einem Sprung auf der Einfahrtsrampe landete, stürzte Saydi in die Tiefe. Er forderte, schwer verletzt, seinen Begleiter auf, einen Freund telefonisch um Hilfe zu bitten (was er auch tat).

Doch am Ende kam niemand und der Mann aus Gambia verstarb an den Folgen einer gebrochenen Rippe, die sich in die Lunge bohrte (das Ergebnis der Autopsie).

Die Version erzählte der Senegalese der Polizei nach seiner Verhaftung wegen Raubes. Es gab also keinen Mord, wie Bekannte des Verstorbenen bei einer Demo am Freitag behauptet hatten. (tom)

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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